Interview
"Glaube, hab mir die Pension redlich verdient"

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Seit 2003 ist Peter Pichler Bürgermeister in Andorf. Nun gab er seinen Nachfolger bekannt.

ANDORF (ebd). Im Interview spricht SPÖ-Bürgermeister Pichler darüber, wie zufrieden er mit der Wahl seines Nachfolgers ist, wie lange er noch im Amt bleiben wird und weshalb sich seiner Meinung nach Andorf gut entwickelt hat. 

Herr Pichler, seit wann steht Ihr Entschluss aufzuhören fest?
Pichler:
Für mich stellte sich bei der Wahl 2015 die Frage – ich war damals 63 Jahre – ob ich noch einmal kandidiere. Die Arbeit als Bürgermeister von Andorf ist intensiv, die Gemeinde entwickelt sich sehr gut, es gibt daher viel zu tun, viele Abendtermine. Prinzipiell hätte ich in diesem Jahr schon meine Tätigkeit beenden können. Andererseits bin ich natürlich gerne Bürgermeister und kann in meiner Funktion viel Positives bewirken. Das war für mich ausschlaggebend dafür, noch einmal anzutreten. Aber ein viertes Mal? Ich glaube, dass ich mir die Pension redlich verdient habe und hoffe, dass ich noch lange gesund bin und diese auch genießen kann.

Nachfolger wird Reinhard Köstlinger. Wie kam es dazu?
Wir haben vor der Entscheidung offen diskutiert und wollten niemanden übergehen. Vizebürgermeisterin Roswitha Scheuringer hat erklärt, sich aus der ersten Reihe zurückziehen zu wollen. Erwin Rockenschaub hat als Geschäftsführer der Bodenprüfstelle in Linz mit 50 Mitarbeitern erklärt, dass ihm eine Kandidatur zeitlich nicht möglich ist. Reinhard hat als Fraktionssprecher schon sehr gute Arbeit geleistet – wir haben großes Vertrauen in ihn und haben ihn einstimmig gewählt. Wir trauen ihm sehr viel zu.

Also sind Sie zufrieden mit seiner Wahl?
Ich finde, er bringt alle Voraussetzungen mit, um mein Nachfolger und ein guter Bürgermeister zu werden. Er ist ein intelligenter Bursche, hat eine schnelle Auffassungsgabe und die entsprechende Energie. Er hat die richtigen sozialdemokratischen Einstellungen, und dass es in der Gesellschaft gerecht zugeht, ist ihm ein großes Anliegen. Er trägt mit seiner ruhigen Art immer auch dazu bei, dass Kompromisse gefunden werden, bleibt aber trotzdem seinen Prinzipien treu. Er hat auch das ideale Alter. Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen und werde ihn zu 100 Prozent unterstützen.

Wie sieht der genaue Zeitplan aus. Wann werden Sie übergeben?
Ich bin für die Periode 2015 bis 2021 gewählt und werde diesen Auftrag auch erfüllen. Übergeben kann ich sowieso nicht, da wir keine Mehrheit im Gemeinderat haben.

Wie haben Sie die vergangenen Jahre als Ortschef empfunden?
Die ersten Jahre nach meiner Wahl 2003 waren stark, weil manche nicht glauben konnten, dass es auf einmal einen roten Bürgermeister in Andorf gibt. Ich habe mich aber durchgesetzt und bei der nächsten Wahl habe ich gleich im ersten Wahlgang gewonnen. Auch im Gemeinderat haben wir noch einmal dazu gewonnen. Ich glaube, sagen zu können, dass sich Andorf in meiner Zeit als Ortschef sehr positiv entwickelt hat.

Konkret?
Ich denke dabei an den Neubau der HTL, an die gelungene Sanierung unseres Gemeindeamtes, an die Sanierung des Freibades, an die gewaltigen Leistungen im Straßenbau, an die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, den Bau von Geh- und Radwegen, den Ausbau der Kinderbetreuung. Mit zig Kilometern Kanal- und Wasserleitungsbau haben wir auch vielen Bürgern sowie der Umwelt geholfen. Es ist mir auch gelungen, in vielen persönlichen Gesprächen zu helfen, Konflikte – etwa in der Nachbarschaft – zu lösen oder Andorfer in vielerlei Arten zu unterstützen.

Worauf freuen Sie sich nach dem Bürgermeisteramt am meisten?
Darauf, dass es in meinem Leben wesentlich ruhiger werden wird. Meine Frau ist ja auch schon in der Pension und da wir beide sehr unternehmungslustig sind, wird uns sicher etwas einfallen.

Peter Pichler spricht über seinen Nachfolger.
Autor:

David Ebner aus Schärding

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