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Neuer Platz für Forschung an der Konrad Lorenz Forschungsstelle

Im neuen Gebäude der Konrad Lorenz Forschungsstelle kann wieder zeitgemäße Forschung betrieben werden.
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  • Im neuen Gebäude der Konrad Lorenz Forschungsstelle kann wieder zeitgemäße Forschung betrieben werden.
  • Foto: Shane Sumasgutner
  • hochgeladen von Andrea Krapf

Im neuen Gebäude der Konrad Lorenz Forschungsstelle ist nun wieder zeitgemäßes Forschen möglich.

GRÜNAU. Ein neues Gebäude, das den modernen Anforderungen der Konrad Lorenz Forschungsstelle entspricht, sich aber gleichsam in die Natur einfügt. Dies waren die Anforderungen an den Neubau im Almtal, um ein ideales Umfeld und gleichermaßen Inspirationsquelle für die Forschung an der Verhaltens- und Kognitionsbiologie – wie sie in Grünau betrieben wird – zu schaffen. Im Herbst 2019 wurde mit den Fundamentarbeiten begonnen, das Wirtschaftsgebäude aufgestellt und die ersten Wohneinheiten gebaut.

"Auingerhof" als Vorbild

Das neue Gebäude wurde teils in Massiv-, teils in Holzbauweise ausgeführt. Das besondere Merkmal liegt auf dem Haupttrakt, der auch von der Straße einsehbar ist. Dieser soll dem bestehenden Originalgebäude – dem alten „Auingerhof“ – nachempfunden werden. Im Erdgeschoß sind neben dem Foyer und Büros auch ein Labor untergebracht, im Obergeschoß befinden sich eine Küche, ein Gemeinschaftsraum, Schlaf- und Sanitärräume. Der Nebentrakt beinhaltet im Erdgeschoß einen Seminarraum, eine Bibliothek und Wirtschaftsräume. Im Obergeschoß sind acht Wohneinheiten, ausgeführt als Zweibettzimmer, situiert. Ein „Stadl“ als Nebengebäude dient zudem als Lagerfläche. Bei der Einrichtung wurde neben der Widerstandsfähigkeit und einem passenden Preis-Leistungsverhältnis auch auf eine regionale Vergabe der Aufträge geachtet.

Forschungs- und Ausbildungsort

Die Hauptforschung der Konrad Lorenz Forschungsstelle bezieht sich auf das soziale und kognitive Verhalten von Graugänsen, Raben und Waldrappen. Etwa 20 Forscher aus dem In- und Ausland untersuchen, wie Individuen in sozialen Gruppen zusammenleben und welche Kosten und Vorteile dabei involviert sind. Zudem ist man an der Kommunikation und dem Informations-Transfer zwischen den Individuen interessiert. Das Team ist außerdem an internationalen Forschungsprojekten beteiligt. Die Konrad Lorenz Forschungsstelle ist jedoch nicht nur Forschungs-, sondern auch Ausbildungsort. Der Neubau bietet jetzt genügend Raum und Möglichkeit für eine Vielfalt an Aktivitäten. Im Obergeschoß des neuen Gebäudes sind acht Wohneinheiten, ausgeführt als Zweibettzimmer, situiert. So können auch inländische und internationale Studierende und Gastforscher in der Forschungsstelle beherbergt werden.

Seminare in Grünau

Sogar Lehrveranstaltungen, die früher nur an der Universität Wien stattfinden konnten, werden nun in Grünau ausgerichtet. "Wir können jetzt Seminare für 20 Studierende abhalten, haben einen großen Seminarraum mit Trennwand und auch eine stabile Internetverbindung", erläutert Sonia Kleindorfer, Leiterin der Forschungsstelle im Almtal. “Wir setzen die wissenschaftliche Erkundungsreise ins innere Gefüge der Natur voller Zuversicht und Elan fort und werden die gewonnenen Erkenntnisse an die nächste Generation weitergeben“, betont Kleindorfer.

1973 gegründet

Die Konrad Lorenz Forschungsstelle wurde 1973 von Konrad Lorenz zur Forschung an Graugänsen gegründet. 1990 wurde im Auftrag der Universität Wien die kleine Forschungsstelle zu einer bekannten Größe in der internationalen Forschungsstelle entwickelt. Seit 2012 ist die Konrad Lorenz Forschungsstelle als Core Facility in die Universität Wien integriert und erfüllt neben der Forschung und der Lehre auch die sogenannte Third Mission, dazu zählen Bildungsangebote und Wissenstransfer (z.B. KinderUniAlmtal, Biologicum Almtal, Junior Biologicum).

Konrad Lorenz

Konrad Lorenz war Zoologe und Mediziner. Er begründete die Verhaltensbiologie (damals Ethologie). Zusammen mit Nikolaas Tinbergen und Karl von Frisch wurde er 1973 mit dem Nobelpreis für Physiologie und Medizin ausgezeichnet. Die Forschungsstelle in Grünau gründete er 1973.


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