Der Krise trotzen
Gmundner Buchhändlerin gibt wöchentliche Buchtipps

Susanne Koch vom Buchgeschäft KochLibri in Gmunden.
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  • Susanne Koch vom Buchgeschäft KochLibri in Gmunden.
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GMUNDEN. Susanne Koch betreibt das Buchgeschäft "KochLibri" in Gmunden. Sie ist eine der vielen Händlerinnen, die der Corona-Krise gerotzt haben und Bücher nach Hause geliefert haben – das Geschäft hat seit Dienstag, 14. April, wieder geöffnet. 
Jetzt haben viele Zeit zu lesen, daher gibt Susanne Koch ab jetzt wöchentlich einen Buchtipp für die Leser der BezirksRundschau Salzkammergut. Gerade jetzt ist es wichtig, den lokalen Handel zu unterstützen!

Buchtipp der Kalenderwoche 19

"Mein Tipp für diese Woche ist 'Robin und Lark' von Alix Ohlin. Das Buch ist im C.H. Beck-Verlag erschienen. Es ist das Lieblingsbuch des Frühjahrs meiner Kollegin. Ein atmosphärisch dichter Roman über die Beziehung zweier eigenwilliger Schwestern, in den man versinkt und der einen in den Bann zieht."
Der Inhalt: "Robin und Lark" ist die Geschichte zweier Schwestern, wie sie unterschiedlicher kaum sein können: die ältere klug, fleißig und still, die jüngere wild, impulsiv und eine begnadete Pianistin. Doch die ungleichen Mädchen verbindet ein starkes Band, nicht zuletzt entstanden durch die Nachlässigkeit der desinteressierten Mutter. Ein Band, das auch dann ungebrochen bleibt, als die Jüngere, Robin, plötzlich verschwindet und ihre Schwester auffordert, nicht nach ihr zu suchen...
Als Lark Montreal verlässt, um in den USA aufs College zu gehen, verlieren sie jedoch beinahe vollständig den Kontakt - bis Robin eines Tages urplötzlich vor Larks Tür steht. Gemeinsam ziehen sie nach New York, wo Lark studiert und Robin das berühmte Musikkonservatorium Juilliard besucht. Sie wohnen zusammen, sind sich so nah wie lange nicht mehr. Bis wieder eine Schwester die andere verlässt: Robin verschwindet plötzlich von einer Konzertreise in Schweden. Fünf Jahre sehen sich die Schwestern nicht wieder...
Alix Ohlin erzählt atmosphärisch dicht von der Beziehung und dem Leben zweier Schwestern, von der unauflösbaren Verbundenheit dieser ungewöhnlichen, eigenwilligen Frauen. Ein Roman, in dem man versinkt, der einen in den Bann zieht und so schnell nicht wieder loslässt.
Die Autorin: 1972 in Montreal geboren, studierte an der Harvard University und am Michener Center for Writers in Austin, Texas. Sie hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, unterrichtet am Lafayette College in Pennsylvania und lebt derzeit in Vancouver, wo sie Leiterin des Studiengangs für Kreatives Schreiben an der University of British Columbia ist. Ihr letzter Roman «In einer anderen Haut» ist 2013 bei C.H.Beck erschienen.

Buchtipp der Kalenderwoche 18

"Mein aktueller Tipp ist 'Die Spionin" von Imogen Kealey. Das Werk ist im Rütten & Loening Berlin-Verlag erschienen. Das Buch ist sehr spannend, es geht um eine Frau in der Zeit der Résistance, die im Geheimdienst tätig ist. Es geht auch um das Thema 'über die Grenzen gehen.'"
Der Inhalt: Die Geschichte, die keiner kennt: ein einmalig fesselnder Roman über eine der faszinierendsten und dennoch kaum bekannten Heldinnen der jüngeren Geschichte: Nancy Wake.
Für die Alliierten ist sie ihre beste Agentin, eine gefürchtete Kämpferin, die ihre Gegner mit einem Handkantenschlag zu töten vermag. Für die Nazis ist sie die meistgesuchte Person Frankreichs, ein gefürchtetes Phantom, auf dessen Kopf fünf Millionen Francs ausgesetzt sind. Ihr Name ist Nancy Wake - und sie kämpft für die Liebe.
Marseille, 1940: Nancy und Henri lieben sich und genießen ihr mondänes Leben. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt, und fortan riskiert Nancy ihr Leben für die Résistance. Ihre Schönheit und ihre glamouröse Erscheinung werden zur besten Tarnung der "Weißen Maus", auf die ein Millionenkopfgeld ausgesetzt ist – denn die Nazis vermuten in ihr stets einen Mann. Schließlich wird Henri verhaftet. Nancy entkommt nach England, wo sie zur Geheimagentin ausgebildet wird. Per Fallschirm gelangt sie zurück in die Wälder der Auvergne und übernimmt das Kommando über 7.000 Partisanen. An der Seite ihrer Männer kämpft Nancy blutige Schlachten gegen die Deutschen – ihr gefangener Mann gerät indes in immer größere Gefahr.
Die Autorin: Imogen Kealey ist das gemeinsame Pseudonym des Drehbuchautors Darby Kealey und der Autorin historischer Romane Imogen Robertson. Kealey lebt als Autor und Producer in Los Angeles. Neben der hochgelobten Serie „The Patriots“ hat er zahlreiche Kino- und TV-Drehbücher geschrieben. Imogen lehrte in Cambridge und lebt heute in London. Ihre Romane wurden mehrfach ausgezeichnet. "Die Spionin" ist ihr erster gemeinsamer Roman und wird zurzeit mit Oscar-Preisträgerin Anne Hathaway verfilmt.

Buchtipp der Kalenderwoche 17

"Mein aktueller Tipp ist 'Das Evangelium der Aale' von Patrik Svensson. Zugegeben, ein etwas schräger Titel. Der Titel hat mich aber sofort in Beschlag genommen. Schon nach den ersten Sätzen ist man fasziniert. Das Buch ist sachlich und poetisch zugleich. Und, die Literaten aus dem Norden können einfach gut Geschichten erzählen!" Das Buch ist in den Hanser Literaturverlagen erschienen.
Der Inhalt: Das Rätsel des Aals wird zum Echo der Fragen jedes Menschen: Woher komme ich? Wohin bin ich unterwegs? – „Eine literarische Sensation“ La Stampa
Nie in seiner Kindheit war Patrik Svensson seinem Vater so nah wie beim Aalfischen. Als Erwachsener stellt er fest: Der Erinnerung an seinen Vater kommt er nicht auf die Spur, ohne nach dem Fisch zu suchen, der sie miteinander verband – und über den wir bis heute erstaunlich wenig wissen. Poetisch und spannend entwirft Svensson eine Natur- und Kulturgeschichte der Aale, von Aristoteles und Sigmund Freud über Günter Grass bis zu Rachel Carson, und verbindet sie mit seiner persönlichen Geschichte. Auf verschlungenen Wegen wird das Rätsel des Aals zum Bild für das Leben selbst. Und Das Evangelium der Aale zu einer großen, umwerfenden Erzählung über ein sonderbares Tier und ein Leben auf der Suche.
Der Autor: Patrik Svensson, geboren 1972, ist in der Nähe der schwedischen „Aalküste“ aufgewachsen. Er studierte Sprachen und Literatur und arbeitet als Journalist für die schwedische Tageszeitung Sydsvenskan, wo er über Kultur, soziale Themen, Politik und Naturwissenschaften schreibt. Das Evangelium der Aale ist sein Debüt und wird derzeit in über 30 Sprachen übersetzt.

Buchtipp der Kalenderwoche 16

"Diese Woche empfehle ich das neue Salzkammergut Kochbuch von Lukas Nagl und Katharina Seiser. Viele unserer Kunden haben schon lange darauf gewartet, dass solche heimischen Spitzenköche wie Lukas Nagl ein regionales Kochbuch veröffentlichen", so Susanne Koch.
Das Buch ist im Brandstätter Verlag erschienen.
Der Inhalt: Einst Inspiration für Künstler wie Gustav Klimt, kaiserlicher Rückzugsort und „Sommerfrische“. Heute steht das Salzkammergut ganz oben auf der Liste der beliebtesten Urlaubsziele und Sehnsuchtsorte. Viel zu wenig beachtet: die rasante kulinarische Entwicklung dieser Region in den vergangenen Jahren. Pionier dieser Entwicklung ist ein Shootingstar der internationalen Spitzenküche: Lukas Nagls Interpretationen regionaler Rezepte zählen zum Spannendsten, das die österreichische Küche derzeit zu bieten hat. Weltoffen, der Tradition verbunden, immer auf der Suche nach dem zeitgemäß Neuen, mit Fischvielfalt aus den Seen, saisonalem Gemüse, Wild, Pilzen und köstlichen Mehlspeisen. Ko-Autorin Katharina Seiser liefert spannende Hintergrundinformationen: Welcher Fisch schmeckt wie am besten? Wie wird Salz hergestellt? Was brauchen Schafe zum Glücklichsein? Was macht ein Jäger? Darf man Krapfen das ganze Jahr über essen?
Die Autoren: Lukas Nagl, geboren 1987 am Attersee, ist leidenschaftlicher Koch und Familienvater. 2019 erkochte er erstmals 4 Hauben im Restaurant Bootshaus in Traunkirchen, das er zu einer Top-Adresse in Österreichs Gourmetszene entwickelt hat. Katharina Seiser, geb. 1974 in Oberösterreich, lebt in Wien und schreibt und lehrt übers Essen. Autorin des Bestsellers „Immer schon vegan“, der „Jahreszeiten-Kochschule“, Hg. der vegetarischen Länderreihe, Kolumnistin sowie Kulinarik-Expertin im TV.

Buchtipp der Kalenderwoche 15

"Diese Woche empfehle ich 'Die Bagage' von Monika Helfer. Das Buch habe ich selber gerade gelesen, es ist ein wirklich super Werk! Es ist ruhig und spannend zugleich und hat eine gewisse Dynamik.“ Das Buch ist erschienen: Hanse Literaturverlage.
Der Inhalt: „Von uns wird man noch lange reden.“ Monika Helfers neuer Roman „Die Bagage“ – eine berührende Geschichte von Herkunft und Familie.
Josef und Maria Moosbrugger leben mit ihren Kindern am Rand eines Bergdorfes. Sie sind die Abseitigen, die Armen, die Bagage. Es ist die Zeit des ersten Weltkriegs und Josef wird zur Armee eingezogen. Die Zeit, in der Maria und die Kinder allein zurückbleiben und abhängig werden vom Schutz des Bürgermeisters. Die Zeit, in der Georg aus Hannover in die Gegend kommt, der nicht nur hochdeutsch spricht und wunderschön ist, sondern eines Tages auch an die Tür der Bagage klopft. Und es ist die Zeit, in der Maria schwanger wird mit Grete, dem Kind der Familie, mit dem Josef nie ein Wort sprechen wird: der Mutter der Autorin. Mit großer Wucht erzählt Monika Helfer die Geschichte ihrer eigenen Herkunft.
Die Autorin: Monika Helfer, geboren 1947 in Au/Bregenzerwald, lebt als Schriftstellerin mit ihrer Familie in Vorarlberg. Sie hat Romane, Erzählungen und Kinderbücher veröffentlicht, darunter: Kleine Fürstin (1995), Wenn der Bräutigam kommt (1998), Bestien im Frühling (Deuticke, 1999), Mein Mörder (1999) und zuletzt bei Deuticke Bevor ich schlafen kann (2010), Oskar und Lilli (2011) und Die Bar im Freien (2012). Im Hanser Kinderbuch veröffentlichte sie gemeinsam mit Michael Köhlmeier 2010 Rosie und der Urgroßvater. Für ihre Arbeiten wurde sie unter anderem mit dem Robert-Musil-Stipendium und dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur ausgezeichnet. Mit ihrem letzten Roman Schau mich an, wenn ich mit dir rede (2017) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Buchtipp der Kalenderwoche 14

"Diese Woche empfehle ich 'Liliane Susewind – Ein Hase fällt nicht auf die Nase'. Das ist eine ganz liebe Hasengeschichte. Es ist für Mädchen ideal, hat eine schöne Sprache und es geht auch um Ostern“, so Koch. Das Buch ist von Tanya Stewner und Marlene Jablonsik, illustriert von Mila Marquis und ist in den Fischerverlagen erschienen.
Der Inhalt: Das Mädchen, das mit den Tieren spricht: Ein humorvolles Hasen-Abenteuer für alle Liliane-Susewind-Fans ab sechs Jahren. Der kleine Hase von Lillis Freundin ist verschwunden! Ob der gemeine Torben etwas damit zu tun hat? Lilli muss der Sache auf den Grund gehen. Wie gut, dass sie mit Tieren sprechen kann! So hat sie bald viele kleine Helfer an ihrer Seite. Wird es ihnen gemeinsam gelingen, das Häschen zu finden? Eine aufregende und herzerwärmende Geschichte aus der beliebten Bestsellerserie. Mit großer Fibelschrift und fröhlich-bunten Bildern von Mila Marquis.
Die Autorinnen: Tanya Stewner wurde 1974 im Bergischen Land geboren und begann bereits mit zehn Jahren, Geschichten zu schreiben. Sie studierte Literaturübersetzen, Englisch und Literaturwissenschaften in Düsseldorf, Wuppertal und London und widmet sich inzwischen ganz der Schriftstellerei. Ihre Trilogie über die Elfe »Hummelbi« hat unzählige Fans, und ihre Kinderbuchserie »Liliane Susewind« ist ein Welterfolg, der fürs Kino verfilmt wurde. Die Autorin lebt und arbeitet in Düsseldorf. Marlene Jablonski wurde 1978 in Danzig, Polen, geboren. Im Jahr 2000 erschien das erste ihrer inzwischen fast 90 Kinderbücher: »Hamster Hektor«. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin in Berlin.

Buchtipp der Kalenderwoche 13

"Wie man einen Bären kocht" von Mikael Niemi,Verlag btb. "Das ist ein neues Buch eines noch eher unbekannten Schwedischen Autors. Wer historische Krimis mag, wird dieses Buch lieben.
Der Inhalt: Ein Dorf in Nordschweden 1852. Jussi entflieht seinem Elternhaus, wo Gewalt, Hunger und Alkohol regieren, und wird von dem protestantische Geistlichen Laestadius unter seine Fittiche genommen. Der vielseitig gebildete Erweckungsprediger lehrt den völlig vernachlässigten samischen Jungen nicht nur lesen und schreiben, er teilt mit ihm auch seine Begeisterung für die heimische Flora und Fauna. Als ein Mädchen tot im Wald gefunden wird - allem Anschein nach das Opfer eines Bären – geraten die Dorfbewohner in Aufruhr. Angestachelt von der Belohnung, die der Gendarm ausgelobt hat, locken sie das Tier in eine Falle und töten es. Nur Laestadius und Jussi glauben nicht, dass der Bär der Schuldige ist, denn die vermeintlichen Bärenspuren waren gefälscht. Als ein weiteres Mädchen verschwindet, ahnen die beiden nicht, in welcher Gefahr sie selbst schweben: Jemand sucht einen Sündenbock, und Laestadius hat sich mit seiner aufklärerischen Arbeit viele Feinde gemacht.
Der Autor: Mikael Niemi, Jahrgang 1959, ist der erfolgreiche Autor zweier Gedichtsammlungen und einer Reihe von Kinder- und Jugendbüchern. »Populärmusik aus Vittula« ist sein lange erwarteter erster Roman, der in Schweden zu einem Triumphzug sondergleichen für ihn wurde: 500.000 verkaufte Exemplare, ausgezeichnet mit dem Augustpreis, dem wichtigsten Literaturpreis des Landes, seit Erscheinen auf Platz 1 der Bestsellerliste, jubelnde Kritiker, begeisterte Leser — offensichtlich traf Niemi den Nerv des Publikums mit seinem ungewöhnlich berührenden, aber auch überaus komischen Buch.

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