Sperre des beliebten Ausflugsziels aufgehoben
200 Kilogramm Munition und Sprengsätze beim Nussensee in Bad Ischl entfernt
- Der Wasserspiegel des Nussensees ist aufgrund der Trockenheit auf einen historischen Tiefstand abgesunken. So wurden die Kriegsrelikte freigelegt und schließlich am 25. Juli gefunden.
- Foto: Team Fotokerschi.at
- hochgeladen von Martina Weymayer
Wie bereits gestern berichtet, wurden im ausgetrockneten Bereich des Nussensees nahe Bad Ischl Kriegsrelikte gefunden. Die Bezirkshauptmannschaft hat das Gebiet daraufhin gesperrt.
BAD ISCHL.Ein 35-jähriger Mann aus dem Bezirk Gmunden entdeckte am Abend des 25. Juli 2026 mehrere Zugzünder aus dem Zweiten Weltkrieg im ausgetrockneten Bereich des Nussensees. Er informierte umgehend die Polizei, die daraufhin die Bezirkshauptmannschaft Gmunden und den Entminungsdienst des Österreichischen Bundesheeres einschaltete.
Am darauffolgenden Vormittag begann der Entminungsdienst mit der Räumung der gefährlichen Relikte. Während der Bergungsarbeiten wurden die Einsatzkräfte auf weitere verdächtige Gegenstände im Uferbereich aufmerksam gemacht, wodurch der Suchradius erheblich erweitert werden musste.
200 Kilogramm Munition und Sprengsätze gefunden
Insgesamt konnten etwa 200 Kilogramm an Munitions-, Zünd- und Sprengmaterial geborgen und gesichert werden. Besonders brisant: Unter den Funden befanden sich auch zwei TNT-Sprengsätze zu je einem Kilogramm, die vom Entminungsdienst ebenfalls gesichert wurden.
- Aktuell herrscht am und rund um den Nussensee bei Bad Ischl ein Platzverbot, das von der BH Gmunden ausgeschrieben wurde.
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Die geborgenen Relikte wurden anschließend abtransportiert. Angesichts der erheblichen Gefährdung für Touristen, Badegäste und Anrainer ordnete die Bezirkshauptmannschaft ein Platzverbot für das gesamte Ufer sowie den angrenzenden Wanderweg rund um den Nussensee an.
Update vom 27. Juli, 16:34 Uhr
Wie die Polizei mitteilt wurde am 27. Juli wurde von 8.30 bis 14 Uhr eine neuerliche Suche nach Kriegsrelikten durch die Polizei sowie dem Entminungsdienstes des Heeres durchgeführt. Hierbei konnten noch geringe Mengen an Zünder, Granaten und Infanteriemunition aufgefunden werden. Nach Einschätzung der Gefahr durch den Entminungsdienst wurde das vorherrschende Platzverbot von der BH Gmunden mit Wirkung vom 27. Juli 2026 um 14.40 Uhr aufgehoben. Die Sperren sowie Kundmachungen wurden von Gemeindemitarbeitern der Gemeinde Bad Ischl entfernt.
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