Exklusive Einblicke
Rundgang zeigt, wie der neue Pavillon am Hanusch-Krankenhaus entsteht
- Bei einer exklusiven Führung durften interessierte Besucherinnen und Besucher den neuen Pavillon 6 im Hanusch-Krankenhaus erkunden. Reinhard Kienzl (PORR Bau GmbH) klärte unter anderem über die technischen Feinheiten der Einrichtung auf.
- Foto: Matthias Pandrea/Mein Bezirk
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Am Hanusch-Krankenhaus sind die Bauarbeiten für den neuen Pavillon 6 auf Hochtouren. Kürzlich durften einige interessierte Besucherinnen und Besucher einen Blick hinter die Kulissen und auf die neuen Räumlichkeiten werfen. Dabei wurde nicht nur über den geplanten Patientenbetrieb aufgeklärt – Die Führung zeigte auch, welche technischen Besonderheiten hinter dem Projekt stecken.
WIEN/PENZING. Wo künftig Patientinnen und Patienten behandelt, operiert und gepflegt werden sollen, wird derzeit noch fleißig gebaut, montiert und eingerichtet. Während im Hanusch-Krankenhaus der medizinische Alltag weiterläuft, nimmt der neue Pavillon 6 zunehmend Gestalt an. Wie viel Arbeit und Technik hinter der Planung und Umsetzung einer modernen Medizinischen Einrichtung stecken, konnten kürzlich, einige interessierte Besucherinnen und Besucher selbst erleben.
Im Rahmen eines Gewinnspiels der "PORR Bau GmbH" – die das Projekt im Auftrag der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) umsetzt – hatten sie die Möglichkeit erhalten, an einer exklusiven Baustellenführung teilzunehmen. Gemeinsam mit den Projektverantwortlichen des Bauunternehmens und der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) erkundeten sie den Neubau und erhielten Einblicke in Bereiche, die später für Patienten kaum mehr sichtbar sein werden.
Neues Zentrum für Augen- und HNO-Heilkunde
Auf rund 10.500 Quadratmetern Bruttogeschoßfläche entsteht auf dem Areal des ehemaligen Pavillons 6 und der früheren OP-Containeranlage ein modernes Gesundheitsgebäude. Künftig sollen hier 66 Betten, neue Ambulanzen, eine Tagesklinik sowie ein Operationszentrum untergebracht werden.
„Die Grundidee des Gebäudes ist es, ein Zentrum zu erschaffen, das sich hauptsächlich mit dem Kopf des Patienten beschäftigt“, erklärt Peter Seyerlehner, Projektleiter seitens der PORR Bau GmbH. Im Mittelpunkt der Gesundheitseinrichtung stehen die Augenheilkunde und die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO). Dazu kommen eine chirurgische Bettenstation sowie ein interdisziplinärer OP-Bereich im dritten Obergeschoß. Eine zweispurige Verbindungsbrücke soll diesen künftig direkt mit dem bestehenden Zentral-OP verbinden.
Mehr Kapazität, weniger Wartezeit
Für die ÖGK ist das Projekt ein wichtiger Schritt in der umfassenden Modernisierung des Krankenhausstandorts. Paul Radivo, Projektleiter seitens der ÖGK erklärt, dass durch laufende Renovierungsarbeiten im Bestand zunehmend Bettenkapazitäten verloren gingen.
- Vom künftigen OP-Bereich bis zu den technischen Anlagen. Bei der Führung ging es kreuz und quer durch den neuen Pavillon 6.
- Foto: Matthias Pandrea/Mein Bezirk
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Der Neubau soll diese Verluste ausgleichen und gleichzeitig zusätzliche Operationsmöglichkeiten schaffen. Auch die Abläufe in den Ambulanzen sollen effizienter werden, wodurch die ÖGK kürzere Wartezeiten für Patienten erwartet. Besonders die künftige Augenstation sieht Radivo als Vorzeigeprojekt des neuen Pavillons.
Technik hinter den Kulissen beeindruckt
Dass ein Krankenhaus weit mehr als Behandlungsräume und Betten benötigt, wurde auch während der Führung deutlich. Besonders die umfangreichen technischen Anlagen weckten das Interesse der Besucherinnen und Besucher.
- Hoch hinaus ging es bei der Führung. Auch vom Dach des neuen Pavillons 6 konnten sich die Besucherinnen und Besucher ein Bild vom Baufortschritt machen.
- Foto: Matthias Pandrea/Mein Bezirk
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Auch die Energieversorgung des Neubaus ist umfangreich geplant. Eine geothermische Anlage mit insgesamt 6.300 Laufmetern an Tiefensonden, Fußbodenheizung und eine Photovoltaikanlage am Dach sollen künftig die energieeffiziente Versorgung des Gebäudes gewährleisten.
Patientenbetrieb soll 2027 starten
Architektonisch nimmt der Neubau Bezug auf den historischen Bestand des Hanusch-Krankenhauses. Eine begrünte Fassade zur Staargasse soll das moderne Gebäude zudem in das umliegende Wohngebiet einfügen.
Bis dahin ist allerdings noch einiges zu tun. Die bauliche Fertigstellung ist laut Seyerlehner bis Ende 2026 vorgesehen. Im ersten Quartal 2027 sollen die weitere Möblierung und die Inbetriebnahme der Medizintechnik folgen. Ende April ist die Übergabe an das Krankenhaus geplant. Der reguläre Patientenbetrieb soll anschließend vorbereitet werden.
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