Historischer Zeitungsbericht
Schottwiener Fleischer vor dem Richter
- Ein Fleischer hat sich vor 50 Jahren nicht mit Ruhm bekleckert.
- Foto: MeinBezirk
- hochgeladen von Thomas Santrucek
Vor 50 Jahren am 16. Juli 1976 im Schwarzataler Bezirksboten.
Dem Liebhaber rustikaler Speisen mag sich der Magen umdrehen, wenn er liest, welche Entweihungen ein Schottwiener Fleischhauer der Stelze, der Wurst oder anderen Lebensmitteln zukommen ließ. Weil es Franz H. (...) nicht lassen konnte, Lebensmittel minderer Qualität herzustellen und zu verkaufen, wurde er vor einem Senat unter Vorsitz von OLGR Dr. Streller verurteilt, und zwar zu einer Geldstrafe in der Höhe von 250 Tagessätzen zu 100 Schilling, daher insgesamt 25.000 Schilling, im Falle der Uneinbringlichkeit zu 125 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe sowie gemäß § 389 StPO zum Ersatz der Kosten des Strafverfahrens. (...) Am 29. Juli 1975 hat er, wie es im Urteil in hartem Amtsdeutsch heißt, vorsätzlich gesundheitsschädliche Lebensmittel, nämlich rund 645 g harte Wiener Wurst, die bakteriell zersetzt war, durch Lagern und Feilhalten in den Verkehr gebracht, 28 Stück infolge Überlagerung verdorbene geselchte Stelzen sowie rund 1,6 kg verdorbene Wiener Wurst, ohne daß dieser Umstand deutlich gekennzeichnet war. (...)
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