Bestandsaufnahme
Der Kampf gegen den Leerstand in Schärding
- „s’Gschäft beim Tor“ zog Ende Februar aus.
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In der Stadt Schärding gibt's aktuell viel Leerstand. Doch wie Recherchen von MeinBezirk zeigen, tut sich was.
SCHÄRDING. Laut Carmen Hager vom Stadtmarketing stehen aktuell 16 Geschäftsflächen leer. "Bei diesen Leerständen sind verschiedenste Gebäude betroffen. Manchmal – wie etwa beim ehemaligen Billa und Bipa – ist es nur ein Geschäftslokal, das leer steht und der Rest des Hauses wird bewohnt.
In anderen Gebäuden – wie dem ehemaligen Gasthaus Innterrasse – handelt es sich um einen kompletten Gebäudeleerstand"
, so Hager. Weiters haben wir elf Gebäude, die sich ebenfalls im Leerstand befinden, für die aber Projekte vorliegen. Bereits seit Anfang 2024 steht das ehemalige Billa-Geschäftslokal an der Silberzeile leer. Das Stadthaus gehört seit 2017 der Lorenz-Group Immobiliensparte. Zwar gibt es laut Joseph Lorenz Anfragen, aber nichts Nachhaltiges. Der ehemalige Shoe Högl-Chef wünscht sich keinen „Ramschladen“ für den Standort. "Nachdem die Lebensmittelkonzerne mittlerweile alle an den Stadtrand gezogen sind, wäre ein Nahversorger ideal."
Laufend Anfragen
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In der Denisgasse steht bereits seit 2019 die ehemalige Bipa-Filiale leer. Das Haus gehört Christine Stelzer-Orthofer aus Linz. Sie hat das Objekt 2006 geerbt. Laut der Besitzerin gibt es keine Anfragen für eine etwaige Nutzung:
„Vor einigen Jahren hat sich ein Restaurantbetreiber interessiert, aber ich habe meiner 90-jährigen Mieterin im 1. Stock versprochen, dass ich nicht an die Gastronomie vermieten werde.
Hinderlich sei zudem, dass es sich um eine große Lokalität mit 450 Quadratmetern handelt. Außerdem kenne ich kaum jemanden in Schärding, bin also weder vernetzt noch mit den regionalen Besonderheiten vertraut.“
Eibensteiner hofft weiter
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Da sie keine geeigneten Nachfolger fanden, schlossen Monika und Ernst Eibensteiner Ende 2020 das bekannte Cafe und die Konditorei am Unteren Stadtplatz. Interessierte gibt es aus unterschiedlichen Branchen laufend, doch scheitert es bei vielen an den fachlichen Voraussetzungen. "Wir sind bei der Verpachtung offen für Betreiber unterschiedlicher Gewerbe.
Für uns ist wichtig, dass die künftigen Pächter über das notwendige wirtschaftliche und fachliche Know-how verfügen, um den Betrieb erfolgreich langfristig führen zu können."
Eibensteiner ist überzeugt, dass die gegenwärtige Arbeitsmarktsituation, der Fachkräftemangel sowie die zunehmende Bürokratie und das aktuelle Konsumverhalten nur ein vorübergehendes Bild zeichnen. Er glaubt, dass es in Zukunft wieder mehr innovative Geschäftsmodelle gibt.
19 Wohnungen geplant
- „Ein Schandfleck“, der bald geschliffen wird: Das ehemalige Kaufhaus Jasch in der Innbruckstraße wird abgetragen. Am Areal entstehen dann 19 Wohnungen und zwei Tiefgaragen.
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Ein "Problemkind" stellt seit vielen Jahren das ehemalige Kaufhaus Jasch in der Innbruckstraße dar. Nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Laut Alexander Bäck, Geschäftsführer der Hubaest GmbH aus Ried, sollen nach dem geplanten Abriss 19 exklusive Wohnungen entstehen. Auf die Vermietung für Geschäfts- oder Gastronomielokale im Erdgeschoss wird verzichtet, um es den künftigen Bewohnern zu ermöglichen, in Ruhe zu wohnen. Dazu Bäck:
"Nach erneuter Genehmigung durch die Stadt wird der Baubeginn des Wohnprojekts noch dieses Jahr angestrebt."
Vorgesehen sind im Erd- und Tiefgeschoss 18 Pkw-Stellplätze. Ein "Aufputz" wäre auch für die Lamprechtstraße, die Kirchengasse und für Teile des Unteren Stadtplatzes dringend nötig. Wie von vielen Seiten zu hören ist, braucht es in Schärding frischen Wind für alte Gassen. Hager zeigt sich aber zuversichtlich: "Für manche Leerstände liegen schon tolle Projekte vor – und manche starten auch in absehbarer Zeit."
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