Salzkammergut-Seen
Rücksicht und Einhaltung der Regeln sorgen für sicherheit
- Speziell ausgebildete Beamte der Polizeiinspektion Gmunden sind als Wasserpolizei für die Überwachung am Traunsee zuständig.
- Foto: Symbolfoto: Polizei
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Polizei hat am Traunsee im Vorjahr 199 Kontrollen durchgeführt, es folgten 26 Anzeigen.
BEZIRK. „Unsere Seen sind ein bedeutender Erholungsraum für Einheimische und Gäste. Gerade in den Sommermonaten treffen hier viele unterschiedliche Nutzer aufeinander. Umso wichtiger ist es, dass sich alle an die geltenden Regeln halten und aufeinander Rücksicht nehmen. Sicherheit am See beginnt mit Eigenverantwortung“, betont Verkehrs-Landesrat Günther Steinkellner. Speziell ausgebildete Beamte der Polizeiinspektion Gmunden sind als Wasserpolizei für die Überwachung am Traunsee zuständig.
- Gmundens Polizei-Postenkommandant Franz Pesendorfer.
- Foto: MeinBezirk/K. Müller
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"Schutzzonen beachten!"
"Wir fahren mit dem Polizeiboot regelmäßig Einsätze, und es gibt auch Schwerpunkte, bei denen vermehrt kontrolliert wird. Neben den Dokumenten für Schiffsführer, den erforderlichen Ausrüstungsgegenständen oder der Einhaltung der Motorboot-Sommersperre, wird regelmäßig die Beeinträchtigung der Schiffsführer auf Alkohol bzw. Drogen überprüft", erklärt Franz Pesendorfer, Kommandant und Leiter der Polizeiinspektion Gmunden. Bei einem Alkoholgehalt ab 0,5 Promille bei privaten Bootsführern oder 0,1 Promille bei gewerbsmäßiger Schifffahrt ist von einer Beeinträchtigung auszugehen. Das heißt, man muss auch am See jederzeit mit Alkoholtests rechnen. "In der Schutzzone dürfen auch keine Stand-Up-Paddler, Kiter, Surfer oder Ruderboote fahren. Diese Schutzzonen für Badegäste befinden sich etwa bei der Bräuwiese in Traunkirchen, dem Strandbad Gmunden oder Rindbach in Ebensee. Bis hundert Meter vom Ufer entfernt, innerhalb der Beschilderung, gilt diese Schutzzone. In Rindbach gibt es immer wieder Konflikte, da Kitesurfer die Schutzzone befahren oder darin wegstarten", so der Polizist. Schwimmkörper mit Maschinenantrieb, ausgenommen mit Elektroantrieb bis 100 Watt, sind ganzjährig verboten. Dazu gehören auch die trendigen E-Foils. "Immer wieder ein Thema für die Linienschifffahrt ist das Badeverbot im Bereich der Schiffsanlegestellen. Mit dem Dampfschiff Gisela sind schnelle Manöver nicht möglich, und es kann schnell gefährlich werden", warnt Pesendorfer.
26 Anzeigen erstattet
Die Polizei hat am Traunsee im Vorjahr 199 Kontrollen durchgeführt, dabei kam es zu 26 Anzeigen unterschiedlicher Übertretungen. Die Strafhöhen sind vom Delikt abhängig, gehen aber von 300 Euro aufwärts. Noch ein wichtiger Tipp des Polizei-Kommandanten: "Wichtig, wenn man am See unterwegs ist: Die Wettervorhersage und das aktuelle Wettergeschehen beobachten. Besonders bei Ausfahrten mit dem SUP oder Schlauchboot kann es schnell gefährlich werden. Bei Aufleuchten der optischen Sturmwarnungsleuchten ist schnellstmöglich der Hafen oder das Ufer aufzusuchen."
Die Regeln auf einen Blick
• Motorbootsommersperre auf Traunsee und Wolfgangsee von 1. Juli bis 31. August
• Ausreichend Abstand halten und auf Schwimmer, Segler, SUP-Fahrer und die Fahrgastschifffahrt Rücksicht nehmen
• In der 200-Meter-Uferzone gilt für Motorboote maximal 10 km/h
• Schutzzonen für Badegäste dürfen nicht befahren werden
• Badeverbot im Bereich von Schiffsanlegestellen beachten
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