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In Spittal wurden bereits zum dritten Mal verteilte Lebensmittel der Tafel in Mülleimern entsorgt. Österreichweit landen täglich rund 3.000 Tonnen Lebensmittel im Müll.
MeinBezirk.at haben Hinweise erreicht, wonach ausgegebene Lebensmittel der Team Österreich Tafel in Spittal in Mülleimern landen. Zwei solche Vorfälle sind aus der Vergangenheit bereits bekannt.
SPITTAL. Eine Leserin hat MeinBezirk.at darauf aufmerksam gemacht, dass größere Mengen an Lebensmitteln, die bei der Team Österreich Tafel in Spittal ausgegeben worden waren, in Mülleimern gelandet sein sollen. Besonders brisant ist der Vorfall vor dem Hintergrund des Tages gegen Lebensmittelverschwendung in der vergangenen Woche: Rund 3.000 Tonnen Lebensmittel landen in Österreich täglich im Müll.
Vorfall wird ernstgenommen
Dass es einen aktuellen Vorfall gegeben hat, war der Team Österreich Tafel bislang nicht bekannt, erklärt Pressesprecherin Melanie Reiter auf Anfrage von MeinBezirk Spittal. Der Hinweis werde jedoch ernstgenommen, versichert Reiter. Bei den kommenden Ausgaben soll verstärkt darauf hingewiesen werden, "dass Lebensmittel, die nicht benötigt werden, direkt vor Ort zurückgegeben beziehungsweise anderen Bezieherinnen und Beziehern zur Verfügung gestellt werden können". Diese Möglichkeit bestehe bereits und werde grundsätzlich auch genutzt.
Nur zwei bekannte Vorfälle
Von einer Häufung derartiger Fälle in Spittal könne das Rote Kreuz nicht sprechen. "In Spittal sind uns aus der Vergangenheit zwei derartige Vorfälle bekannt", erklärt Reiter.
"Dass Lebensmittel im Umfeld einer Ausgabestelle entsorgt werden, ist kein Problem, mit dem wir regelmäßig konfrontiert sind.
Pro Ausgabetermin würden in Spittal derzeit rund 1.200 Kilogramm Lebensmittel abgeholt und zwischen 130 und 150 Personen mit Lebensmitteln unterstützt. "Die Waren werden von unseren Mitarbeitern gesichtet und entsprechend den geltenden Vorgaben kontrolliert. Anschließend werden sie für die Ausgabe vorbereitet und die Mengen an die jeweilige Haushaltsgröße angepasst", schildert Reiter. „Auf besondere Wünsche und Bedürfnisse versuchen unsere Mitarbeiter:innen im Rahmen des vorhandenen Warenangebots bestmöglich Rücksicht zu nehmen“, erklärt Reiter. Gleichzeitig werde darauf geachtet, „alle Bezieher nach den gleichen Grundsätzen zu behandeln“. Das konkrete Angebot lasse sich allerdings nicht vollständig planen: „Da es sich bei der Team Österreich Tafel um gerettete Lebensmittel handelt, richtet sich das konkrete Angebot naturgemäß auch danach, welche Waren von unseren Partnerbetrieben zur Verfügung gestellt werden können.“
Nicht benötigte Produkte
Warum einzelne ausgegebene Lebensmittel letztlich nicht verwendet werden, könne man nicht eindeutig beantworten. „Über die Beweggründe einzelner Personen können wir grundsätzlich nur spekulieren“, sagt Reiter. Aus der Erfahrung bei den Ausgaben wisse man jedoch, dass sich etwa erst nach der Übernahme herausstellen könne, dass bestimmte Produkte in einem Haushalt nicht benötigt oder verwendet werden. Genau deshalb gebe es die Möglichkeit, nicht benötigte Waren direkt vor Ort zurückzulassen.
Geschulte Mitarbeiter
Für die Mitarbeiter und Helfer gebe es klare Regeln, wann Lebensmittel ausgegeben werden dürfen und wann sie in den dafür vorgesehenen Behältern entsorgt werden müssen, betont Reiter. Was mit bereits ausgegebenen Lebensmitteln außerhalb der Ausgabestelle passiert, könne das Rote Kreuz hingegen nicht kontrollieren. „Wir können aber informieren und sensibilisieren – und genau das werden wir auch aufgrund des aktuellen Hinweises nochmals verstärkt tun“, so Reiter.
Zur Sache
Das Rote Kreuz betreibt in Kärnten insgesamt neun Ausgabestellen der Team Österreich Tafel, wo zumeist jede Woche Lebensmittel verteilt werden. In Spittal werden pro Ausgabetermin derzeit rund 130 bis 150 Personen unterstützt. Pro Ausgabetag werden in Spittal bei Partnerbetrieben rund 1.200 Kilogramm Lebensmittel abgeholt. Zwei Fälle, in denen ausgegebene Lebensmittel weggeworfen wurden, seien in Spittal bekannt. Österreichweit landen täglich rund 3.000 Tonnen Lebensmittel im Müll.
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