Fragestunde
Bürgerin fürchtet bei Aushub das Abrutschen der Böschung und kalte Heizung
- Fünf Meter unterhalb der aufgeschütteten Böschung der Familie Riegler kann ein Wohnblock errichtet werden.
- Foto: Zinterhof
- hochgeladen von Robert Zinterhof
MÜNZBACH. Die Bürgerfragestunde am Montag dieser Woche interessierte nicht einmal die Hälfte der Gemeinderäte. Sie fehlten. Herta Riegler, Grundnachbarin des in Planung befindlichen Wohnbauprojekts am Sonnenhang, brachte ihre Sorgen zum Ausdruck. Vier Wohnblöcke mit drei Stockwerken und bis zu 60 Wohnungen sind vorgesehen. Block 3 kann fünf Meter unterhalb der aufgeschütteten Böschung der Familie Riegler errichtet werden. Die Tiefgarage soll sich auch in unmittelbarer Nähe der Riegler-Böschung befinden. Herta Riegler hat größte Angst, dass bei den Aushubarbeiten der aufgeschüttete Hang, in dem sich Erdkollektoren befinden, ins Rutschen kommt und die Heizung kalt bleibt. „Laut Plan, der mir gezeigt wurde, ist es möglich, Wohnblock und Tiefgarage zu verschieben. Die Streitfrage, wer die Kosten für die Sicherung der Böschung übernehmen wird, stellt sich damit nicht mehr“, meinte Riegler.
Bürgermeister antwortete
Bei der Beantwortung dieser Anfrage erklärte Bürgermeister Michael Lettner, dass es noch keinen Bebauungsplan gibt. Dieser ist eingeleitet. Erst beim Bauverfahren könne festgestellt werden, ob Maßnahmen bezüglich der Böschung notwendig werden. Ein weiters Thema war, ob gleich 60 Wohnungen gebaut werden. Lettner betonte, dass es eine Vereinbarung gibt, nicht für 60 Wohnungen einzureichen. Es wird vorerst eine Bebauung für zwei Wohnblöcke mit 30 Wohnungen geben.
"Gemeinderäte sollen dabei sein"
Als Bürgermeister Michael Lettner bei seinem Bericht aus dem Bauausschuss auch den Punkt „Sonnenhang“ erwähnte, ohne auf den Inhalt einzugehen, gab es dazu eine scharfe Kritik von SP Gemeinderat Richard Hofer. Dieser meinte: „Für mich ist das eine Verhöhnung der Gemeindebürger und ein Kniefall vor den Bauträgern.“ Richard Hofer meinte auch, dass bei Bürgerfragestunden alle Gemeinderäte dabei sein sollen. Er ersuchte auch, künftig die Bürgerfragestunde bei der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am Aushang bekannt zu geben.
Dem Gemeinderat wurde bei dieser Sitzung auch die Aufsichtsbeschwerde - geplantes Wohnbauprojekt Sonnenhang - zur Kenntnis gebracht.
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