Kommentar
Frau Doktor, wie viel ist drei mal drei?
- Oswald Hicker, Chefredakteur MeinBezirk NÖ
- Foto: MeinBezirk
- hochgeladen von Sandra Schütz
Oswald Hicker, Chefredakteur MeinBezirk Niederösterreich, zum Niederösterreichischen Doppelbudget 2027/28 der "Kunst des Machbaren".
Toni Kassers Budget ist kein großer Wurf, es ist eine Grätsche zwischen Sparstift und sinnvoller Investition. Das weiß er auch, wenn er von der "Kunst des Machbaren" spricht. Fakt ist: Mehr als die Hälfte des Budgets (55 Prozent) kann der Finanzlandesrat gar nicht beeinflussen. Es sind Fixkosten, die von anderen Einheiten wie dem Bund vorgegeben sind, etwa bei der Bildung, im Gesundheitswesen oder der Sozialhilfe.
Diese Kosten explodieren. Auch aufgrund von immer höheren Standards. Wenn sich der Bund kleinere Gruppengrößen im Kindergarten wünscht, kostet das Geld. Bezahlen tun das Land und Gemeinden.
Ähnlich ist es bei der Bildung. Minister Wiederkehr hat am Wochenende angekündigt, dass Volksschullehrer in Zukunft ein Masterdiplom brauchen. Ein abgeschlossenes Studium reicht offenbar nicht mehr, um Volksschülern das kleine Einmaleins beizubringen.
Goldstandards wie diese kosten Zeit und Geld. Wir sollten uns einmal ehrlich die Frage stellen, in welchem Verhältnis der Nutzen zu den Kosten steht.
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