Pinzgau
Neues Buch erzählt die Geschichte der Pinzgauer Lokalbahn
- Florian Knapp und DI. Imre Karácsonyi mit alten Bildern, welche unter anderem im Buch vorkommen.
- Foto: MeinBezirk
- hochgeladen von Magdalena Pfeffer
Vor kurzem ist das Buch „Die Pinzgauer Lokalbahn“ von DI Imre Karácsonyi erschienen. Auf 332 Seiten erzählt es die bewegte Geschichte der Bahn und bietet sowohl Einblicke in technische Details als auch in ihre gesellschaftliche Bedeutung für die Region.
PINZGAU. Am 2. Jänner 1898 wurde die Pinzgauer Lokalbahn eröffnet. Seitdem hat sie zahlreiche Herausforderungen gemeistert und trotz allen Platz in der Region bewahrt. Die Geschichte fasst DI. Imre Karácsonyi nun in seinem neuen Buch „Die Pinzgauer Lokalbahn“ zusammen. Der gebürtige Mittersiller war selbst über zwölf Jahre als Schaffner tätig und arbeitete seit Ende 2023 an dem Werk, das nun auf 332 Seiten die Historie der Bahn lebendig nachzeichnet. Das Buch beleuchtet nicht nur technische und betriebliche Aspekte, sondern auch die gesellschaftliche Bedeutung der Lokalbahn.
Ergänzt wird das Buch von über 550 schwarz/weiß und Farbabbildungen, einige von diesen waren bisher unveröffentlicht. Das Bildmaterial stammt von heimischen und internationalen Sammlern, darunter Mag. Alfred Luft (VEF) und August Zopf (Club 760). Über 250 von Karácsonyi selbst angefertigte Zeichnungen geben zudem detaillierte Einblicke in Triebfahrzeugreihen, Wagengattungen, Zugzusammenstellungen und Bahnhofspläne. Das Buch ist über den Club 399 - Freunde der Pinzgauer Lokalbahn aufgelegt.
- Das Buch "Die Pinzgauer Lokalbahn".
- Foto: Knapp
- hochgeladen von Magdalena Pfeffer
Motivation hinter dem Werk
"Ich wollte unbedingt dieses Buch schreiben, um die Geschichte der Pinzgauer Lokalbahn zu bewahren. Noch gibt es den Zugang zu den Fotos von Sammlern, die Ihr Archiv über Jahrzehnte aufgebaut haben. Es kann aber sein, dass dies in Zukunft schwieriger wird. In der Vergangenheit sind einige teils wertvolle Sammlungen verschwunden“, so Karácsonyi über die Intention des Buches und betonte:
„Es gibt bereits zwei Bücher, welche 1976 und 1998 erschienen sind. Seitdem gab es kein weiteres Werk, das sich intensiver mit der Geschichte der Bahn befasste.“ Für die Recherche nutzte er unter anderem damalige Zeitungsberichte, einige davon sogar von 1894, wo erste Überlegungen erwähnt wurden, dass man eine Bahn bauen sollte. "Ich habe mir hunderte von Zeitungsartikeln durchgelesen, die einen wunderbaren Eindruck in das Betriebsgeschehen geliefert haben. Man kommt immer wieder zu Informationen, wie dass die Leute sich beschweren, dass die Wagons nicht geheizt sind oder Geschichten, dass jemand die Sitze beschädigte, aber auch, dass man das Tischlerhäusl von einer Brandkatastrophe gerettet hat. Das sind Dinge, die bisher nicht in einem Buch dokumentiert wurden", erzählt der Autor.
- Karácsonyi und Knapp auf der Suche nach alten Bildern im Archiv.
- Foto: Knapp
- hochgeladen von Magdalena Pfeffer
Ein Buch für alle
Ein großes Anliegen war es ihm, das Werk abwechslungsreich und gut lesbar zu gestalten. „Die Bücher aus der früheren Zeit sind hauptsächlich für Eisenbahn-Fans gemacht worden. Das Buch von Imre hingegen ist für die breite Masse. Die Leute interessiert es nicht, wie lange ein Fahrzeug unterwegs war, sondern die Geschichten hinter der Bahn“, erklärt Unterstützer Florian Knapp.
So führt das Buch durch die Entstehungsgeschichte der Bahn, beschreibt die Entwicklung der Bahnhöfe und Fahrzeuge und widmet sich anschließend der chronologischen Geschichte seit ihrer Eröffnung. Das Buch ist im Bahnhof Mittersill, in allen Nostalgiezügen der Pinzgauer Lokalbahn mit Barbetrieb sowie bei Ellmauer in Zell am See und bei Skribo–Ellmauer in Mittersill erhältlich.
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