Der Baumeister ist jetzt auch Weltmeister

Thomas Kaltenegger beim erfolgreichen Weltrekordversuch im „Hinterrad-Fahren“.
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  • Thomas Kaltenegger beim erfolgreichen Weltrekordversuch im „Hinterrad-Fahren“.
  • hochgeladen von Fritz Meyer

Thomas Kaltenegger, 33-jähriger Baumeister aus Aichdorf, war vergangenen Sonntag im Stadion Judenburg-Murdorf in einem ganz anderen Metier unterwegs.

„Wheely"-Weltrekord-Versuch

Sein Ziel war es, den Weltrekord von 17,05 Kilometer im „Wheely“-Fahren (in einer Stunde möglichst viele Kilometer nur auf dem Hinterrad seines Fahrrades = ohne Absetzen oder Boden-Berührung mit dem Vorderrad) zu verbessern.

Kaltenegger, der erst kürzlich auch die Prüfung zum Brunnenmeister erfolgreich abgelegt hat, startete um Punkt 9.12 Uhr sein Vorhaben.

Zwei Zeugen (einer aus dem Bereich Sport) waren anwesend, zudem musste der Rekordversuch für die Gültigkeit mittels lückenloser Video-Aufzeichnung mitgefilmt werden.

Nach einem etwas nervösen Beginn und anfänglichen leichten Schwierigkeiten spulte der Murtaler kontinuierlich Runde für Runde ab.

Neuer Weltrekord: 24,20 Kilometer

Der Jubel und Applaus der angereisten Daumendrücker auf der Tribüne kannte keine Grenzen, als klar war, dass Kaltenegger den Weltrekord bereits im ersten Versuch überboten hatte.

Letztlich stellte der bescheidene Baumeister nach einer Stunde mit 24,20 absolvierten Kilometern eine neue Bestmarke auf. Kaltenegger - sichtlich von den Strapazen gezeichnet, aber überglücklich - darf sich somit neuer Weltmeister im „Hinterradfahren“ nennen und in weiterer Folge auf einen Eintrag ins „Guinness-Buch“ der Rekorde hoffen.

3 Fragen an Thomas Kaltenegger

Durch wen respektive durch welchen Umstand bist Du überhaupt auf die Idee gekommen, diesen Weltrekordversuchen zu starten?

Tom Kaltenegger: „Durch meinen Neffen, der voriges Jahr zu Weihnachten ein „Guinness-Buch“ geschenkt erhielt. Auch macht mir das „Wheely“-Fahren Spaß und ich glaube, dass ich dafür ein wenig Talent habe. Ich habe mich erkundigt, wo der bestehende Rekord liegt, ich habe mir gedacht, es ist schaffbar und ich wollte herausfinden, ob es möglich ist.“

Wieviel Zeit- bzw. Trainingsaufwand hast Du für diesen Weltrekordversuch investiert?

Kaltenegger: „Das Hinterradfahren und Üben habe ich schon in meiner Jugend angefangen. Für den Rekordversuch habe ich eigentlich gar nicht viel trainiert. Ich habe versucht, ein paar optimale Einstellungen am Rad zu finden. So vier bis fünf Einheiten.“


Was war die schwierigste Phase beim Weltrekordversuch, gab es irgendwann einen Knackpunkt, wo Du gedacht hast, jetzt könnte das Vorhaben scheitern?

Kaltenegger: „Ja, das war gleich am Anfang, wo ich mir gedacht habe, halt - die Nervosität ist doch größer als ich gedacht hatte, meine Pulsfrequenz war nicht dort, wo sie für das Radfahren sein sollte. Ich habe mich hinterfragt, ob ich wohl eine Stunde durchhalten würde.

Das zweite Handicap war, dass ich immer wieder mit dem Wind zu kämpfen hatte - und der Wind ist eigentlich der schwierigste Gegner beim „Wheely“-Fahren. Zum Glück habe ich den Startzeitpunkt nach vorne verlegt, so dass ich mit den Wetterverhältnissen noch riesiges Glück hatte. Jetzt bin ich richtig erleichtert.“

Thomas Kaltenegger beim erfolgreichen Weltrekordversuch im „Hinterrad-Fahren“.
„Baumeister, Brunnenmeister, Weltmeister“:  Thomas Kaltenegger mit den „Zeugen“ Gerd Grandl (Radsport-Präsident, links) und Fohnsdorf-Vizebürgermeister Gernot Lobnig.

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