Buch-Tipp
Das Paradox der Gegenwart: Stille - Ein Weckruf zur digitalen Selbstfürsorge

Autor Thomas Herdin mit seinem neu erschienenen Buch "Stille - Ein Weckruf zur digitalen Selbstfürsorge".
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  • Autor Thomas Herdin mit seinem neu erschienenen Buch "Stille - Ein Weckruf zur digitalen Selbstfürsorge".
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Wir kommunizieren heute mehr denn je: Wir sind ständig erreichbar, vernetzt, informiert und in Kontakt. Gleichzeitig fühlen sich viele Menschen gereizter, erschöpfter und trotz permanenter Verbindung zunehmend isoliert. Diesem Widerspruch widmet sich der Salzburger Kommunikationswissenschaftler und Autor Thomas Herdin in seinem neuen Buch. Seine zentrale These: Nicht mangelnde Kommunikation belastet unsere Gesellschaft, sondern der Verlust von Stille. Herdin ist assoziierter Professor am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg sowie psychosozialer Berater. Prägend für seinen Zugang waren auch sieben Jahre, die er in Südostasien lebte und arbeitete. Dort setzte er sich intensiv mit buddhistisch geprägten Achtsamkeits- und Schweigetraditionen auseinander – Erfahrungen, die heute seine Verbindung westlicher Wissenschaft mit fernöstlichen Denk- und Lebensweisen maßgeblich beeinflussen.

Stille bedeutet mehr als Ruhe

Stille bedeutet nicht Schweigen, Rückzug oder Weltabkehr. Herdin meint damit, die Fähigkeit, in einer 24/7 abrufbereiten Gesellschaft innezuhalten und wahrzunehmen, bevor wir bewerten, zuzuhören, bevor wir antworten, und uns selbst zu regulieren, bevor wir impulsiv reagieren. Das Buch betrachtet Stille nicht als Gegensatz zur Kommunikation. Sie ist ihre Voraussetzung. Permanentes Reagieren, Bewerten und Antworten ist zu einem Alltagsphänomen in unserer mediatisierten Gesellschaft geworden. Umso mehr laufen wir Gefahr, den inneren Abstand zu verlieren, aus dem bewusste Kommunikation entstehen kann.
Thomas Herdin erläutert dazu: "Mein neu erschienenes Buch knüpft genau hier an und verbindet Kommunikationswissenschaft, Psychologie und Neurobiologie. Es zeigt, warum Stille nicht nur eine persönliche Ressource, sondern auch eine gesellschaftliche Notwendigkeit ist. Diese Frage um Stille betrifft Aufmerksamkeit, mentale Gesundheit, digitale Erschöpfung, Beziehungen und den Umgang mit einer Welt, die kaum noch Pausen vorsieht"

Blinkende Displays und Signaltöne – immer und überall 

Die sich rasant entwickelnden Tools beschleunigen, verdichten und entgrenzen. Ständige Erreichbarkeit führt nicht automatisch zu mehr Verbundenheit und ebenso wenig zu einem besseren Verständnis oder einem erfüllterem Sozialleben in virtuellen Räumen.
Der Stress aus dem Berufsalltag setzt sich in den eigenen vier Wänden fort – diverse soziale Netzwerke fordern Aufmerksamkeit, der Sport und das perfekt zubereitete Essen müssen sofort gepostet werden, morgen ist es schon wieder alt. Dieses digitale Hamsterrad lässt Pausen verschwinden.

Stille als Grundlage digitaler Selbstfürsorge 

Stille wird in diesem Buch als neu zu erlernende Kulturtechnik beschrieben. Sie hilft, Aufmerksamkeit zurückzugewinnen, Antwortreflexe zu unterbrechen, das eigene Nervensystem zu regulieren und bewusster zu handeln. Damit wird sie zu einer Grundlage digitaler Selbstfürsorge und erfolgreicher Kommunikation, die nicht durch Quantität sondern Qualität und tiefer bewusster Verbundenheit besticht und so einen sozialen sowie kommunikativen Mehrwert auch abseits der digitalen Welt bietet.
"Leserinnen und Lesern möchte ich mit meinem Buch Impulse geben, wie wir in einer schnellen, hochvernetzten und reizintensiven Welt wieder klarer wahrnehmen, besser zuhören und bewusster miteinander in Beziehung treten können", führt Autor Thomas Herdin weiter aus.

Autor Thomas Herdin mit seinem neu erschienenen Buch "Stille - Ein Weckruf zur digitalen Selbstfürsorge".
Das neu erschienene Buch von Thomas Herdin "Stille - Ein Weckruf zur digitalen Selbstfürsorge".
Autor Thomas Herdin mit seinem neu erschienenen Buch "Stille - Ein Weckruf zur digitalen Selbstfürsorge".
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