Jedermann Premiere gefeiert
Philipp Hochmair begeistert, seine Nacktszene sorgt für Gesprächsstoff
- Philipp Hochmair, Premiere des „Jedermann“ 2026
- Foto: Franz Neumayr
- hochgeladen von Michael Kretz MSc
Die Premiere des „Jedermann“ zählt Jahr für Jahr zu den gesellschaftlichen Höhepunkten der Salzburger Festspiele. Auf dem Domplatz wurde gefeiert, applaudiert und diskutiert und später im Stieglkeller bis nach Mitternacht angestoßen. Im Mittelpunkt des Abends Philipp Hochmair, der den „Jedermann“ bereits zum dritten Mal verkörpert und einmal mehr das Publikum in seinen Bann zog.
SALZBURG. Wenige Minuten vor Vorstellungsbeginn zeigte sich Hochmair entspannt und bestens gelaunt. Er nahm sich Zeit für Selfies, schüttelte unzählige Hände und rief den wartenden Festspielgästen lachend zu: „Danke, Hugo von Hofmannsthal für das tolle Stück.“ Von Routine könne trotz der dritten Saison keine Rede sein.
- Philipp Hochmair, Premiere des „Jedermann“ 2026
- Foto: Franz Neumayr
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„Es fühlt sich immer an wie eine Premiere“, sagte der Schauspieler.
Auch auf den Rängen dominierte einmal mehr die Tracht. Unter den Premierengästen wurden unter anderem Caroline Sinemus, Eva Maria Baronin von Schilgen, Klaus Mathis, Bestsellerautorin Hera Lind, Ex-Ski-Star Alexandra Meissnitzer sowie Gery Keszler gesichtet. Letzterer zeigte sich allerdings etwas wehmütig, nachdem seine traditionelle Gala heuer abgesagt werden musste.
Bieranstich im Stieglkeller
Nach dem Schlussapplaus verlagerte sich das Geschehen traditionsgemäß in den Stieglkeller. Punkt Mitternacht eröffnete Philipp Hochmair mit dem Bieranstich die Premierenfeier. Unterstützung erhielt er von Buhlschaft Roxane Duran – und nach wenigen kräftigen Schlägen floss das erste Bier.
- Premiere des „Jedermann“ 2026
- Foto: Franz Neumayr
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Ganz ohne Kollateralschäden blieb der Anstich allerdings nicht: Das auffällige Kleid der Buhlschaft, entworfen von Designerin Susanne Bisovsky, bekam einige Bierspritzer ab. Gelassen nahm es Roxane Duran: „Das macht nichts, gehört hier wahrscheinlich einfach dazu.“
Lob für Ensemble und Neuzugänge
Große Freude über den gelungenen Premierenabend zeigte Intendantin Karin Bergmann. „Ich freue mich riesig, dass meine erste Premiere in Salzburg so gelungen ist. Es war eine Wiederaufnahme, und Robert Carsen hat die Inszenierung noch einmal verbessert.“
- Premiere des „Jedermann“ 2026
- Foto: Franz Neumayr
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Auch Daniela Ziegler, die heuer erstmals als Mutter auf der Festspielbühne steht, sprach von einem besonderen Moment: „Hier zu spielen, ist schon etwas ganz Besonderes. Deshalb war ich ungewöhnlich nervös und jetzt sehr erleichtert.“
Besonders herausfordernd verliefen die vergangenen Tage für Meike Droste. Sie sprang erst kurzfristig für die erkrankte Sylvie Rohrer in der Doppelrolle „Armer Nachbar“ und „Werke“ ein. „Das war schon eine ziemliche Challenge, aber jeder im Team hat mich super unterstützt“, erzählte sie nach der Premiere.
Hochmair über die Nacktszene: „Das war mir wichtig“
Für reichlich Gesprächsstoff sorgte einmal mehr die viel diskutierte Nacktszene des Jedermann. Hochmair, der im Stieglkeller in kurzer Lederhose, offenem Sakko und mit Zigarre erschien, erklärte seine Beweggründe ganz offen.
„Das war mir einfach wichtig, ich wollte das so machen“, sagte Hochmair.
Dabei verriet er auch, dass die Szene jedes Jahr ein Stück konsequenter umgesetzt werde: „Im ersten Jahr hatte ich eine schwarze Unterhose an, letztes Jahr eine weiße, heuer noch weniger. Mal schauen, was noch kommt.“
Mit großem Applaus auf dem Domplatz, ausgelassener Stimmung im Stieglkeller und einem Hauptdarsteller, der erneut für Schlagzeilen sorgt, ist der Start der Salzburger Festspiele jedenfalls gelungen. Der „Jedermann“ bleibt damit nicht nur ein Theaterereignis, sondern auch einer der gesellschaftlichen Höhepunkte des Salzburger Sommers.
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