04.04.2017, 17:00 Uhr

"Giftige" Filmpremiere in Gmünd

Herbert Hohensasser in Gmünd. Im Hintergrund der Kerker, in dem Eva Faschauner festgehalten wurde

Herbert Hohensasser hält Geschichte der Eva Faschaunerin in einem Film fest.

GMÜND (ven). Die wohl bekannteste Figur der Geschichte aus dem Lieser- und Maltatal ist die angebliche Giftmörderin Eva Faschaunerin. Der Rosentaler Filmemacher Herbert Hohensasser stieß 2007 auf die bewegte Geschichte der jungen Frau aus Malta und bannte sie nun auf Filmrolle.

Zufällig entdeckt

Hohensasser war in Gmünd unterwegs, um einen Film über eine Schmiede zu drehen, als er zufällig das Museum über Eva Faschaunerin entdeckte. Museumsleiter Josef Zwenig gab Auskunft, dass es zwar bereits Bücher - mit viel Fiktion - zum Thema gab, aber noch keinen Film. Auch zwei Theaterproduktionen haben sich mittlerweile dem Thema angenommen. Nach umfangreichen Recherchen - unter anderem im Landesarchiv Klagenfurt - begann Hohensasser, ein Drehbuch zu schreiben.

Adi Peichl als Regisseur

"Die Regie hatte anfangs Adi Peichl inne, aus gesundheitlichen Gründen habe ich dann übernommen", so Hohensasser. Darsteller im Film sind Laienschauspieler aus der Region, die bereits im März 2010 gecastet wurden. Darunter auch Altbürgermeister Hanspeter Schaar, Korina Allmayer übernahm die Rolle der Eva Faschaunerin. Zuvor habe sie nur ein paar Mal Theater gespielt, die Filmrolle sei doch etwas anderes. Insgesamt 30 Schauspieler sind am Set beteiligt, für die Kostüme zeichnet Helga Allmayer verantwortlich.

Originale Drehorte

Gedreht wurde an Originalschauplätzen im Maltatal. Eva Kary, geborene Faschauner, wurde 1773 im Alter von 34 Jahren in Gmünd hingerichtet. Man unterstellte ihr den Giftmord an ihrem Gatten Joseph Kary, sie wurde als Hexe verschrien und ihr abgeschlagener Kopf am Galgenbichl mahnend zur Schau gestellt. Der Mord konnte allerdings nie wirklich bewiesen werden.

Endlich fertig

Insgesamt wurde 26 Tage lang gedreht, nach umfangreichen technischen Neuerungen und Umstellungen in der Produktion und der Komposition der Filmmusik ist der Film nun endlich im Kasten und bereit, der Öffentlichkeit gezeigt zu werden.

Drei Vorführungen

Die Vorpremiere für Schauspieler und Medien findet am 6. April in der Alten Burg statt. Die Öffentlichkeit kann das 98-minütige Werk am 21., 22., und 23 April - jeweils um 19 Uhr - in der Lodronschen Reitschule ansehen. Tickets sind im Kulturbüro Gmünd erhältlich.
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