Forstwirtschaft in Oberkärnten
Rekordpreise und Aufbruchstimmung
- Die Aufforstung in den stark geschädigten Wäldern des Mölltals steht in den Startlöchern.
- Foto: Wirtschaftskammer Kärnten
- hochgeladen von Alen Grabic
Die Forstwirtschaft in Oberkärnten scheint sich in einer Phase des Übergangs zu befinden: gestützt durch ungewisse Marktbedingungen und begleitet von einem strukturellen Umbau der Wälder.
OBERKÄRNTEN. Sägerundholz aus Fichte und Tanne ist derzeit stark gefragt und erzielt mit rund 130 Euro pro Festmeter historische Höchstpreise. Die Preisentwicklung wird vor allem auf die anhaltend hohe Nachfrage seit Februar zurückgeführt.
Gut planbares Nutzungsjahr
In Oberkärnten bleibt die Logistik ein Engpass: Fehlende Transportkapazitäten, Straßensperren und Kontingentierungen erschweren den Abtransport. Zudem müssen große Distanzen zu den Verarbeitungsbetrieben überwunden werden, da zentrale Umschlagplätze fehlen. Dennoch erwarten die regional zuständigen Förster Peter Kandutsch und Daniel Eder ein gut planbares Nutzungsjahr, auch wenn der Waldverband auf Anfrage aktuell keine Marktkommentare abgeben wollte.
Wiederaufforstung
Ökologisch zeigt sich eine Entspannung: Nach den Schäden durch Sturm Vaia 2018 und die Borkenkäferplage geht der Befall im Mölltal deutlich zurück. Christian Dullnig von der Forstaufsicht Winklern sieht darin einen Wendepunkt. Die Wiederbewaldung hat nun Priorität: Rund 5.000 Hektar Kahlflächen müssen aufgeforstet werden. Empfohlen werden standortgerechte Mischwälder. Während die Kosten grundsätzlich von den Waldbesitzern getragen werden, gibt es für Schutzwälder Förderungen.
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