Zusammenschluss
Enzenkirchner Energiegemeinschaft bietet günstigen Strom

Der Rege-Vorstand: Schriftführer Harald Grüneis, Obmann Peter Stürmer und Kassier Bürgermeister Christian Gmundner (v. l.). | Foto: Rege
  • Der Rege-Vorstand: Schriftführer Harald Grüneis, Obmann Peter Stürmer und Kassier Bürgermeister Christian Gmundner (v. l.).
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Vor rund zwei Jahren entstand in Enzenkirchen die Idee, eine regionale Energiegemeinschaft zu gründen. Gesagt, getan – nun hat die Gemeinschaft bereits 70 Mitglieder. Doch dabei soll es nicht bleiben.

ENZENKIRCHEN. "Ziel ist es, durch den Zusammenschluss von Bürgern, Gemeinden und Unternehmen den gemeinsam erzeugten Strom auch Mitgliedern ohne eigene PV-Anlage zur Verfügung zu stellen. Und das unabhängig, selbstbestimmt und krisensicher, ohne Umweg über gewinnorientierte Konzerne", so Rege-Obmann Peter Stürmer zur BezirksRundSchau. Nachsatz:

"In den Monaten bis April 2023 hatten wir nur vier Zählpunkte in der Gemeinschaft. Bis Ende 2023 stieg die Anzahl dann auf rund zehn Mitglieder. Seit April 2024 kommen fast täglich neue hinzu. Aktuell haben wir 70 Mitglieder."

Und zwar aus den Gemeinden Andorf, Diersbach, Enzenkirchen, Neumarkt am Hausruck, Peuerbach, Raab, Sigharting, Steegen und Zell an der Pram. "Gerne können sich aber auch Interessenten aus Dorf an der Pram, Riedau und Taiskirchen melden", so der Obmann. Auf die Frage, für wie viele Haushalte die Energiegemeinschaft ausgelegt ist, meinte Stürmer: "Wir haben unsere EEG nicht auf eine gewisse Anzahl von Mitgliedern ausgelegt. Da neue Mitglieder teilweise PV-Anlagen mit in die Gemeinschaft einbringen, steigt auch die Möglichkeit, mehr Abnehmen zu versorgen. Derzeit haben wir noch viel Platz für Abnehmer."

Netto 11 Cent pro Kilowattstunde

Mitglieder, die Strom in die Rege liefern, bekommen laut Vorstand netto 11 Cent/kWh und jene, die den Strom von der Rege beziehen, bezahlen netto 13 Cent/kWh. "Es sind keinerlei sonstige Gebühren zu bezahlen. Zu erwähnen ist auch, dass sich die Rege Mitglieder über eine Reduktion der Netzgebühren von etwa 1,7 Cent/kWh freuen", erläutert Stürmer. Generell sei laut Stürmer eine EEG nicht nur für Bürger interessant, die eine PV-Anlage besitzen und den Strom verkaufen möchten, sondern besonders auch für jene, die nur den Strom beziehen wollen. Dafür ist auch kein Wechsel des Stromanbieters nötig. Dazu der Rege-Obmann:

"Wir wollen den Bürgern, Gewerbetreibenden und Gemeinden in unserer Region eine Möglichkeit bieten, mehr für den produzierten Strom zu erhalten oder weniger für bezogenen Strom zu bezahlen und so den Ausbau der erneuerbaren zu stärken und die Wertschöpfung in der Region zu halten."

Und wohin soll sich die Rege entwickeln? "Es ist schwer zu sagen, wo unsere Gemeinschaft in  drei bis fünf Jahren steht. Wenn es nach mir geht, sind die aktuellen Überlegungen hinsichtlich Gemeinschaftsspeicher abgeschlossen. Wir freuen uns, dass wir den unter tags produzierten PV-Strom auch in der Nacht unseren Mitgliedern zu günstigen Preisen zur Verfügung stellen können. Die damit einhergehende Entlastung und Stabilisierung des Netzes wäre ein positiver Nebeneffekt."

Infoabend am 26. Juni

Stürmer ist überzeugt davon, dass ein regionaler Zusammenschluss von Bürgern, Gemeinden und Unternehmen Vorteile für alle bringt und die regionale Wertschöpfung stärkt: „Wir sind seit über einem Jahr aktiv, ehrenamtlich tätig und freuen uns über jedes neue Mitglied, dass mit uns die Energiezukunft nachhaltig gestalten möchte. Einfach Beitrittsformular ausfüllen und ohne Mitglieds-, Abrechnungs- oder Servicegebühr, ohne Bindung dabei sein.“ Übrigens: Für Interessierte gibt's am Mittwoch, 26. Juni 2024, ab 19:30 Uhr einen Informationsabend mit Beitrittsmöglichkeit im Gemeindeamt Enzenkirchen (letzte Stromrechnung nicht vergessen). Kontakt und weitere Informationen gibt es hier oder per Mail unter rege.enzenkirchen@gmail.com.

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