Handball
Auch als Legionär eine fixe Größe

Der Knittelfelder Thomas Eichberger hat sich als “Hexer von Österreich” mittlerweile auch als Deutschland-Legionär einen Namen gemacht.
  • Der Knittelfelder Thomas Eichberger hat sich als “Hexer von Österreich” mittlerweile auch als Deutschland-Legionär einen Namen gemacht.

  • Foto: ThSV Eisenach
  • hochgeladen von Fritz Meyer

KNITTELFELD. Handball-Torhüter Thomas Eichberger
hat sich auch in Deutschland einen Namen gemacht.

Das österreichische Handball-Nationalteam ist kürzlich in Graz gegen Estland mit einem 31:28-Sieg erfolgreich in die EHF-Euro 2022-Qualifikation gestartet.
Dazu beigetragen hat auch Thomas Eichberger, der als Goalie zu den Teamstützen zählt und sich mehrmals auszeichnen konnte.
Aufgrund eines positiven Covid-19-Falls im Nationalteam von Bosnien-Herzegowina wurde das gesamte bosnische Team von den Behörden in Quarantäne geschickt, daher musste das zweite Qualifikationsspiel abgesagt werden.

Legionär in Eisenach

Der Knittelfelder ist seit seinen erfolgreichen Auftritten bei der Heim-EM im Jänner, wo er in Wien und Graz mit unzähligen Glanzparaden zu Platz acht der ÖHB-Auswahl beigetragen hat, mittlerweile auch international bekannt. Dementsprechend hat er im Sommer auch das Angebot des deutschen 2. Liga-Klubs ThSV Eisenach angenommen und seine erste Legionärszeit beim Traditionsverein in Thüringen gestartet. Der “Hexer im Handballtor” hat sich bei seinem neuen Arbeitgeber mittlerweile auch schon bei den Fans beliebt gemacht und ist in der 2. deutschen Liga endgültig angekommen.

“Ich fühle mich sehr wohl. Alles Supertypen. Wir haben trotz anstrengendem Training viel Spaß. Verständigungsprobleme gibt es nicht".

Sportlich mit dem Team viel Luft nach oben

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es für den Murtaler Handball-Export, weil die Teamleistung, wie das Punkteverhältnis von 4:8 aus sechs Partien und Rang 13 unter 19 Mannschaften aktuell bestätigen, in sportlicher Hinsicht noch nicht von Erfolg gekrönt ist. Vor allem in der eigenen Halle läuft nach zwei Niederlagen in drei Partien das Werkl unrund.

Persönliche Leistungen okay

Mit seinen persönlichen Leistungen und dem weiteren Aufwärtstrend seiner Formkurve kann der 27-Jährige aber sehr zufrieden sein.
Das hat auch der neue Eisenach-Cheftrainer Markus Krauthoff-Murfuni bestätigt: “Ein Super-Kerl, sehr kommunikativ, mit ganz viel Professionalität, der seine Stärken einbringt und das Training bereichert.”

„Hexer" hat sich geärgert

Nach dem Heimataufenthalt anlässlich des Nationalteameinsatzes geht der Meisterschaftsalltag in Deutschland mit einer englischen Runde weiter. Die Spielserie wurde mit drei Partien innerhalb einer Woche mit einer klaren 23:33-Niederlage beim neuen Tabellenführer ASV Hamm-Westfallen gestartet und Eichberger hat sich geärgert: “Wir haben leider eine indiskutable erste Halbzeit hingelegt. 19 Gegentore dürfen nicht passieren und wir ließen viele Torchancen aus.”
Der “Hexer”, der zwar im zweiten Abschnitt mit sieben abgewehrten Bällen ein starker Rückhalt war und eine höhere Zahl an Gegentoren verhindert hat, monierte in seinem Team aber auch den fehlenden kämpferischen Einsatz.

„Fühle mich sehr wohl"

Abgesehen vom sportlichen Aufholbedarf, was die Teamleistung betrifft, ist der ehemalige HSG Graz-Akteur bei seinem deutschen Klub zufrieden: “Ich fühle mich sehr wohl. Alles Supertypen. Wir haben trotz anstrengendem Training viel Spaß. Verständigungsprobleme gibt es nicht. Wenn ich den Dialekt aus der Steiermark spreche, werde ich freilich ganz schwer verstanden!”
Im Vergleich zu Graz geht es in der thüringischen Kleinstadt mit rund 43.000 Einwohnern ruhiger zu: “Natürlich ist es hier ruhiger als in Graz, aber es ist eine geschichtsträchtige Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Für mich als Geschichtslehrer gibt es da ganz viel zu sehen und zu erkunden”.

Corona ist allgegenwärtig

Natürlich ist auch die Corona-Pandemie allgegenwärtig: “Zunächst war sie Auslöser, dass es vier Monate keinen Handball gab. Wir als Mannschaftssportler saßen allein zu Hause. Die Lebensqualität allgemein, ich denke da auch an Reisen und Besuch von Konzerten, ist arg eingeschränkt. Zur Bewältigung der Corona-Pandemie müssen wir aber alle Regeln einhalten. Ich musste mich vor allem an die Masken-Pflicht gewöhnen.“
Der sportliche Ausblick beinhaltet neben einer generellen Leistungssteigerung seines Vereines in den weiteren Meisterschaftspartien weitere internationale Highlights mit dem österreichischen Nationalteam.

Weltmeisterschaft in Ägypten
im Jänner als Höhepunkt

Dazu gehören zweifellos die EM-Qualifikationsspiele gegen Deutschland, die am 6. Jänner 2021/Heimspiel und 10. Jänner 2021/Auswärtsduell, angesetzt sind und gleichzeitig als Generalprobe für die Weltmeisterschaft vom 14. bis 31. Jänner in Ägypten gelten.
Dabei trifft Eichberger in der Vorrunde mit der rot-weiß-roten Auswahl auf die USA und die Handballgrößen aus Frankreich und aus Norwegen.

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