Kostenlose Regionalzeitungen
Von Förderreform betroffen, von Bürgermeistern geschätzt
- Ein Förderbaustein hat für kostenlose Regionalzeitungen (wie MeinBezirk) Folgen: Sie sollen von der neuen Zustellförderung ausgeschlossen bleiben.
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Die geplante Medienförderung der Bundesregierung sorgt für Kritik der kostenlosen Regionalzeitungen. Denn sie sollen von der neuen Zustellförderung ausgeschlossen bleiben. Mehrere Bürgermeister betonen die wichtige Rolle regionaler Medien für Information, demokratische Teilhabe und den Zusammenhalt in den Gemeinden.
SALZBURG. Mit insgesamt 115 Millionen Euro jährlich soll die Medienförderung in Österreich neu geregelt werden. Der Gesetzesentwurf stammt aus dem Ressort des SPÖ-Vizekanzlers und Medienministers Andreas Babler. Ein Förderbaustein hat für kostenlose Regionalzeitungen (wie MeinBezirk) Folgen: Sie sollen von der neuen Zustellförderung ausgeschlossen bleiben.
Salzburgs SPÖ-Bürgermeister verteidigen diese Reformpläne grundsätzlich, betonen aber auch die hohe Bedeutung regionaler Gratis-Zeitungen für Information, Demokratie und Zusammenhalt. Trotz des Ausschlusses von der Zustellförderung sehen die Bürgermeister die Bedeutung und Förderwürdigkeit regionaler Gratis-Medien durch den Entwurf nicht infrage gestellt.
- Foto: Franz Neumayr
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Teilhabe aller Bürger
„Entscheidend ist, dass die Neuordnung der Förderung Qualitätsjournalismus ins Zentrum stellt und regionale Berichterstattung absichert“, sagt Bernhard Auinger, Bürgermeister der Stadt Salzburg. „Gerade im ländlichen Raum sind starke Regionalmedien entscheidend, damit die Gemeinde gut funktioniert.“ „Kostenlose Regionalzeitungen sind ein unverzichtbarer Bestandteil einer vielfälltigen Medienlandschaft“, sagt Halleins Bürgermeister Alexander Stangassinger.
- Für Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) war die Lehrzeit "intensiv, fordernd und unglaublich prägend. Ich habe gelernt, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen, genau zu arbeiten und im Team zu funktionieren. Diese Zeit hat mir ein Fundament gegeben, auf das ich bis heute baue.“
- Foto: Neumayr
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„Gerade in den Regionen schaffen sie Nähe, fördern das Gemeinschaftsgefühl und sorgen dafür, dass wichtige Informationen alle Haushalte erreichen – unabhängig davon, ob jemand ein Zeitungsabonnement hat oder nicht“, pflichtet Johann Ganitzer, Bürgermeister der Gemeinde Großarl bei.
- Johann Ganitzer (SPÖ), Bürgermeister in Großarl.
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Mehrwert für alle Drei
Die Bürgermeister beschreiben auch die Bedeutung des persönlichen Kontakts und die Nähe zu den Regionaljournalistinnen und -journalisten als besonders wertvoll. „Die Redakteurinnen und Redakteure kommen meist aus der Region, über die sie berichten. Sie haben eine persönliche Beziehung zu den Gemeinden, das ist ein großer Vorteil und Mehrwert für alle Drei – Politik, Medien und Bürgerinnen wie Bürger“, sagt Andreas Haitzer, Bürgermeister von Schwarzach.
„Die Berichterstattung ist nah an den Menschen, greift lokale Themen auf und gibt auch kleineren Gemeinden wie Großarl eine Plattform.“
Johann Ganitzer, Großarl
- "Die Gemeinden müssen immer mehr Aufgaben übernehmen. Über den Gemeindefond können wir zwar Gelder beantragen, aber der Aufwand ist speziell für kleinere Gemeinden sehr groß", meint Andreas Haitzer.
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Qualität im Zentrum
Ziel müsse es sein, durch die Medienförderung die Vielfalt und Qualität der Medienlandschaft zu sichern, sagt Stangassinger. „Die Neuordnung der Förderung soll Qualitätsjournalismus ins Zentrum stellen und regionale Berichterstattung absichern“, so Auinger. „Objektivität in der Berichterstattung auf allen Ebenen muss sichergestellt sein“, sagt Haitzer.
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