Impfmythen
Corona Impfung: "Sind wir alle Versuchskaninchen?"

Der Impfstoff Comirnaty wurde an 44.000 Personen getestet und durch die EMA für sicher befunden. | Foto: Symbolbild: Pixabay
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  • Der Impfstoff Comirnaty wurde an 44.000 Personen getestet und durch die EMA für sicher befunden.
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In Bezug auf die neuartigen mRNA-Impfungen gegen Covid-19 begegnet man in den sozialen Netzwerken immer wieder dem gleichen Argument: Die Impfstoffe seien nicht erforscht und jeder der sich impfen lässt sei ein Versuchskaninchen. Rudolph Pointer, Ärztlicher Direktor des Tauernklinikums beruhigt: Auf der Basis der aktuellen mRNA Impfung werden seit Jahrzehnten Medikamente gegen Krebs entwickelt.

SALZBURG. Viele Personen befürchten eine bedingte Zulassung von Impfstoffen oder Arzneimittel bedeute das diese nicht ausreichend erforscht werden. Tatsächlich ist das bei der Corona-Impfung nicht mehr der Fall. Eine bedingte Zulassung bedeutet nur das zum Zeitpunkt des Antrags noch nicht ausreichend Daten zur Verfügung standen. Anhand der hohen Anzahl an geimpften Personen, die Impfstoffe von Biontech und Modena erhalten haben wurde der Impfstoff durch die EMA bereits als sicher eingestuft. 

Rudolph Pointer, ärztlicher Direktor des Tauernklinikums in Zell am See. | Foto: Johanna Janisch
  • Rudolph Pointer, ärztlicher Direktor des Tauernklinikums in Zell am See.
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"Ich würde mich nicht als Versuchskaninchen zur Verfügung stellen und bin dreifach geimpft. Auf der Basis der aktuellen mRNA Impfung werden seit Jahrzehnten Medikamente gegen Krebs entwickelt. Ich fühle mich also nicht als Versuchskaninchen, wenn ich diese Impfung in Anspruch nehme", so Rudolph Pointer, ärztlicher Direktor des Tauernklinikums in Zell am See.

Generell sei es das klassische Vorgehen bei neuen Arzneimitteln und Impfstoffen, das diese in den ersten Jahren besonders genau beobachtet werden. Extrem seltene Nebenwirkungen, die nur 1:500.000 Personen betreffen lassen sich erst ab einer Anzahl von 100.000.000 Personen feststellen. Diese Marke wurde bereits überschritten: 256 Millionen Bürger der europäischen Union haben den Impfstoff erhalten. In Österreich wurden bereits 16.548.315 Millionen Impfdosen verabreicht. 

Studie von Biontech mit insgesamt 44.000 Personen weltweit

An der Studie von Biontech/Pfizer für den Impfstoff Comirnaty nahmen 44.000 Personen teil. Die Teilnehmenden waren bis zu 91 Jahre alt. Etwa 40 Prozent waren älter als 55 Jahre. Die Personen entsprachen grundsätzlich in etwa der normalen Bevölkerung: Neben Gesunden nahmen auch Personen mit leichteren Erkrankungen oder chronischen Krankheiten teil. Darunter waren auch Menschen mit Erkrankungen wie Diabetes, bei denen das Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 erhöht ist. Es nahmen etwa gleich viele Frauen und Männer teil.

In der Zulassungsstudie wurde untersucht, wie gut die Impfung eine durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Covid-19-Erkrankung verhindern konnte. Covid-19-Erkrankung hieß: neben einem positiven PCR-Test musste mindestens ein Symptom wie beispielsweise Fieber, Husten oder Atemnot vorliegen. In der Placebogruppe ohne Impfstoff erkrankten innerhalb von sechs Monaten 403 Personen/auf 10.000 Personen gerechnet an Corona. Die Gruppe mit dem Impfstoff lieferte eine Ergebnis von 37 Personen /auf 10.000 Personen gerechnet. Das Risiko an Corona zu erkranken ist also deutlich höher als mit Impfung.

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Der Impfstoff Comirnaty wurde an 44.000 Personen getestet und durch die EMA für sicher befunden. | Foto: Symbolbild: Pixabay
Rudolph Pointer, ärztlicher Direktor des Tauernklinikums in Zell am See. | Foto: Johanna Janisch
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