Bezirk Neunkirchen
UPDATE: Chats und virtuelle Lehrräume statt Anwesenheit

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BEZIRK NEUNKIRCHEN. Ruhig bleiben, nicht in Panik geraten – und das Schulleben umstellen. So geht's in Schulen zu.

TERNITZ/KIRCHBERG/NEUNKIRCHEN. Die vorbeugenden Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus trifft unser Bildungssystem. Schüler müssen seit Montag teilweise zuhause bleiben. Als "Bildungsplan B" könnte man sich – vereinzelt – "digitalen Unterricht" vorstellen.

Unterricht ruht nicht

Die Bundesregierung hat beschlossen, den Unterricht für Oberstufenschüler ab der 9. Schulstufe und Unterstufenschüler ab 14 Jahren mit 16. März bzw. mit 18. März auszusetzen. Gerade in höheren Schulen kommen viele Menschen zusammen. – Ein Risikofaktor, wenn das Virus kursiert. Selbst wenn die Klassen leer bleiben, die Köpfe der Schüler werden es nicht. Roman Ehold, Direktor des Ternitzer Oberstufenrealgymnasiums: "Unterricht mit Hilfe von Lernplattformen ist an unserer Schule in vielen Fächern üblich. In solchen Fällen ist eine Ausweitung natürlich denkbar. Videokonferenzen sind allerdings derzeit schwer durchführbar." Außerdem meinte Ehold, der Lernfortschritt bzw. das Lerndefizit sei immer wieder aufholbar. "Bei zeitlichen Vorgaben wie der Reifeprüfung ist aber besondere Achtsamkeit geboten", so Ehold.

360 Köpfe im BORG

Von der Schließung des BORG Ternitz werden rund 360 Schüler und Lehrer betroffen sein. Langweilig wird es dem BORG-Direktor dennoch nicht: "Ich habe neben einer Maturaklasse in Darstellender Geometrie – Unterricht bzw. Vorbereitung erfolgt mittels E-Learning – noch zwei weitere Klassen und auch sonst werde ich trotzdem, so wie alle Lehrer, in der Schule sein. Es wird vieles zu koordinieren geben."

590 Schüler und 60 Lehrer betroffen

Dir. Gernot Braunstorfer, Sachsenbrunn.

Im Gymnasium Sachsenbrunn sind 590 Schüler und 60 Lehrkräfte betroffen. Gernot Braunstorfer, Direktor des Gymnasiums Sachsenbrunn sucht nach Alternativen zur Wissensvermittlung: "Ich kann zwar eine Vorlesung (auf der Uni) per Video / Skype abhalten, aber lernen in der Schule ist meiner Meinung nach schwer oder nicht über Skype möglich. Aber Arbeitsaufträge sind möglich, und daran wird gearbeitet - vom Bundesministerium abwärts und von Sachsenbrunn aufwärts." Braunstorfer zufolge sei Sachsenbrunn komplett gerüstet, um fernab des Gebäudes Schule zu lernen. Braunstorfer: "Wir haben ein System, das alle Schüler und Lehrer sofort nützen könnten bzw. jetzt schon vielfach nützen. d.h. Materialien werden bei uns sowieso schon so genützt."
Daniel Peysteiner, Schulsprecher in der AHS Neunkirchen, sieht die Lage vorerst: "entspannt": "Die Stimmung ist nicht panisch. Die Maturanten machen sich natürlich Gedanken. Aber wir werden das schon alles schaffen."

Daniel Peysteiner, Schulsprecher AHS Neunkirchen.
  • Daniel Peysteiner, Schulsprecher AHS Neunkirchen.
  • hochgeladen von Thomas Santrucek

AHS setzt auf "Moodle"

Diese Sichtweise teilt auch Neunkirchens AHS-Direktorin Susanne Casanova-Mürkl. Schüler werden jedoch angehalten, ab nächste Woche auch bei Fragen an Lehrer nicht persönlich in die Schule zu kommen: "Es wird einen Chat mit Lehrern geben, eine digitale Anwesenheitsliste und die Lernplattform 'Moodle', auf die man über unsere Schulhomepage gelangt."
Das Gymnasium Neunkirchen besuchen 230 Oberstufen- und 500 Unterstufen-Schüler.

Die Schülervertretung

Benjamin Koiser, Landesschülervertretung NÖ: "Wir bitten als Landesschülervertretung NÖ nicht in Panik zu geraten. Schließungen können möglich sein, dennoch muss geschaut werden, dass die Betreuungsmöglichkeiten weiterhin in Takt sind und Eltern mit der Situation nicht allein gelassen werden. Des Weiteren betrifft es auch alle Maturanten und Maturantinnen, welche ab Mai in die Abschlussprüfungen hineinstarten. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass faire Möglichkeiten ausgearbeitet werden und die Schulen mit den Schülerinnen und Schülern zusammenarbeiten. Eine mögliche Verschiebung schließen wir zurzeit nicht aus."

Autor:

Thomas Santrucek aus Neunkirchen

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