Tierfreundlich im Frühling
So unterstützt du die heimische Tierwelt in NÖ
- Wenn die ersten Blumen blühen und die Temperaturen steigen, melden sich auch viele Wildtiere aus Winterschlaf oder -starre zurück. (Archiv)
- Foto: Josef Limberger
- hochgeladen von Naturschutzbund Oberösterreich
Im Frühling kehrt wieder Leben in die heimischen Gärten ein. Kleinere Tiere und Insekten wärmen sich nach der kalten Jahreszeit wieder in den Sonnenstrahlen auf und werden aktiv. Wie man der heimischen Fauna helfen kann im eigenen Garten, hat MeinBezirk für dich zusammengefasst.
NÖ. Winterruhe ade. Mit den milden Temperaturen regt sich auch die Tierwelt in Niederösterreich wieder. Kleine Säugetiere und Insekten wie der Igel werden gerade erst wach und freuen sich über Ruheplätze und Trinkstellen. Mit einigen weiteren tierfreundlichen Tipps vom Tierheim St. Pölten kannst du den Tieren helfen, sich auch im eigenen Garten wohlzufühlen.
Jedoch sollte man auf seine eigenen Haustiere Acht geben, wenn Tiere und Insekten im Frühling wieder zu neuem Leben erwachen.
Hunde schützen
Mit dem Frühling kehren auch viele Insekten zurück und können den hauseigenen Schützlingen wie Hunden und Katzen zum Verhängnis werden. Victoria Bischof als Leiterin des Tierheims St. Pölten rät deshalb zu ausreichend Parasitenschutz in Form von Tabletten und Spots On. Zecken sind auch dieses Jahr wieder sehr aktiv und können schwerwiegende Krankheiten übertragen, so Bischof.
Bienen und Wespen können ebenfalls eine Gefahr für Hunde darstellen, wenn sie diese jagen und schlucken. Allergische Reaktionen seien da keine Seltenheit.
Katzen mit Glöckchen
Dasselbe gilt für Katzen, die das Haus verlassen. Freigängerkatzen können aber umgekehrt auch gefährlich werden für viele Vogelarten, die sich in der Paarungszeit befinden. Ab Mitte April kann auch schon der erste Vogelnachwuchs da sein, der liebevoll von seinen Eltern im warmen Nest betreut wird. Viele Katzen jagen entweder die Muttertiere oder machen sich über die Nester her, was zum Teil ein Problem für bestimmte Populationen sein kann.
- Der Jagdinstinkt der Katzen ist oft sehr ausgeprägt. Viele Vögeln und andere kleine Tieren kann das Verhalten zum Verhängnis werden. (Archivbild)
- Foto: Schweiger
- hochgeladen von Evelyn Hartman
Ratsam kann es daher im Frühling sein, leise Glöckchen an die Halsbänder der Lieblinge anzubringen oder seine Katzen selbst mit kleinen Jagdspielen auszulasten.
Gehege sichern
Auf Nagetiere wie Hasen, Kaninchen oder Meerschweinchen, die im Freien gehalten werden, sollte im Frühling auch besonders Acht gegeben werden. Die Sicherung des Geheges und eine sichere Nachtunterkunft zu schaffen wäre das Um und Auf, um seine Tiere vor hungrigen Eindringlingen wie Füchsen zu schützen.
Gemütlich machen im Gebüsch
Neben seinen Haustieren können sich noch weitere Lebewesen im Garten tummeln. Unter Laubbergen oder in dichten Hecken, können sich Igel und sogar ihr Nachwuchs verstecken. Gerne deshalb das Gewächs etwas dichter lassen, um den kleinen Tieren einen Unterschlupf zu lassen.
- Mähroboter im Einsatz bedeutet oftmals Gefahr für Igel und Co. (Archiv)
- Foto: EP:Poth
- hochgeladen von Thomas Poth
Besonders in der Dämmerung oder Morgenstunden sollte auf das Rasenmähen mit einem Rasenroboter verzichtet werden, da sich Igel schwer daran verletzen können.
Nein zu Rattengift & Co
Auf Rattengift, Schneckenkorn oder andere chemische Mittel sollte im Garten auch verzichtet werden. Nicht nur geschützte Wildtiere wie Maulwürfe oder Igel können daran elendig zugrunde gehen, sondern ebenso die eigenen Schützlinge.
Insekten willkommen
Wer fleißigen Bienen und anderen nützlichen Insekten etwas Gutes tun möchte, kann außerdem darauf achten, Teile vom Garten „verwildern“ zu lassen. Oft reicht es schon, wenn das Gras etwas länger ist und wieder eine Wiese mit Blumen entsteht, um Insekten Nahrung und kleinen Tieren Versteckmöglichkeiten zu bieten. Auch flache Trinkschalen für den Durst werden gerne angenommen.
- Blumenwiesen schaffen einen Lebensraum für viele Tiere. (Archiv)
- Foto: Naturpark Mürzer Oberland
- hochgeladen von Brigitte Reiterer
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