Holz macht Schule
Stadt setzt bei Schulen und Kindergärten auf Baustoff Holz

Ausblick auf Lehen von der Panoramabar: Vizebürgermeister Bernhard Auinger, Stadträtin Martina Berthold und Rudolf Rosenstatter, Obmann proHolz Salzburg.
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  • Ausblick auf Lehen von der Panoramabar: Vizebürgermeister Bernhard Auinger, Stadträtin Martina Berthold und Rudolf Rosenstatter, Obmann proHolz Salzburg.
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Die Stadt befindet sich auf dem Holzweg - und das im durchaus positiven Sinne. Unter dem Schlagwort "Holz macht Schule" wollen Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) und Stadträtin Martina Berthold (Bürgerliste) bei künftigen Neubauten und Sanierungen auf den nachwachsenden Baustoff setzen. 

SALZBURG. Rund 200 Millionen Euro investiert die Stadt Salzburg in den kommenden 13 Jahren in die Modernisierung der städtischen Schulen und Kindergärten. Der Baustoff Holz soll dabei eine maßgebliche Rolle spielen.
Ein erstes ökologisches Leuchtturmprojekt wird die Sanierung der Volksschulen 1 und 2 in Lehen. Diese soll "unbedingt in Holzbauweise erfolgen. Gerade in Salzburgs am dichtest besiedelten Stadtteil können wir somit ein nachhaltiges Vorzeigeprojekt initiieren. Es ist nachgewiesen, dass Holz die Konzentrationsfähigkeit der Schüler steigert und das Stress- und Konfliktpotential senkt", betont Auinger. Er spricht von einem "Paradigmenwechsel, den man endlich einläuten muss." 

Schul-Sanierungen in Holzbauweise

Die grüne Baustadträtin Martina Berthold spricht sich ebenso dafür aus, "mit voller Überzeugung den Holzweg einzuschlagen. Holz ist ein regional nachwachsender und CO2-neutraler Baustoff. Zudem verkürzen sich die Bauzeiten zwischen 30 und 45 Prozent, das spart Geld und die Kinder müssen kürzer in andere Quartiere oder Container-Schulen ausweichen", sagt Berthold. 

Neben den Volksschulen in Lehen stehen in den nächsten zwei bis drei Jahren die Sanierung der Pestalozzi-Schule in der Elisabethvorstadt, der Volksschulen Leopoldskron und Nonntal sowie der Neuen Mittelschule Schlossstraße an. Dies soll freilich unter der Prämisse, einen möglichst großen Beitrag zum aktiven Klimaschutz zu leisten, passieren. Also mit Holz, Dachbegrünungen und grünen Fassaden. Eines der großen Vorbilder von Auinger und Berthold seien hier die "Holzschule" in Hallwang, die im Jahr 2017 gebaut wurde und das Bildungszentrum in Großarl. 

Im Wohnbau auf Holz setzen

Dass Holz künftig als Baustoff immer stärker eingesetzt werde, beschränke sich aber nicht nur auf Schulen und Kindergärten. Auch in anderen öffentlichen Projekten, wie etwa im Sportzentrum Nord in Lieferung, soll der Fokus klar auf Holz gerichtet werden. "Gerade im Wohnbau ist noch viel Potential, das ist auch eine Botschaft an die Gemeinnützigen Wohnbauträger", ergänzt Auinger. Sowohl Auinger als auch Berthold orten über alle Parteien hinweg eine Bereitschaft, künftig stärker auf den Holzbau zu setzen. 

Eine "Brandrede" für den Rohstoff Holz

Eine wahre Lanze für den Baustoff Holz bricht auch Rudolf Rosenstatter, Obmann von proHolz Salzburg. "Holz zu verwenden bedeutet, das Klima zu schützen. Es gibt keinen Baustoff, der so viele ökonomische und ökologische Vorteile vereint wie Holz. Die geringfügig höheren Errichtungskosten stehen einer maßgeblich kürzeren Bauzeit gegenüber. Der hohe Vorfertigungsgrad sorgt dabei für Planungs- und damit Kostensicherheit. Die Vorbehalte von früher, dass Holz schneller verfault oder eine höhere Brandgefahr bestehe, gehören der Vergangenheit an. Holz ist ein menschenfreundlicher Rohstoff, ein nachwachsender Rohstoff", betont Rosenstatter. Gerade die Stadt brauche Holzbauten und öffentliche Gebäude müssten als Vorbilder agieren.

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Lisa Gold aus Salzburg-Stadt

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