22.11.2016, 15:23 Uhr

Advent, wie er früher einmal war

Der Katschberger Adventweg punktet mit restaurierten Heustadln, mit jeweils besinnlichen Programm für die Besucher (Foto: Katschberg Tourismus)

Ab ersten Adventsonntag ist der Katschberger Adventweg mit einigen Attraktionen geöffnet.

KATSCHBERG (ven). Altes bewahren und neu beleben - das war der Ausgangsgedanke für den zwei Kilometer langen Katschberger Adventweg. Nach zwei Jahren Planungszeit war es diesen Sommer soweit: Im Gontal auf über 1.700 Metern Seehöhe wurden neun alte Heustadel mühevoll und mit viel Augenmerk für kleine Details neu aufgebaut und restauriert.

210.000 Euro Investition

"Es ist erfreulich, wenn es Projekte gibt, wo diese Heustadeln wieder in ihrer ursprünglichen Form restauriert oder sogar neu aufgebaut werden. Am Katschberg hat man sich genau das zum Ziel gesetzt", so Stefan Brandlehner (Tourismusregion Katschberg-Rennweg Marketing GmbH). Was folgten, waren viele Gespräche mit Zimmerern, Grundeigentümern, Förderstellen und Behörden. In die Heustadel wurden rund 140.000 Euro investiert, die Gesamtinvestition inklusive Wegausstattung, Dekoration etc. belaufen sich auf rund 210.000 Euro. "Rund 45 Prozent davon wurden aus Fördermitteln von drei Leader-Regionen - Lungau, Oberkärnten und Nationalpark Hohe Tauern - finanziert.

Kein Kitsch

Beim Programm sind die Verantwortlichen der Tourismusregion Katschberg ihrer Philosophie treu geblieben. Wie bei den Heustadeln spielt Authentizität und Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. "Besucher sollten keinen Kitsch, keine blinkenden Lampen und keine 'importierten' Weihnachtselemente vorfinden, sondern ein Weihnachten wie früher erleben können!", so Brandlehner.

Geschichten und Lieder

So ladet z.B. die “Hütte der Stille” bewusst zum Nachdenken und zur Besinnung ein. In der Hütte der Lieder lauscht man dem Gesang der Chöre oder stimmt gleich mit ins Lied ein. Alte Weihnachtsgeschichten bekommen sowohl kleine als auch große Besucher in der Hütte der Geschichtenerzählerin zu hören und in der Engelswerkstatt legen Kinder selbst Hand an, um ihren eigenen Teddybären entstehen zu lassen. Neben diesen und einigen weiteren Themen spielt vor allem Musik eine große Rolle. Posaune, Trompete, Alphorn, Harfe, Hackbrett, Flöte, Gitarre und Ziehharmonika - alles Instrumente, welche beim Adventweg zu hören sein werden.

Romantische Kutschfahrt

Natürlich darf im Advent die Romantik nicht fehlen. Dafür sorgt gleich zu Beginn die Fahrt mit dem Pferdeschlitten entlang des Wichtelweges. Bereits nach wenigen Fahrminuten taucht der Schlitten in das Dunkel des tief verschneiten Waldes ein. Die letzten Lichter verschwinden, nichts ist mehr zu hören. Nur das Schnauben der Pferde, deren Glocken sowie das Knirschen, wenn die Kufen ihre Spuren in den Schnee ziehen. Immer wieder einzelne Laternen und wunderschöne gestalterische Elemente entlang des Weges, dank derer der Wichtelweg auch zu Fuß ein Erlebnis ist.

Wechselndes Programm

Vom Katschberg (Pizzeria Stamperl) bringen Shuttlebusse die Besucher zum Gasthof Bacher, wo die Pferdeschlitten losfahren. Ziel ist die Pritzhütte. Von hier geht es nur noch zu Fuß weiter, doch der erste Stadel wartet schon nach wenigen Metern. Dort erhält jeder Besucher seine persönliche Laterne, welche den ohnehin gut ausgeleuchteten Weg noch mehr erhellt. Für Wärme von innen sorgen die Teestationen entlang des Weges und auch die eine oder andere kleine Wegzehrung wird angeboten. Das Programm wechselt von Tag zu Tag, womit sich der Katschberger Adventweg auch für Wiederholungsbesuche anbietet.

Eröffnung mit Musikschule

Zur erstmaligen Eröffnung des Katschberger Adventweges laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die letzten Handgriffe und Dekorationen werden getätigt und auch die Mitwirkenden stehen bereits in den Startlöchern. In der Musikschule Lieser-Maltatal (sowie in der Musikschule Lungau) wird noch eifrig geprobt. Gemeinsam mit Direktorin Petra Glanzer und Lehrerin Ingrid Wielebnowski sind die Schüler fleißig am üben der Musikstücke. Vor allem werden stimmungsvolle Weihnachtsmelodien sowie traditionelle Weisen, passend zur Adventzeit, einstudiert. Aber nicht nur die Schüler sind fleißig am proben, auch die Alphornbläser, Chöre und Musikgruppen der Region stimmen sich bereits auf die Adventzeit ein.

Neue Glocke für Lex-Stadl

Die ersten feierlichen Momente gab es mittlerweile auch schon. Der “Lex-Stadl” bekam einen Glockenturm samt dazugehöriger Glocke montiert, nicht ohne diese zuvor feierlich von Pfarrer Johannes Satlow segnen zu lassen. Der Stadl gehört der Familie Neubauer, vlg. Lex, daher auch der Name “Lex-Stadl”. Den Glockenturm spendete Zimmermeister Ernst Thaler, welcher bereits seit Juni die verfallenen Stadl entlang des Wanderweges im Gontal renovierte und restaurierte. Die Glocke, gespendet von der Familie Kerschhaggl (Alpengasthof Bacher Katschberg), ließ man eigens in einer Innsbrucker Gießerei anfertigen.

Eröffnung am 27. November

Zu hören sein werden sowohl die Musiker als auch die Glocke ab der Eröffnung am 1. Adventsonntag, den 27. November 2016 von 15 bis 22 Uhr. Danach kann der Adventweg bis einschließlich 25. Dezember (24.12. ausgenommen) jeden Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag, von 15 bis 22 Uhr besucht werden.

Mehr Infos zu Programm und Adventweg auf www.katschberger-adventweg.at

Fotos: Tourismusregion Katschberg-Rennweg
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