Zukunft gesichert
Niederösterreich und Tschechien besiegeln neue Kooperationen
- NÖ und Tschechien ziehen an einem Strang: Georg Stöger, Karl Wilfing, Martin Kukla, Jan Grolich, Jan Zahradník und Jiří Šitler.
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Besiegelt: Das Wein- und Waldviertel und Tschechien rücken auch für die nächsten vier Jahre zusammen.
WEINVIERTEL | WALDVIERTEL | AUSTERLITZ. Es war noch vor dem Fall des Eisernen Vorhanges, 1987, als Niederösterreich und die damalige Tschechoslowakei näher zusammen rückten. Seit mittlerweile einem Vierteljahrhundert besteht das Arbeitsübereinkommen in der heutigen Form – geschlossen mit den Tschechischen Kreisen Südmähren, Vysočina und Südböhmen. Nun wurde es mit einer feierlichen Unterschrift im Schloss Slavkov in Austerlitz bis 2029 verlängert.
- Schloss Slavkov in Austerlitz war Schauplatz der Unterzeichnung des neuen Arbeitsübereinkommens zwischen Niederösterreich und Tschechien.
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Vorbild und Blaupause
Das erneute Arbeits- und Kooperationsprogramm bezeichnet Landtagspräsident Karl Wilfing als "Meilenstein einer grenzüberschreitenden Partnerschaft" und sei Zeichen echter europäischer Zusammenarbeit.
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Die Projekte, die man bisher umgesetzt habe, bereichern die Menschen auf beiden Seiten der Grenze. Davon ist auch Jiří Šitler, der Tschechische Botschafter in Wien, überzeugt: "Wir haben alle die gleichen Probleme, ob Wasser, Energie oder Hilfe im Katastrophenfall." Und der grenzüberschreitende Vertrag sei mittlerweile sogar Vorbild – dient etwa als Blaupause für aktuelle Gespräche zwischen den Niederlanden und Deutschland.
- Landtagspräsident Karl Wilfing besiegelt die Zusammenarbeit.
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Hilfe ohne Grenzen
Die gab es zuletzt 2021, als ein Tornado über Südmähren fegte. Die NÖ-Rettungsdienste waren zeitgleich mit den tschechischen vor Ort und leisteten wertvolle Hilfe. Auch darüber hinaus ist die grenzüberschreitende Gesundheits- und Rettungskooperation ein Paradebeispiel für die Zusammenarbeit, die jüngst im Healthacross Gmünd gipfelte.
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Tourismus ist Trumpf
Die Schlösser Valtice und Lednice erradelt man vom Weinviertel aus. Und wenn 2028 die Landesausstellung "Wasserwelt Waldviertel" in Gmünd stattfindet, ist der Blick über die Grenze nach Budweis nicht weit, die dann als Europäische Kulturhauptstadt zum touristischen Bumerang wird.
- Nach der Unterzeichnung wurden Pläne bereits bei einem gemeinsamen Mittagessen geschmiedet und vertieft.
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Gemeinsames lernen
Stolz ist man auch auf die Sprachoffensive. So lernen Kindergarten- und Volksschulkinder in Tschechien Deutsch, jene im Wald- und Weinviertel Tschechisch.
2026 bis 2029
Geplant sind: intensive Zusammenarbeit in der Wasserwirtschaft, umfassende Gesundheits- und Sozialprojekte, gemeinsame Initiativen in Digitalisierung und Innovation, Kultur- und Tourismuspaket, Kooperation in Klima- und Katastrophenschutz.
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