03.11.2016, 08:00 Uhr

Millstätter Sprungturm: Land hilft mit

Der Sprungturm steht unter Denkmalschutz und ist das Wahrzeichen Millstatts (Foto: Thaler)

Landesrat Christian Benger hat die Förderung von 180.000 Euro aus dem Berg-Rad-See-Topf im Gemeindereferat zugesagt. Weitere benötigte Förderzusagen noch offen.

MILLSTATT (ven). Bewegung gibt es in der geplanten Sanierung des Millstätter Sprungturmes. Das Mega-Vorhaben, das laut Kostenschätzungen rund 500.000 Euro kosten wird, wird nun mit 180.000 Euro vom Land gefördert.

Attraktivität steigt

„Den Berg-Rad-See-Topf im Gemeindereferat gibt es zum ersten Mal. Damit unterstützen wir nachhaltige, touristische Infrastruktur in den drei Kernthemen, die der Tourismusstrategie entsprechen und den Gästetrends entgegen kommen“, erklärt Tourismuslandesrat Christian Benger. „Der See und seine Uferzonen müssen erlebbar sein. Gerade der Sprung- und Rutschenturm steigt die Attraktivität des Strandbades wieder“, sagt Benger.

Auf gutem Weg

"Wir haben die Sanierung ausgeschrieben, drei Angebote bekommen und eines ausgewählt. Es hat sich bisher immer mit Bundesdenkmalamt und dem Zuständigen für Bädersicherheit gespießt, wir konnten beide Stellen aber als Berater bei der Auswahl des Vorschlages gewinnen", so Bürgermeister Johann Schuster zur WOCHE. Die technische Lösung sei zwar noch nicht ganz fertig, aber auf gutem Wege.

Zwei Zusagen noch offen

Die Kostenschätzung ergab rund eine halbe Million Euro für die Sanierung und Adaptierung. "Wir haben bei drei Stellen um Fördergelder angesucht. Beim Land, wo wir die Zusage nun erhalten haben, beim Wirtschaftsministerium und auch bei der LAG Nockregion-Oberkärnten", so Schuster. Er schätzt, dass nach erhofften Zusagen der weiteren Förderstellen rund 200.000 Euro als Eigenmittel überbleiben werden. "Als Eigenmittel gelten Mittel der Gemeinde, der Bäderbetriebs GmbH und auch Gelder des Tourismusverbandes. Aber es fällt uns nicht leicht, das zu stemmen", ergänzt er und hofft, dass Mitte Dezember ein dementsprechender Beschluss im Gemeinderat fallen kann.

Positives Signal

"Der Turm ist sehr wichtig für die Gemeinde. Er hat eine Symbolik und auch Strahlkraft. Wir müssen ein kräftiges, positives Zeichen setzen, dass wir auch etwas zustande bringen und es nicht nur um Schuldenabbau in der Gemeinde geht", schließt Schuster.

Unikum am See

1930 wurde der Sprungturm im Strandbad Millstättersee errichtet und er wurde gleich zu einer großen Attraktion. Die Verbindung von Wasserrutsche und Sprungturm war damals ein absolutes Novum. Sogar europaweit gilt der Turm als unikale Erscheinung in einem Badebetrieb. Errichtet wurde der Turm damals von der Baufirma Ed. Ast & Co Ingenieure aus Graz. Sie haben das französische Patent für Eisenbetonkonstruktionen erworben und weiterentwickelt. Die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Sprungturmes ist nicht nur aus sicherheitstechnischen Überlegungen dringend nötig. Vor einigen Jahren wurde der Turm stillgelegt.

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