Huberschrauberflüge über Spittal
Was die mysteriösen Erkundungsflüge bedeuten
- Von Spittal bis Heiligenblut laufen derzeit großflächige Messflüge auf der Suche nach möglichen Rohstoffvorkommen. Sie könnten noch vier Woche andauern.
- Foto: Ekometall Exploration GmbH
- hochgeladen von Alen Grabic
Im Bezirk Spittal sorgen derzeit Hubschrauber für Aufsehen. Dahinter steckt eine großflächige Rohstoff-Exploration.
BEZIRK SPITTAL. Von Spittal bis Heiligenblut: Insgesamt 15 Gemeinden sind von den aktuellen Hubschrauberflügen der Ekometall Exploration GmbH betroffen. Das 2023 in Österreich gegründete Unternehmen, eine Tochtergesellschaft einer US-amerikanischen Gesellschaft, sucht nach mineralischen Rohstoffen wie Kupfer, Gold, Silber, Zink und Antimon.
Bergbaugebiet unter der Lupe
Im Fokus der Untersuchungen steht die Großfragant – ein historisches Bergbaugebiet, in dem früher vor allem Kupfer abgebaut wurde. „Da Kupfer in der Natur häufig gemeinsam mit anderen Metallen vorkommt, können wir anhand der historischen Daten davon ausgehen, dass dort möglicherweise auch Gold, Silber und Antimon vorkommen“, erklärt Geschäftsführerin Severina Ditzov. Diese Rohstoffe werden unter anderem für die Herstellung von Batterien und Mobiltelefonen sowie für Kabel, Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen und Elektrofahrzeuge benötigt.
Magnetfeld liefert Hinweise
Die derzeit laufenden Hubschrauberflüge dienen ausschließlich der Erkundung. Ein an der Spitze des Hubschraubers befestigtes Magnetometer misst das natürliche Magnetfeld der Erde. Dadurch sollen sogenannte magnetische Anomalien sichtbar werden, die Hinweise auf Gesteine und geologische Strukturen im Untergrund geben können. Zeigen die Messungen interessante Anomalien, könnten anschließend Gesteins- und Bodenproben genommen oder weitere geophysikalische Untersuchungen durchgeführt werden. Erst wenn sich daraus ein schlüssiges geologisches Modell ergibt, könnten Bohrungen interessant werden. „Entscheidend ist nicht die Anzahl der festgestellten Anomalien oder möglichen Bohrziele“, so Ditzov. Vielmehr müsse geklärt werden, wie sich eine mögliche Mineralisierung im Untergrund räumlich erstreckt.
- Das Magnetometer an der Spitze des Hubschraubers misst das Magnetfeld der Erde.
- Foto: Ekometall Exploration GmbH
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Weit entfernt von Bergbau
Von einem konkreten und wirtschaftlich sinnvollen Bergbauvorhaben will Ekometall derzeit nicht sprechen. „Ekometall ist ein reines Explorationsunternehmen“, betont Ditzov. Die bestehenden Schürfberechtigungen erlauben lediglich die Exploration von Mineralrohstoffen. Für mögliche spätere Bohrungen wären weitere behördliche Verfahren notwendig. Dabei müssten unter anderem Grundeigentümer, Agrar- und Weggemeinschaften sowie Vertreter von Jagd und Wasserwirtschaft einbezogen werden. Zeitlich ist ein Abbau somit noch in weiter Ferne. Allein die Abgrenzung einer Ressource, Machbarkeitsstudien und Genehmigungsverfahren könnten „zehn bis 15 Jahre“ oder länger dauern. Derzeit seien rund 30 Prozent der vorgesehenen Untersuchungen abgeschlossen, berichtet Ditzov. Wenn das Wetter stabil bleibt, sollen die Messungen noch etwa vier Wochen dauern. Wetter, Jagdzeiten, Weidevieh und naturschutzrelevante Faktoren müssen bei der Planung der Flüge berücksichtigt werden.
1,25 Millionen Dollar
Finanziert wird die Suche nach den Rohstoffen privat. Bei der jüngsten Investorenrunde im März 2026 konnte Ekometall laut Ditzov 1,25 Millionen US-Dollar einwerben.
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