Die Schönheiten von Spittal erkennen

Stadtrat Franz Eder will die Schönheiten von Spittal wieder mehr ins Bewusstsein rücken
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  • hochgeladen von Verena Niedermüller

SPITTAL (ven). Dass Spittal nicht nur Kulisse für viel Gejammer ist, möchte Kultur- und Tourismusstadtrat Franz Eder mit einem Baukulturwanderweg und dazugehörigem Folder zeigen. "Es gibt so viele schöne Plätze in der Stadt, man muss sie nur vor den Vorhang bringen", so Eder, der mit der WOCHE einen Stadtspaziergang unternahm.

Wirtschaft miteinbinden

Eder möchte auch die Spittaler Wirtschaft miteinbinden, und auf Traditionsbetriebe wie Nitsch United Optics, Modellbau Brenter oder auch Maschinen More beispielsweise hinweisen. "Wir haben tolle Geschäfte und wunderschöne - oft verkannte - Plätze und Gebäude in Spittal. Das muss man nicht nur den Touristen schmackhaft machen, sondern auch wieder den Einheimischen ins Bewusstsein rücken." Der Folder zum Baukulturwanderweg soll so bald wie möglich fertig sein.

Kein Gruselkabinett

Damit möchte er der Bezeichnung "Gruselkabinett" für die Stadt entschieden entgegentreten. "Der Ausdruck wurde von einem FH-Professor verwendet. Die Studenten vergessen dabei, dass sie in einem der schönsten, revitalisierten Gebäude Österreichs studieren und arbeiten", bemerkt Eder.

Startpunkt Bahnhof

Ausgehen vom Bahnhof, der aus der Jahrhundertwende des vorigen Jahrhunderts stammt, schlendert man als Ankommender die Bahnhofstraße hinauf und trifft gleich in den wunderschönen Garten des Hotels Ertl von Familie Krobath. Weiter geht es bis zum Stadtpark und dem Parkschlössl aus dem 16. Jahrhundert, das heute als Kulturtreff und Ausstellungsort dient. Nun soll es auch saniert werden.

Anfang der Bahnhofstraße

Die Bezirkshauptmannschaft wurde im Jahr 1903 von Baumeister Anton Lerchbaumer errichtet, die Pläne im Stil des Späthistorismus stammten von Johann Ehrlich. Die Lutherkirche, die im Jahr 1909 erbaut wurde, stand damals noch weit abseits auf freiem Feld. Das Schloss Porcia wurde in über 60 Jahren erbaut, Beginn war 1533, Gabriel Salamanca gab den Renaissance-Bau in Auftrag.

Über den Neuen Platz

Auf dem Weg zum Schloss fällt die Altdeutsche Weinstube auf, die Anfang des letzten Jahrhunderts vom Maler Martin Ladinig gestaltet wurde. Heute steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Gegenüber findet man die Villa Kukutsch, 1910 im Jugendstil errichtet, heute beherbergt sie die Raiffeisen Bezirksbank. Der Garten wurde für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ist eine wahre Oase in der Innenstadt. Einen schönen Einblick in die Geschichte von Spittal vermittelt das Stenzelhaus an der Ecke Neuer Platz/Bernhardtgasse. Bereits in der Khevenhüller-Chronik von 1625 findet man dieses Gebäude.

Rathaus und Spittl

Weiter geht es zum Rathaus, heute Heim der Stadtgemeinde. Der Bau wurde in den Dreißigerjahren des 16. Jahrhunderts begonnen und dürfte vom selben Baumeister stammen wie das Schloss. Das Petzlbräu in der Bogengasse ist Zeugnis der Baukunst des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Spittl - die heutige Fachhochschule - blickt auf eine 500-jährige Geschichte zurück, rund 50 Jahre lang was das Gebäude eine Ruine, bis es 1997/98 zur Fachhochschule umgestaltet wurde.

Kirche und Gastgarten

Auch die Spittaler Stadtpfarrkirche bietet einen schönen Anblick. Erstmals 1191 erwähnt, wurde sie zu Beginn des 14. Jahrhunderts im Stil der Gotik umgebaut und 1311 geweiht. 1966 wurde der Ostteil der Kirche abgetragen und durch einen Erweiterungsbau ersetzt. Für Eder ist auch der Moser-Gastgarten erwähnenswert, die Geschichte des Traditionskaffeehauses begann 1917. Weiters beschäftigt sich der Folder noch mit dem Finanzamt, der neuen Lieserbrücke sowie unter anderem der Villa Goldeck in der Bismarckstraße.

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