Landeshauptmann Stelzer zu Gast in Dresden
"Starke Regionen müssen geeint auftreten"

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Landeshauptmann Thomas Stelzer beim Treffen in der sächsischen Staatskanzlei in Dresden. | Foto: Land OÖ/Max Mayrhofer
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  • Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Landeshauptmann Thomas Stelzer beim Treffen in der sächsischen Staatskanzlei in Dresden.
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"Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, sind Schulterschlüsse und Innovation gefragt", so die politischen Spitzen Sachsens und Oberösterreichs anlässlich eines bilateralen Treffens in Dresden. Im Fokus standen dabei die Themen Künstliche Intelligenz und Industrie.

DRESDEN, OÖ. Auf Einladung des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) besuchte eine Delegation aus Oberösterreich unter Führung von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) die sächsische Landeshauptstadt Dresden. Thema war die aktuelle wirtschaftliche Situation in Europa und wie beide Regionen von einer tieferen Zusammenarbeit profitieren können. "Österreich ist und wird immer ein wichtiger Partner für Deutschland sein. Gerade Oberösterreich ist mit seiner vielfältigen Industriebranche ein interessanter Akteur in der europäischen Wirtschaft. Aus diesem Grund befinden sich Thomas Stelzer und ich seit Monaten im Austausch, wie wir unsere Stärken bündeln können", erklärt Kretschmer im Rahmen einer Pressekonferenz. Stelzer gab die lobenden Worte zurück: "Sachsen ist ein wichtiger Innovationsstandort, nicht nur in Deutschland. Die Mikrochip- und Halbleiterindustrie in dieser Region gehört zu den Top-Standorten in Europa. Und genau deswegen halte ich es für eine gute Idee, eine enge Zusammenarbeit zu forcieren." Dazu gehöre auch, sich in der Europäischen Union gemeinsam zu positionieren.

Ringen um regionale Förderungen

Ein geteilter Standpunkt betrifft den aktuell diskutierten Finanzrahmenplan der EU. Laut Kretschmer soll es dabei um eine Änderung der Förderpolitik gehen. Statt regionaler Fördermodelle möchte die Europäische Union demnach vermehrt auf direkte Abmachungen mit den Mitgliedsstaaten setzen – Regionen wie die Bundesländer könnten somit weniger selbst entscheiden, wohin EU-Gelder fließen. Der sächsische Ministerpräsident drängt in dieser Thematik auf ein Umdenken – und weiß dabei auch Oberösterreich an seiner Seite. "So wichtig die Europäische Union für unsere Wirtschaft ist, so wichtig ist es auch, Veränderungen zu diskutieren. Deshalb schließen sich Oberösterreich und weitere Bundesländer dem Vorschlag von Michael Kretschmer an, regionale Förderstrukturen beizubehalten", bekräftigt Stelzer. Generell müsse man die Europäische Union "von innen heraus antreiben", erklärt Kretschmer: "Große Innovationsstandorte wie Deutschland, Österreich, die Niederlande und Co. sind gefragt, die Forschung und Entwicklung voranzutreiben. Insbesondere bei Themen wie Künstlicher Intelligenz. Wir Europäer dürfen als Gemeinschaft ruhig selbstbewusster auftreten."

Im Rahmen der Reise der OÖ-Delegation stand auch eine sogenannte "Standortpräsentation" auf dem Programm. Mehr dazu lesen Sie hier:

"Oberösterreich muss KI & Industrie verbinden – und zwar jetzt"
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