23.11.2016, 11:06 Uhr

20 neue Wohnungen für Seebodner

Die beiden Häuser am Solarweg werden abgerissen und machen 20 Mietwohnungen Platz

VKS errichtet auf Gemeindegrund leistbare geförderte Wohnungen.

SEEBODEN (ven). Die ehemaligen SKM-Mitarbeiterhäuser im Seebodner Solarweg werden dem Erdboden gleichgemacht. Stattdessen sollen hier 20 Mietwohnungen errichtet werden.

Förderzusage erhalten

Vizebürgermeister Christian Tribelnig informiert: "Die Häuser sind für eine Vermietung unbrauchbar, zu groß und zu teuer in der Erhaltung. Nun haben wir als Gemeinde die Förderzusage vom Land für 20 Mietwohnungen erhalten." Die VKS (Vorstädtische Kleinsiedlung) sei an die Gemeinde herangetreten und habe akzeptiert, dass der Grund nicht verkauft wird und im Eigentum der Gemeinde bleibt. "Es handelt sich um 4.800 Quadratmeter, ein Verkauf kommt für die Gemeinde nicht in Frage", so Tribelnig.
So werden die Wohnungen nun mittels Baurechtsvertrag errichtet. "Nach 65 Jahren fallen die Gebäude an die Gemeinde zurück, die VKS zahlt an die Gemeinde einen Baurechtszins."

Mehr Bewerber als Platz

Bezüglich Wohnungsvergabe habe die Gemeinde ein Vorschlagsrecht, obwohl das Projekt noch nicht öffentlich beworben wurde, gebe es bereits mehr Bewerber als Wohnungen zur Verfügung stehen werden. "Es ist auch eine sehr attraktive Anlage. Alle Wohnungen werden barrierefrei errichtet, haben einen Tiefgaragenstellplatz und jede einzelne wird über einen Südbalkon verfügen. Architekt Edwin Pinteritsch befasst sich gerade mit der Planung der Anlage", sagt Tribelnig. Es soll sich auch um eine ortsangepasste Bebauung handeln.

Zu viel Eigentum

"Wir haben Augenmerk auf Mietwohnungen gelegt, damit auch andere eine Chance haben, hochwertigen Wohnraum in toller, see-naher Lage zu nützen", so der Vizebürgermeister. Es sei ihm bewusst, dass es in Seeboden eher zu viele Eigentumswohnungen und "ganz sicher zu wenige Mietwohnungen" gebe. Im Ortsteil Kraut gäbe es derzeit 33 Wohnungen, man kämpfe um eine dritte Baustufe mit sechs bis neun weiteren.
"Wir versuchen, auf die Bauträger einzuwirken, damit mehr Mietwohnungen gebaut werden. An der geplanten Promenade zum See hinunter gibt es ein Projekt, in dem auch Mietwohnungen angedacht sind", so Tribelnig. Er sieht in Eigentumswohnungen ein "eher kurzfristiges Geschäftsmodell, wir versuchen die Bauträger dahingehend zu überzeugen, dass sie sich auf das langfristige Projekt einer Vermietung einlassen."

Ort attraktiv halten

Insgesamt wolle man sich bemühen, Seeboden attraktiv zu halten für Seebodner, die bleiben oder zuziehen. "Für die Bevölkerung ist die Finanzierung ausschlaggebend. Man will zwar im Ort alles haben, aber ohne dementsprechender Bevölkerungszahl kann die Finanzierung für zum Beispiel eine Kinderbetreuung nicht gewahrt bleiben."

Ein Jahr Bauzeit

Baustart der Anlage soll im Frühjahr 2017 sein, es wird mit einem Jahr Bauzeit gerechnet. Die Förderzusage des Landes wurde von der Gemeinde an die VKS abgetreten. "Auch die Höhen der Mieten sind in diesen Förderrichtlinien definiert, auch welche Infrastruktur vorhanden sein müsse. Außerdem darf das Projekt nicht gewinnorientiert sein." Die Höhe der Baukosten ergebe sich erst nach vollendeter Planung und Ausschreibung. Die Förderung des Landes bestünde aus einer Streckung der Rückzahlung auf 50 Jahre.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.