26.11.2016, 11:48 Uhr

Therme St. Kathrein wird modernisiert

So soll sich die Therme St. Kathrein ab Juni präsentieren (Foto: Zusna/ Therme St. Kathrein GmbH)
BAD KLEINKIRCHHEIM. Die 1969 in Betrieb genommene und vor 26 Jahren zuletzt sanierte Therme St. Kathrein wird umgebaut und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Pfingsten, also Anfang Juni 2017, soll die seit Mai geschlossene Therme, mit der einst der Aufschwung als Kurort begonnen hatte, wieder eröffnet werden.

"Es ist ein ganz normaler Zyklus, dass so ein Betrieb in die Jahre gekommen ist", sagt dazu Erhard Veiter, Geschäftsführer der Therme. Die feuchte Atmospäre habe die Baustoffe immer mehr angegriffen - so sehr, dass eine Betriebssicherheit nicht mehr gewährleistet werden konnte. Hinzu gekommen sei die Änderung des Bäderhygienegesetzes 2012, das unter anderem in den Filtern eine größere Durchflussmenge und eine bessere Wasserqualität vorschreibt.

Fahrstuhl für Barrierefreiheit

Es seien zwei wesentliche Aspekte, die eine Modernisierung unabdingbar machten, so der promovierte Ziviltechniker weiter, der zugleich das Amt des Bürgermeisters im benachbarten Feld am See ausübt: Barrierefreiheit und thermische Gebäudesanierung. "Wir werden jetzt einen Fahrstuhl einbauen und sind damit Vorreiter in Österreich", erklärt Bürgermeister Matthias Krenn stolz. Und als Teil der Klima- und Energiemodellregion wird die sanierte Therme einen Vollwärmeschutz, rundum neue Fenster und effizientere Pumpen erhalten.

86 Meter lange Wasserrutsche

Der Besucher wird vor allem die neue, 86 Meter lange Wasserrutsche zu schätzen wissen. Sie besteht aus Edelstahl mit einem Plexiglasdach, so dass sie ganzjährig in Betrieb ist. Beginnd im Rutschturm, führt sie ins Freie und endet wieder im Turm. "Da hatten wir einen Nachholbedarf", so Veiter, nachdem im Römerbad vor zehn Jahren eine solche Wasserrutsche abgebaut worden war.

Größte Wasserfläche

Die neu gestaltete Wasserfläche bleibt mit 1.200 Quadratmetern die größte in Kärnten. Oberhalb des Eingangsbereichs entsteht neu ein Ruheraum aus Zirbenholz.

Während das Römerbad in erster Linie den Wellnessbereich abdeckt, versteht sich St. Kathrein als "Wohlfühltherme für die ganze Familie", erklärt Krenn, Obmann des Fremdenverkehrsförderungsvereins Bad Kleinkirchheim, dem Eigentümer der Therme. Den Umbau nimmt die Therme St. Kathrein GmbH vor, eine aus der Gemeinde ausgelagerten Gesellschaft, vor, deren Geschäfsführer Veiter ist.

Zwölf Millionen Euro brutto kostet der Umbau, der zu 90 Prozent von der Gemeinde gestemmt wird. Während der neun Monate Umbauzeit sind nach Krenns Angaben täglich 50 bis 120 Mann am Bau beschäftigt. Das ergibt in der Summe rund 15.000 sogenannte Manntage. Damit ist die (verrechenbare) Arbeitsleistung einer Arbeitskraft pro Tag gemeint.
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