Anschober auf Weltklimakonferenz in Bonn

Umweltlandesrat Rudi Anschober (Die Grünen)
  • Umweltlandesrat Rudi Anschober (Die Grünen)
  • Foto: Land OÖ/Stinglmayr
  • hochgeladen von Ingo Till

Als Mitglied der „Climate Group“, einer Allianz von Klimaschutz-Modellregionen, würde unsere Bundesland als Vorzeigebeispiel in Sachen Energiewende dienen, so Anschober – mit „mittlerweile 45.000 Ökojobs und der weltweit einzigartigen Klimaschutzbewegung in oö. Gemeinden, Betrieben und Schulen“. Bilaterale Treffen mit Vertretern aus Quebec, Wales und einzelnen deutschen Bundesländern stehen auf dem Programm. Die Konferenz in Bonn ist dabei nicht darauf ausgelegt große Beschlüsse zu fassen, vielmehr soll sie das „lernen voneinander“ anhand von Best Practice-Beispielen in den Vordergrund stellen.

Nicht so Vorbildhaft

Den Ende 2015 auf der Weltklimakonferenz in Paris beschlossenen Zielen im Weltklimavertrag hinkt Österreich deutlich hinterher: Um 36 Prozent müssten die Emissionen bis 2030 reduziert werden. Spätestens mit Anfang 2019 muss der entsprechenden EU-Kommission vom Bund ein Klimaplan vorgelegt werden. Bei Nichteinhaltung drohen Vertragsverletzungsverfahren und hohe Strafzahlungen – außerdem würde es „einen Verrat an folgenden Generationen“ bedeuten, betont Anschober. Wenig Hoffnung setzt der Umweltlandesrat in die voraussichtliche neue Bundesregierung – „eine Koalition der Verweigerer und Leugner“.

Temperaturen wie in Spanien

Unverständlich und unverzeihlich wäre es für den Umweltlandesrat, würde nicht intensiv an der Erreichung des Klimaziels gearbeitet – ganz abgesehen von diversen Strafzahlungen. Schließlich wären die Folgen katastrophal und auch für uns direkt spürbar. In Oberösterreich könnte – so schildert Anschober das Worst-Case-Szenario – schon in einigen Jahrzehnten ein Klima herrschen, wie heute im Süden von Spanien, mit über 100 Hitzetagen pro Jahr. In manchen Gebieten der Erde wäre dann ein Leben für Menschen nicht mehr möglich. Kaum Einzuschätzen sind auch die Auswirkungen auf globale Fluchtbewegungen – schon im vergangenen Jahr flüchteten nach Angaben der Grünen fast 24 Millionen Menschen vor den Folgen von Dürren, Überflutungen und anderen Wetterextremen. 

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