Bsuch: Wassergenossenschaft wehrt sich

SAALFELDEN. Herr Barsa schreibt in einem Leserbrief, die Wassergenossenschaft Bsuch-Breitenbergham hätte ein Angebot der Stadtgemeinde zur Wasserversorgung in Saalfelden – Bsuch nicht angenommen, bzw. habe es jetzt schon Versorgungsprobleme gegeben.
Bereits im Jahr 2008 wurde die Stadtgemeinde Saalfelden von der Wassergenossenschaft schriftlich informiert, dass laut Bescheid der Wasserrechtsbehörde wegen begrenzter Wasserreserven eine Siedlungserweiterung im Versorgungsgebiet nicht mehr möglich ist. Mit Schreiben vom 26.03.2013 hat die Wassergenossenschaft der Stadtgemeinde mitgeteilt, dass es einen Versorgungsstopp für Umwidmungsflächen gibt.

Dazu hat die Stadtgemeinde der Wassergenossenschaft mit Schreiben vom 04.04.2013 mitgeteilt, dass im Versorgungsgebiet der Wassergenossenschaft, also in Bsuch, keine Baulandausweisungen beabsichtigt sind. Dies in der Zeit als Herr Barsa SPÖ Gemeindevertreter war. Dass es für die angeschlossenen Wasserbezieher jetzt schon Versorgungsprobleme gäbe, ist reine Verunsicherung durch Herrn Barsa und wird entschieden zurückgewiesen. Wir, als Wassergenossenschaft, sehen unsere Aufgabe darin, die Wasserversorgung im bestehenden Versorgungsgebiet zu sichern. Auf Grund unserer langjährigen täglichen Aufzeichnungen wissen wir wie viel Wasser unsere Quellen, besonders in trockenen Zeiten „spenden“ und wie hoch der tägliche Wasserbedarf im Versorgungsgebiet ist. Daher wäre es von uns verantwortungslos, das Versorgungsgebiet zu erweitern.

Nachdem ein Investor das fast 3 Hektar große Grünlandgrundstück gekauft hat, wurde von der Stadtgemeinde mit der Salzburg AG über eine Wasserversorgung für den Investor verhandelt. Alle diesbezüglichen Verhandlungen haben ergeben, dass die Wasserversorgungserschließung des Grundstückes enorme Kosten verursacht, die sich für die Salzburg AG durch Wasserverkauf und Anschlußgebühren bei geschätzten 80 bis 100 Wohneinheiten nicht amortisieren. Auch ein eigener Tiefbrunnen am aufzuschließenden Grundstück wurde in Erwägung gezogen und verworfen.

Zum Schluß wird dann der Wassergenossenschaft ein Angebot vorgelegt und erwartet, dass die persönlich haftenden, ehrenamtlich tätigen Genossenschaftsmitglieder auf Jahre eine Zahlungsverpflichtung eingehen um dem Grundstücksinvestor billiges Grünland in teures Bauland umwidmen zu können. Wenn die Stadtgemeinde Grünland in Bauland umwidmet um ein neues Siedlungsgebiet zu errichten, hat sie auch für die Infrastruktur zu sorgen, und dazu gehört nun einmal auch die Wasserversorgung.

Ernst Haslinger
Obmann der Wassergenossenschaft
Bsuch-Breitenbergham

Lesen Sie dazu auch den Leserbrief von Ernestus Barsa: Kritik an den Gegnern

Hier zum Bericht zur geplanten Baulandumwidmung: Komödie, Drama oder Krimi?

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