Einsatzkräfte gefordert
Mehrere Alpinunfälle in Osttirol - Vier Schwerverletzte am Samstag
- Am Großglockner ereigneten sich innerhalb weniger Stunden zwei schwere Alpinunfälle.
- Foto: Pixabay
- hochgeladen von Thomas Geineder
Mehrere Alpinunfälle haben am Samstag die Einsatzkräfte in Osttirol gefordert. Insgesamt vier Personen erlitten schwere Verletzungen, darunter zwei Bergsteiger am Großglockner, eine Wanderin im Landeggtal und ein Jugendlicher bei einer Downhill-Veranstaltung in Lienz.
MATREI. Eine 60-jährige Österreicherin war gemeinsam mit einer Begleiterin auf einer Fahrrad- und Wandertour ins Landeggtal im Gemeindegebiet von Matrei in Osttirol unterwegs. Nachdem die beiden ihre Fahrräder abgestellt hatten, stiegen sie zu Fuß in Richtung Rabenstein auf.
Unterhalb des Gipfels löste sich beim Überwinden einer kurzen Kletterstelle ein größerer Stein und fiel der 60-Jährigen auf den Fuß. Die Frau erlitt schwere Verletzungen und wurde vom Notarzthubschrauber ins Bezirkskrankenhaus Lienz geflogen.
- Eine Wanderin wurde nach einem Steinschlag im Bereich des Rabensteins schwer verletzt. (Symbolbild)
- Foto: pixabay / Hermann
- hochgeladen von Pascal Pali
Deutscher am Großglockner gestürzt
GLOR-BERG. Ebenfalls am Samstag verletzte sich ein 39-jähriger Deutscher beim Abstieg vom Großglockner schwer. Gemeinsam mit einem Bergführer hatte er den Gipfel über den Normalweg bestiegen.
Auf rund 3.000 Metern Seehöhe brach der Mann mit einem Fuß in weichen Schnee ein, verlor das Gleichgewicht und stürzte. Er wurde vom Notarzthubschrauber geborgen und in das Bezirkskrankenhaus Lienz gebracht.
Downhillfahrer in Lienz schwer verletzt
LIENZ. Bei einer Downhill-Veranstaltung in Lienz kam gegen 14 Uhr ein 15-jähriger Österreicher mit seinem Fahrrad zu Sturz.
Der Jugendliche erlitt dabei schwere Verletzungen. Nach der Erstversorgung durch den Ambulanzdienst der Bergrettung wurde er in die Unfallambulanz des Bezirkskrankenhauses Lienz eingeliefert.
- Ein 15-jähriger Downhillfahrer zog sich bei einer Veranstaltung in Lienz schwere Verletzungen zu. (Symbolbild)
- Foto: pixabay / schmackofatz98
- hochgeladen von Pascal Pali
Bergsteiger stürzt am Stüdlgrat ab
GLOR-BERG. Ein weiterer schwerer Alpinunfall ereignete sich am Stüdlgrat am Großglockner. Ein 29-jähriger Tscheche war gemeinsam mit seiner Ehefrau als Seilschaft unterwegs.
Nach bisherigen Erkenntnissen riss auf rund 3.700 Metern Seehöhe seine Selbstsicherungsschlinge, wodurch der Mann etwa zehn Meter über steiles Felsgelände abstürzte. Er kam auf einem kleinen Felsvorsprung zum Liegen und wurde zunächst von einem befreundeten Bergsteiger erstversorgt.
Wegen starker Windböen und Nebels konnte der Notarzthubschrauber zunächst nicht eingreifen. Schließlich gelang dem Polizeihubschrauber aus Salzburg die Taubergung. Der Schwerverletzte wurde zum Lucknerhaus geflogen und anschließend in das Tauernklinikum Zell am See gebracht. Seine Ehefrau blieb unverletzt und wurde von Mitgliedern der Bergrettung sicher ins Tal begleitet.
- Mehrere Notarzthubschrauber standen am Samstag bei Alpinunfällen in Osttirol im Einsatz. (Symbolbild)
- Foto: pixabay (Symbolbild)
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