Hitzesommer
Bürgerliste sieht Fiaker als "überholte Touristenattraktion"

Sobald 30 Grad erreicht sind, müssen die Fiakerpferde grundsätzlich hitzefrei bekommen, so die Forderung der Bürgerliste.
  • Sobald 30 Grad erreicht sind, müssen die Fiakerpferde grundsätzlich hitzefrei bekommen, so die Forderung der Bürgerliste.
  • Foto: Bürgerliste
  • hochgeladen von Lisa Gold

Angesichts der zunehmenden Hitzesommer in Salzburg sieht die Bürgerliste die Fiaker als eine "überholte Touristenattraktion". 

SALZBURG. Die Stadt müsse sich die Frage stellen, ob Fiaker im Sinne des Tierschutzes noch tragbar sind, oder ob es nicht eher an der Zeit ist, von einer überholten Touristenattraktion Abstand zu nehmen. Mittel- und langfristig sei den Fiaker-Pferden die Hitze-Tortur nicht mehr zuzumuten. Aber auch kurzfristig müssen laut Bürgerliste dringend Maßnahmen zum Schutz der Tiere getroffen werden: Hitzefrei ab 30 Grad – und zwar gemessen am Residenzplatz, dort wo die Fiaker tatsächlich stehen.

Bürgerliste fordert Ende der Fiaker-Kutschen

„Wenn die Sonne bei 30 Grad und mehr auf den Residenzplatz herunterknallt, dann würde kein Mensch freiwillig länger dort herumstehen. Die Fiaker-Pferde haben diese Wahl nicht, sie müssen in der prallen Hitze leiden, damit Touristen mit der Kutsche durch Salzburg fahren können“, erklärt Gemeinderat Bernhard Carl. „Die Sommer in unserer werden Jahr für Jahr heißer. Im Sinne des Tierschutzes dürfen wir nicht länger zusehen. Die Bürgerliste spricht sich deshalb dafür aus, dass diese überkommene Touristenattraktion mittelfristig ein Ende findet. Statt in der Kutsche zu fahren gibt es andere Wege, unsere schöne Stadt zu besichtigen“, so Carl.

Hitzefrei ab 30 Grad

Ein Aus für die Fiaker-Pferde in Salzburg werde nicht von heute auf morgen passieren. Bis es soweit ist, fordert Carl den bestmöglichen Schutz für die Tiere: „Sobald 30 Grad erreicht sind, müssen die Fiakerpferde grundsätzlich hitzefrei bekommen. Alles andere ist den Tieren einfach nicht zumutbar. Diese Temperatur muss selbstverständlich am Residenzplatz gemessen werden und nicht auf der grünen Wiese bei der Messstelle Freisaal. Die Bürgerliste hat diese Forderung schon mehrfach gestellt – im Sinne der Tiere wird es nun endlich Zeit, dass sie auch umgesetzt wird“, erklärt Gemeinderat Bernhard Carl. Er wird einen entsprechenden Antrag einbringen.

Warum die Stiege beim Festspielhaus saniert werden muss, lesen Sie hier

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