Katholische Kirche im Salzkammergut
Sonntagspredigt: "Cooles, geiles Fest oder?"

SALZKAMMERGUT. 5.000 Männer und die dazugehörigen Frauen und Kinder hatten sich aufgemacht, um Jesus zu bei diesem Open-Air-Gottesdienst zu erleben. Bei uns würde heute wahrscheinlich sofort die Polizei gerufen werden. Keine Veranstaltungsbewilligung, das Gesundheitsamt würde kommen, sind alle Auflagen erfüllt, genügend Sitzplätze, Fluchtwege vorhanden etc. Es war spät geworden. Und nun knurrten die Mägen. Was sollten sie tun? Kein Party-Service, kein lieferando.at, weit und breit nichts, nur Hunger. Und dann sagt Jesus etwas ganz einfaches zu seinen Jüngern: „Gebt ihr ihnen was zu essen!“ Lächerlich – hier ist doch nichts. Hast Du schon mal für mehr als 5.000 Leute Essen organisiert?

Ein kleines Kind hat die zündende Idee

Und dann war da ein kleiner Junge, der machte seinen Rucksack auf und holte fünf Brote und zwei Fische heraus. Wie Kinder so sind mit ihrem Vertrauen ins Leben, mit ihrer Unbekümmertheit. Und Jesus nahm diese fünf Brote und zwei Fische, segnete das Essen und fing an auszuteilen – und während er austeilte, wurde es mehr und immer mehr, so, dass alle satt wurden.

Eine Kettenreaktion setzt sich in Gang

Was war passiert? Ein Wunder, weil bei Gott die Fülle ist, während wir ständig auf den Mangel sehen, auf das, was uns fehlt? Ein Wunder, weil Gott doch immer Möglichkeiten hat, auch, wenn wir mit unserem Latein längst am Ende sind? Oder war es vielleicht noch etwas anderes: Als dieser kleine Junge anfing, sein bisschen mitgebrachtes Essen auszupacken, als Jesus das Segensgebet gesprochen hatte, da guckten die anderen auch noch mal nach, was sie in ihren Taschen hatten: Die Gurke, das Streichwurstbrot, den Pfirsich, die Mundharmonika .... Eine Kettenreaktion setzte sich in Gang. Und als sie das wenige, was jeder hatte, zusammenlegten, da war auf einmal genug für alle da.... Weit mehr als nur fünf Brote und zwei Fische.

Einfach mal anfangen

Bei Jesus lernt der Mensch nicht auf das zu sehen, was bei ihm klein, verfahren, schwach, ungenügend und mangelhaft ist, sondern er lernt zu sehen, was man auch mit dem Wenigen und Kleinen und Einfachen alles an Großem und Weitem erreichen kann. Auch ohne fertige Plan und ausgeklügelte Konzepte.
Unsere Vorfahren konnten und mussten manchmal mit dem Leben und Situationen anders umgehen. Man sagte zuerst einmal, auch wenn kein Konzept da war: FANG ERST EINMAL AN. Und als sie anfingen, veränderte sich auch die Stimmung. Sie blieben nicht bei sich selbst – holten Schritt für Schritt Lebensmut und Hoffnung. Es ist erstaunlich, was möglich wird, wenn Menschen das, was sie haben, zusammenlegen, wenn alle das Kleine und Unscheinbare, von dem wir oft meinen, es ist nie genug, zusammentragen.
Wir haben einen Gott, der gibt unserem Leben einen Mehr-Wert, der gibt Segen. Ich wünsche uns sehr, dass wir den schlummernden Riesen in uns wecken und mutig werden für die Schritte, die uns möglich sind. Selbst wir haben weit mehr als nur fünf Brote und zwei Fische.

Die Predigt stammt von Gerhard Pumberger, Pfarrassistent, Betriebsrat, Radiosendungsmacher beim FRS

Camino 1

Dein Ziel vor Augen,
der erste Schritt –
Aufbrechen wagen,
Stolpersteinen ausweichen,
Schönheit ringsum sehen,
sich vom Weg einhüllen lassen.

Das Ziel im Auge behalten,
Widrigkeiten überwinden,
Weggefährten sammeln,
das Ziel teilen, das große,
gemeinsam gehen, auftanken,
Stille finden, das Herz sortieren.

Das Ziel im Auge erinnern,
müde werden, so müde,
weiter gehen, was auch kommt,
neue Kraftquellen entdecken
und eines Tages ankommen
im immergegenwärtigen Sein.
© Maria Sassin

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