Auszeichnungen für Künstler
Kulturpreisgala im Festspielhaus St. Pölten

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zeichnete am gestrigen Donnerstagabend die Kulturpreisträgerinnen und Kulturpreisträger 2025 im Festspielhaus St. Pölten aus. | Foto: NLK Pfeffer
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  • Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zeichnete am gestrigen Donnerstagabend die Kulturpreisträgerinnen und Kulturpreisträger 2025 im Festspielhaus St. Pölten aus.
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Bei der Kulturpreisgala 2025 wurde das vielfältige kulturelle Schaffen Niederösterreichs als Herz und Stütze der Gesellschaft vor den Vorhang geholt. 

NÖ. „Mein Herz schlägt für die Kultur, die Förderung der Kultur ist aber vor allem auch eine Kopfentscheidung. Denn sie ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft, baut Brücken, ist ein wichtiger Faktor für Wirtschaft bzw. Tourismus und ist in ihrer Vielfalt in allen Regionen unseres Landes spür- und fühlbar“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am gestrigen Donnerstagabend bei der diesjährigen Kulturpreisgala im Festspielhaus St. Pölten.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (re.) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern „Volkskultur und Kulturinitiativen“: Brigitta Schmidt-Lauber (Anerkennungspreis), Christiane Atzmüller  und Gilbert Handler vom Kunst- und Kulturverein Von Kopf bis Fuß (Anerkennungspreis) und Herbert Höpfl (Würdigungspreis). | Foto: NLK Pfeffer
  • Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (re.) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern „Volkskultur und Kulturinitiativen“: Brigitta Schmidt-Lauber (Anerkennungspreis), Christiane Atzmüller  und Gilbert Handler vom Kunst- und Kulturverein Von Kopf bis Fuß (Anerkennungspreis) und Herbert Höpfl (Würdigungspreis).
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Das Besondere an den Leistungen der bei der Kulturpreisgala ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler seien das Herzblut und die Kreativität, die in ihrer Arbeit steckten, egal, ob es um kreative Experimente, die Neues fördern, Projekte, die Traditionen und Brauchtum lebendig halten oder neu interpretieren, Initiativen für Kinder und Jugendliche oder das Engagement der Ehrenamtlichen etwa in den Blasmusikkapellen gehe, fuhr die Landeshauptfrau fort und ergänzte: „Allen gemeinsam ist, dass alles live erlebt werden kann. Das Zusammentreffen zu fördern, ist umso wichtiger in einer Zeit, in der die sozialen Kontakte und das gemeinsame Tun zunehmend verloren gehen. Dafür meine Wertschätzung, meine Anerkennung, meinen Respekt und meine herzliche Gratulation an alle Preisträgerinnen und Preisträger“.

Gedenkjahr

In Bezug auf das Gedenkjahr 2025 meinte Mikl-Leitner abschließend: „Das Wichtigste daran war, das Gedenk-Jahr zu einem Mitmach-Jahr zu machen und jeden und jede dazu zu animieren, sich mit der schmerzhaften Geschichte der NS-Zeit mit ihrem Terror, ihren Entbehrungen und dem Leid, aber auch der Geschichte des Aufschwungs auseinanderzusetzen. Denn wer die Geschichte nicht kennt, kann auch nicht aus ihr lernen. Wir müssen alles dafür tun, dass auch unsere Kinder in Frieden, Freiheit, Wohlstand und Demokratie leben können“.

Plädoyer für leistbare Kultur

Gastrednerin bei der von Clemens Schaller und seiner Band, Lukas Lauermann und OSKA musikalisch umrahmten Gala war Marie Rötzer, künstlerische Leiterin des Landestheaters Niederösterreich. Sie betonte, Kultur – egal, ob Hoch- oder Volkskultur – leiste einen Beitrag, das Leben lebenswerter zu machen, den Alltag zu bereichern und ihn zum Glänzen zu bringen. „Wir haben die Wahl, die Welt positiv zu gestalten oder uns gleichgültig und destruktiv zu verhalten“, meinte sie und zitierte mit „Wo die Kultur stirbt, beginnt die Barbarei" Heinrich Böll. In Zeiten weltweiter Verunsicherung wachse aber die Sehnsucht nach autoritären Führerfiguren, die schwer erkämpfte Freiheiten wieder beschneiden wollten.

Würdigungspreis in der Kategorie Literatur für Gabriele Petricek. | Foto: NLK Pfeffer
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Demgegenüber setzte sie den humanistischen Wertekanon als Grundstein der Demokratie, leicht zugängliche und leistbare Kultur und die dezidiert zukunftsweisende Kulturpolitik des Landes Niederösterreich. „Damit Niederösterreich auch ein Kulturland bleibt, dürfen wir uns nicht auseinanderdividieren lassen“, unterstrich Rötzer und plädierte für „Investitionen in Kunst und Kultur als nachhaltige Investitionen in die Zukunft“.

Die Kulturpreisträgerinnen und -preisträger des Jahres 2025 sind in der Bildenden Kunst Iris Andraschek (Würdigungspreis) sowie Christiane Peschek und Jochen Höller (jeweils Anerkennungspreis), in der Darstellenden Kunst Cordula Nossek (Würdigungspreis) sowie die Theatergruppe kollekTief und Alexia Redl (jeweils Anerkennungspreis) bzw. in der Sparte Erwachsenenbildung, Volksbüchereiwesen, Heimatforschung, Verfassen heimatkundlicher Werke und Arbeit für Museen Niklas Perzi (Würdigungspreis) sowie die Weinviertel Akademie und Christian Matzner (jeweils Anerkennungspreis).

Volkmar Klien erhielt den Würdigungspreis Medienkunst. | Foto: NLK Pfeffer
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In der Literatur gingen der Würdigungspreis an Gabriele Petricek sowie die beiden Anerkennungspreise an Martin Prinz und Iris Blauensteiner, in der Medienkunst der Würdigungspreis an Volkmar Klien sowie die beiden Anerkennungspreise an Marian Essl und Fanni Futterknecht bzw. in der Musik der Würdigungspreis an Walter Grassmann sowie die beiden Anerkennungspreise an Roland Baumgartner und Lisa „Litha“ Lurger. Der diesjährige Sonderpreis für Ausstellungsgestaltung ging an Johann Moser (Würdigungspreis) sowie Doris Zichtl und Georg Bergner bzw. das Büro koerdtutech, Irina Elisa Koerdt und Sanja Utech (jeweils Anerkennungspreis), der Würdigungspreis in der Sparte Volkskultur und Kulturinitiativen an Herbert Höpfl sowie jeweils ein Anerkennungspreis an Brigitta Schmidt-Lauber und den Kunst- und Kulturverein Von Kopf bis Fuß.

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