Online-Studie Corona
Förderung von Optimismus in Krisenzeiten macht Sinn

Resilienzfaktoren wie Optimismus oder gesunde Selbstfürsorge sind die am stärksten wirksamsten im Hinblick auf ein positives psychisches Befinden in der Corona-Zeit, so ein Ergebnis einer Online-Studie.
  • Resilienzfaktoren wie Optimismus oder gesunde Selbstfürsorge sind die am stärksten wirksamsten im Hinblick auf ein positives psychisches Befinden in der Corona-Zeit, so ein Ergebnis einer Online-Studie.
  • Foto: Symbolbild: Pexels.com
  • hochgeladen von Daniel Schrofner

Eine groß angelegte Online-Studie des Instituts für Gesundheit und Entwicklung für Menschen und Organisationen (IGEMO) untersucht wie sich Corona auf das psychische Befinden auswirkt, welche Risikofaktoren eine positive Bewältigung erschweren und welche Resilienzfaktoren hilfreich zu einer positiven Verarbeitung beitragen. Der erste Zwischenbericht zur ersten Studienphase brachte das Ergebnis, dass eine gut ausgeprägte innere Stärke und Faktoren wie Optimismus einen signifikant positiven Einfluss auf das psychische Befinden in der Corona-Krise haben.

SALZBURG/LINZ. Resilienz und die Resilienzfaktoren haben einen signifikant positiven Einfluss auf das psychische Befinden in der Corona-Krise. Zu diesem Kernergebnis kommt der erste Zwischenbericht der groß angelegten Online-Studie des Instituts für Gesundheit und Entwicklung für Menschen und Organisationen (IGEMO). Das Interesse des Forschungsteams, zu dem Geschäftsführerin und klinische Gesundheitspsychologin Anneliese Aschauer-Pischlöger und Psychotherapeut und Coach Peter Hofer gehört, liegt auf zwei großen Forschungsfragen: "Wir wirkt sich diese globale Corona-Krise auf das seelische Befinden von Menschen aus: aktuell also kurzfristig, und spannend wird werden, wie die Folgewirkungen dieser Krise auf die seelische Gesundheit sein werden. Und zweitens können Menschen mit einer gut ausgeprägten inneren Stärke (in der Fachsprache sprechen wir von „Resilienz“) besser mit Krisen umgehen und bleiben diese stabiler und positiver in ihrem seelischen Befinden als Menschen die über eine geringere innere Stärke verfügen."

Das Befinden von Menschen
ist kontextbezogen unterschiedlich

Optimismus, gesunde Selbstfürsorge, Akzeptanz und Zukunftsorientierung sind die am stärksten wirksamen Resilienzfaktoren im Hinblick auf ein positives psychisches Befinden in allen Befindenskontexten (Gegenwärtige Situation, Privates Umfeld, Arbeitssituation, Rückschau Corona-Akutphase, Zukunftsaussichten), so die Ergebnisse des Zwischenberichts. "Aus der therapeutischen, coaching-orientierten, arbeits- und gesundheitspsychologischen Sicht machen die Ergebnisse klar und deutlich, dass eine Entfaltung und Förderung der Resilienzfaktoren für das positive Bewältigen von Krisen und damit eines stabileren psychischen Befindens und Gesundheitserlebens absolut Sinn macht", so das Forschungsteam, für die besonders wesentlich die Weiterentwicklung der vier oben genannten Resilienzfaktoren erscheint. Weitere Resilienzfaktoren wie Reflexionsfähigkeit/Selbstregulation, Empathiefähigkeit und Selbstwirksamkeit zeigen in ersten Analysen, dass sie im Bündel mit Optimismus und Akzeptanz zu einem starken „Stärke“-Team werden können, das sich in Krisensituationen besonders bewährt.

Ebenfalls signifikant positiv wirken sich finanzielle Absicherung, großzügige Wohnsituation und das Geschlecht männlich auf das psychische Befinden aus. Dem gegenüber sind negative Einflussfaktoren: Arbeitsplatz in Gefahr, Umsatzverluste, Arbeitslosigkeit und hohe Arbeitsintensität. Die Ergebnisse zeigen dem Forschungsteam, "dass das Befinden von Menschen kontextbezogen unterschiedlich ist und es Sinn macht, psychisches Befinden in verschieden Kontexten abzufragen."

Aufrechterhaltung des sozialen Status entscheidend

Am schlechtesten wurde das psychische Befinden im Rückblick auf die Covid Akut-Phase (Maßnahmenverkündigung und Lockdown-Phase) erlebt. Studienteilnehmer berichten über hohe Anspannung, Besorgtheit und Unsicherheit in dieser Phase.Das psychische Befinden im Hinblick auf die Zukunftsaussichten wird hingegen deutlich besser eingeschätzt, als das Befinden in der gegenwärtigen Situation. Entscheidend wird für die zukünftige Entwicklung des psychischen Befindens sein, inwieweit der soziale Status (Arbeitsplatz, finanzielle Absicherung) aufrechterhalten werden kann.

<< HIER >> geht es zum ersten Artikel über die Online-Studie

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