Öko-Wahn kennt keine Grenzen
Schipiste auf der Resterhöhe im Oktober!?

Eigentlich wollte ich dazu nichts schreiben und sagen. Jede Erwähnung führt nämlich unweigerlich zu jenem Effekt, den sich die Kitzbühler Bergbahnen wünschen. Man spricht darüber! Das ist Werbung!

Einige Darstellungen und Aussagen bewegen mich aber doch, dieses Thema zu bearbeiten.
Mit Fehl- und Falschinformationen wird versucht, diese ökologische (aber auch wirtschaftliche) Wahnsinnstat zu rechtfertigen.

Die Aussage, dass im Vorjahr 100.000 Schifahrer das Angebot nutzten, kann einfach nicht stimmen! Geht man davon aus, dass der vorwinterliche Betrieb 2 Monate = 60 Tage lief, dann wären diese jeden Tag mehr als 1600 Schifahrer. Auf diesem schmalen, nur etwa 800m langen Streifen einfach unrealistisch. Geht man noch davon aus, dass Wochenenden eine stärker „Auslastung“ bringen als normale Wochentage, dann würden sich wohl die Schifahrer nur mehr gegenseitig auf die Schier treten. Ein normales schifahren wäre wohl unmöglich!
Es drängt sich daher der Verdacht auf, dass bewusst falsch informiert wird. Schon 100.000 Liftfahrten wären eine beachtliche Zahl! Nur dafür kann der Aufwand wohl nicht gerechtfertigt werden.
In normalen Wintern werden abermillionen Schifahrer mit noch mehr Fahrten befördert. Da sind die 100.000 (egal ob Personen oder Fahrten) ein lächerlich geringer Beitrag (Promill-Bereich).

Der „Restschnee“, welcher unter Planen gelagert wurde, verursachte auf der Lagerfläche irreparable Schäden an der Natur. Auf 1800m ist die Natur noch empfindlicher als im Tal und auf dieser Fläche wird wohl lange nichts mehr wachsen.
Auch das Auftragen dieses Schnees auf nicht gefrorenen Boden, schädigt die Natur weiter. Der Bewuchs ist noch nicht auf Winter eingestellt! Der Prozess der Vorbereitung auf den Winter läuft noch. Nicht nur Pflanzen, auch viele Insekten (Larven, Raupen, etc) gehen erst jetzt dazu über, die Überwinterung einzuleiten. Mit dieser verfestigten Schneedecke wird darunter viel an normaler, natürlicher Entwicklung zerstört.

Und die Aussage, dass es sich ja nicht um Maschinenschnee, sondern um Restschnee des Vorjahres handelt, ist auch differenziert zu sehen. Würde man dieses Schneedepot für einen normalen Winterstart verwenden, könnte man sich sehr viele Kilowattstunden zur Beschneiung zu Winterbeginn einsparen. So gesehen ist es also doch Kunstschnee (den man einfach später produzieren muss!)

Natur- und Umweltschutz ist diesen geldgierigen Unternehmungen völlig egal. Für einen Marketing-Gag wird alles in Kauf genommen. Natur- und Umweltschutz? Davon wissen aber auch die Behörden offensichtlich nur vom Hörensagen, sonst müssten sie eigentlich sofort einschreiten und solche Blödheiten unterbinden.

Und dann kommt auch noch der Klimaschutz dazu!
Jetzt rasseln also bereits ab Oktober diese Turbo-Diesel-Ratracs durch die Landschaft und blasen die Schadtstoffe hinaus. Und das nur, um mediale Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Bad News are good News! Jede Schlagzeile ist positiv, noch dazu, wenn man sie mit irreführenden Angaben unterschreibt.

Aber halt!
Offensichtlich hat man im Hinterkopf schon noch das Bewusstsein, etwas Umweltunverträgliches zu machen. Sonst bräuchte man ja nicht über eine so genannte ökologische Ausgleichsmaßnahme berichten. Diese paar tausend Euro, die man dafür einsetzen wird. Lächerlich! Eine Werbecampagne hätte wesentlich mehr gekostet.
So haben die Medien über diesen „Wahnsinn“ berichtet und gleichzeitig Werbung gemacht!

Lesen Sie dazu auch die Stellungnahme der Kitzbühler Bergbahnen

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