"Vielleicht werden jetzt auch mehr Männer motiviert"

Veronika Hintermair, Maria Buchmayr und Maria Wageneder.
  • Veronika Hintermair, Maria Buchmayr und Maria Wageneder.
  • hochgeladen von Katrin Stockhammer

BEZIRK (kat). Seit etwa einem halben Jahr ist sie die Landessprecherin der Grünen Oberösterreich. Vergangene Woche machte die Landtagsabgeordnete Maria Buchmayr im Rahmen ihrer Bezirkstour jetzt auch in Ried Station. "Ich will wissen, was die Menschen bewegt. Diese Themen sollen schließlich die Grundlage für politische Arbeit sein", so Buchmayr. Neben der Arbeiterkammer- und der EU-Wahl steht für die Landtagsabgeordnete die Arbeitsmarkt-Politik im Vordergrund, vor allem in Hinblick auf die Jugend. "Unsere neue Kampagne soll zeigen, wie wichtig die richtige Berufswahl ist. Zudem wollen wir Jobs der Zukunft aufzeigen, sei es im Pflege- und Gesundheitsbereich, in der Bildung oder seien es die "Green Jobs", sagt Buchmayr.

Höheres Einstiegsgehalt

Mit auf Tour war auch die Bezirkssprecherin der Grünen in Ried und Schärding, Landtagsabgeordnete Maria Wageneder. Sie freut sich vor allem über die Verbesserungen in einer ihrer Herzensangelegenheiten: das neue Kinderbetreuungseinrichtungs-Dienstgesetz 2014. Dieses sieht höhere Einstiegsgehälter (mehr als 2000 Euro) für Pädagogen, eine Vorbereitungszeit für Pädagogen in den Krabbelstuben sowie einheitliche Urlaubsregelungen (zu den fünf Wochen Regelurlaub kommen zehn Werktage Urlaub dazu) vor. "Das alles zeigt die hohe Wertschätzung für Pädagogen aller Kindergärten, Krabbelstuben und Horte. Vielleicht macht das höhere Einstiegsgehalt den Beruf nun auch für Männer attraktiver", hofft Wageneder.

Zersiedelung stoppen
Für Wageneder ist auch die Ortskernstärkung ein wichtiges Thema. Oberösterreich sei ein sehr zersiedeltes Land. Und diese Zersiedelung würde hohe Infrastrukturkosten sowie den Zwang zum Zweit- oder Dritt-Auto bedeuten. "Wir wollen eine Raumordnung der kurzen Wege. Die Infrastruktur soll zu Fuß, mit dem Rad oder zumindest mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Weiters fordern wir, dass das Land die Gemeinden bei der Umsetzung einer Raumordnung der kurzen Wege unterstützt", setzt sich Wageneder gegen den Zersiedelungstrends ein.

Mobil im Innviertel

Der Zwang zum Auto sowie das nicht zufriedenstellende Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln in Ried und Schärding war auch Thema von Veronika Hintermair. "Das spärlich vorhandene Bussystem ist vorwiegend auf die Beförderung von Schülern abgestimmt. Die meisten Familien sind auf ein Zweitauto angewiesen", so Hintermair. Zudem fehle für Lehrlinge und junge Arbeitnehmer die Infrastruktur: "Die ersten Kredite junger Menschen werden sehr häufig zur Finanzierung eines Autos aufgenommen. Das schmerzt", so die Grün-Politikerin. Sie fordert unter anderem die bessere Koordination der Taktfahrpläne von Bus und Bahn, benutzerfreundliche Haltestellen, barrierefreie Beförderungsmittel sowie sichere Gehwege für Fußgänger. "Wenn es Verbesserungen bei den Öffis gibt, nehmen die Innviertler diese an und steigen um. Da bin ich mir sicher", so Hintermair.

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