Einrad, Triathlon, Badminton
Salzkammergütlerinnen bei Weltmeisterschaften & Co
- Nicole und Iris Krenn (Einrad), Melanie Berent (Triathlon) und Sarah Dlapka (Badminton) vertreten bzw. vertraten das Salzkammergut bei Weltmeisterschaften.
- Foto: Krenn, Berent, Martin Göggel/ÖBV (Collage)
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Die Fußball-WM ist Geschichte, doch Weltmeisterschaften gibt es nicht nur in der wohl beliebtesten Sportart der Welt, sondern auch in vielen anderen. Für die Krenn-Twins Nicole und Iris ist die Einrad-WM gerade zu Ende gegangen, Melanie Berent (Triathlon) und Sarah Dlapka (Badminton) gehen noch auf Medaillenjagd.
SALZKAMMERGUT. Die Unicon 22 – Unicycle World championship – fand von 24. Juli bis 7. August in Steyr und Windischgarsten Österreich statt. 1144 Einrad-Asse aus 41 Nationen haben sich in mehr als 30 Disziplinen wie Freestyle, Rennsport, Muni und Urban gemessen. Unter ihnen auch die beiden Bad Goiserinnen Iris und Nicole Krenn. Die 33-jährigen Zwillinge haben sich im Vorfeld gut auf die WM vorbereitet: "Iris baute sich selbst gebaute Hindernisse aus Paletten usw. Im Garten auf und übte die gezielt zu überspringen. Nicole startete nach zwei monatlicher Verletzungspause am Spinning Rad um die schnelle Trittfrequenz für die Rennbewerbe wiederzubekommen", erklären sie. Beide fuhren mit ihren Einrädern oft ins Gelände, um schwierige Abfahrten gezielt zu fahren, ohne dabei ungewollt abzusteigen.
- Nicole und Iris Krenn aus Bad Goisern zeigten bei der Einrad-WM ihr Können.
- Foto: Krenn
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Und die Ergebnisse der Krenn-Twins können sich sehen lassen: Nicole holte beim "42 km Road Race" den zweiten und beim "Downhill Advanced" den dritten Rang in ihrer Altersklasse, beim abschließenden Event im "Cyclocross Elite", war sie sogar die Beste in ihrer AK. Zudem holte sie gute Platzierungen im "10km Road Race" und "Criterium" (jeweils 5. Platz in ihrer AK). Iris errang im "Trial" die Silbermedaille in ihrer AK, und platzierte sich im "Downhill" und im "Cyclocross Beginner" jeweils als vierte in ihrer AK.
Melanie Berent: Nach der EM ist vor der WM
Der Startschuss der heurigen Triathlon-Saison fiel für Melanie Berent, sie vertritt die Sektion Triathlon der Sportunion Gmunden, heuer am 3. Mai in Braunau. Und obwohl das Event mittlerweile knapp drei Monate zurückliegt, markierte es doch einen Meilenstein für die Athletin: Mit einer starken Gesamtleistung und sicherte sich Berent gleich zwei internationale Qualifikationen. In ihrer Altersklasse löste sie sowohl das Ticket für die Europameisterschaft in Tarragona (Spanien) als auch für die Weltmeisterschaft in Pontevedra (Spanien).
- Melanie Berent von der Sektion Triathlon der Sportunion Gmunden beim Training für die WM im September.
- Foto: Berent
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Die EM hat die Gmundner Athletin mittlerweile hinter sich: "Ich finishte als zwölfte in meiner Altersklasse und drittbeste der Österreicherinnen. Es waren 30 europäische Nationen und 500 Athleten am Start", zieht sie Bilanz. Nun sind die Augen auf das nächste Großereignis gerichtet: Die WM findet von 23. bis 27. September statt: "Bei den World Triathlon Championship Finals 2026 in Pontevedra werden mehr als 4.000 Athletinnen und Athleten aus über 60 Ländern erwartet." Sie wird die Vorbereitungszeit gezielt für das Training auf die Sprintdistanz nutzen, mit dem Fokus auf das Laufen gerichtet – "meine schwächste Disziplin", wie sie verrät. "Intervalltrainings auf der Laufbahn machen nicht immer Spaß, man qualifiziert sich aber auch nicht so oft für eine Weltmeisterschaft." Ihre Lieblingsdisziplin, das Schwimmen, geht im Sommer sehr leicht von der Hand: "Fast täglich kann ich bei schönem Wetter das Open Water Schwimmen im Traunsee trainieren."
Sarah Dlapka bei Badminton-WM in Indien
Beeindruckend ist auch die Leistung von Sarah Dlapka. Für die 19-jährige Ohlsdorferin geht im August ein sportlicher Traum in Erfüllung. Dlapka wurde vom Österreichischen Badmintonverband für die Weltmeisterschaft in Indien nominiert. Gemeinsam mit ihrer Vorarlberger Doppelpartnerin Lena Rumpold wird sie von 17. bis 23. August unser Land in New Delhi vertreten. Dem Badmintonsport ist die frisch-gebackene Maturantin schon lange zugetan – und das durchaus sehr erfolgreich.
- Sarah Dlapka (li.) wird mit ihrer Doppelpartnerin an der Badminton-WM 2026 teilnehmen.
- Foto: Martin Göggel – ÖBV
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Dlapkas Badmintonkarriere begann im Alter von acht Jahren bei der Sportunion Ohlsdorf. Nach der Unterstufe wechselte sie ins Sport-BORG-Linz und schließlich mit 17 Jahren nach Vorarlberg in das Sportgymnasium Dornbirn, wo sie von zwei internationalen Trainern betreut wird. National gewann sie heuer nach vielen Nachwuchsmeistertiteln das Damendoppel in der allgemeinen Klasse und holte gemeinsam mit Michael Schausberger die Bronzemedaille im Mixed-Bewerb. International waren ihre größten Erfolge der dritte Platz bei den Croatian International 2025 und bei den Bulgarian International 2025 bzw. die Teilnahme an der Europameisterschaft in Spanien im April dieses Jahres – dort leider Erstrundenniederlage gegen zwei Däninnen.
"Unglaubliche Chance"
Nun ist die Vorfreude von Sarah auf die WM in Indien groß: Täglich stehen mindestens zwei Trainingseinheiten am Programm – zwei Wochen im Heimtraining bei der Familie in Ohlsdorf, anschließend geht's wieder nach Vorarlberg. Die Erwartungen von Sarah sind realistisch. „Für mich eine unglaubliche Chance, mich mit den besten Spielerinnen der Welt messen zu dürfen. Ich hoffe, dort mit einer guten Leistung auf meine Sportart und mich aufmerksam zu machen. Wer weiß, vielleicht findet sich ja auch ein Sponsor!" fügt sie mit einem Augenzwinkern hinzu.
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