Zivilschutzprobealarm
Über 500 Sirenen warnen Salzburg im Katastrophenfall
- Am 3. Oktober heulen in ganz Österreich wieder die Sirenen.
- Foto: LFVB
- hochgeladen von Anna Wallner
Am 3. Oktober heulen in ganz Österreich wieder die Sirenen. Der jährliche Probealarm dient nicht nur dem Funktionstest des Warnsystems, sondern ist auch eine Erinnerung an die Bevölkerung sich für den Ernstfall zu rüsten.
SALZBURG. Zwischen 12 Uhr und 12:45 Uhr ertönen am 3. Oktober in ganz Österreich wieder die Sirenen. Das Bundesministerium für Inneres stellt damit gemeinsam mit den Landesregierungen sicher, dass das flächendeckende Warnsystem im Ernstfall funktioniert. Bundesweit aktivieren zuständige Stellen mehr als 8.000 Sirenen, davon 521 allein im Bundesland Salzburg. Begleitend testet das Land das digitale Warnsystem AT-Alert. Dieses sendet wichtige Warnungen direkt auf die Mobiltelefone der Salzburgerinnen und Salzburger.
Die Sirenen-Signale im Überblick
Um im Ernstfall richtig zu reagieren, sollte jede und jeder die verschiedenen Warnsignale erkennen und wissen was sie bedeuten. Bei dem Alarm am 3. Oktober handelt es sich dabei um einen reinen Probealarm. Das bietet die ideale Gelegenheit, um die verschiedenen Signale anzuhören und auseinander zu halten. Im Ernstfall bedeuten diese Signale folgendes:
- Sirenenprobe: Ein 15 Sekunden langer Dauerton
- Feuerwehralarm: Drei Mal 15 Sekunden Dauerton mit kurzen Unterbrechungen
- Warnung: Ein drei Minuten langer Dauerton. Dies bedeutet herannahende Gefahr. Radio, Fernsehen oder das Internet einschalten und Verhaltensmaßnahmen beachten
- Alarm: Ein eine Minute auf- und abschwellender Heulton. Das bedeutet akute Gefahr. Schützende Räumlichkeiten aufsuchen und Anweisungen befolgen
- Entwarnung: Ein eine Minute gleichbleibender Dauerton signalisiert das Ende der Gefahr
- Für Fragen aus der Bevölkerung richten Verantwortliche am Samstag, dem 3. Oktober, von 11 bis 13 Uhr Infotelefone ein.
- Foto: LFVB
- hochgeladen von Anna Wallner
Umfrage zeigt Aufholbedarf bei der Krisenvorsorge
Der Zivilschutzprobealarm bietet einen guten Anlass, die Krisenvorsorge im Haushalt zu überprüfen. Eine aktuelle Online-Umfrage des Zivilschutzverbandes Salzburg im Juli unter 2.431 Befragten, davon 200 in Salzburg, zeigt ein klares Bild. Satte 86 Prozent der Salzburgerinnen und Salzburger waren bereits einmal von einer Katastrophe oder einem Unfall betroffen. Am häufigsten nannten Befragte Unwetterkatastrophen und Haushaltsunfälle. Trotzdem fühlt sich nur rund ein Drittel gut auf Katastrophen vorbereitet. Die Umfrage deckt konkrete Schwachstellen in den heimischen Haushalten auf. Zwar lagern 64 Prozent der Befragten Lebensmittel für eine Woche oder länger ein, doch bei anderen Dingen gibt es Lücken. Weniger als die Hälfte der Salzburger Haushalte verfügt über einen ausreichenden Vorrat an Trinkwasser, eine Notbeleuchtung oder genügend Bargeld. Nur rund ein Drittel besitzt eine Notkochstelle. Zudem kommen 21 Prozent mit ihren Vorräten maximal drei Tage aus.
Die Checkliste für den krisenfesten Haushalt
Der kommende Probealarm bietet die Chance, die Vorräte zu prüfen:
- Lebensmittel und Getränke: Ein Vorrat für mindestens 10 bis 14 Tage an haltbaren Lebensmitteln und Trinkwasser ist ratsam. Das Ablaufdatum regelmäßig kontrollieren
- Medikamente und Hygiene: Wichtige Medikamente und Hygieneartikel stets griffbereit halten. Bedürfnisse von Kindern und Haustieren einplanen
- Notfallutensilien: Taschenlampen, Batterien und ein batteriebetriebenes Radio erweisen sich bei Stromausfall als unverzichtbar
- Dokumente und Notfallplan: Wichtige Dokumente griffbereit aufbewahren und einen familiären Notfallplan erstellen
Für Fragen aus der Bevölkerung richten Verantwortliche am Samstag, dem 3. Oktober, von 11 bis 13 Uhr Infotelefone ein - Notrufnummern bitte für echte Notfälle freihalten.
- Land Salzburg: 0662 8042-5454
- Salzburger Zivilschutzverband: 0662 83999-0
Das könnte dich auch interessieren
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt.
Aktuelle Nachrichten aus Salzburg auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.