Rallye W4
Corona-Maßnahmen zerstörten letzte Hoffnung auf Rallye W4

Der neuerliche Lockdown hat jegliche Hoffnung auf Durchführung der Rallye zerschlagen.
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  • Der neuerliche Lockdown hat jegliche Hoffnung auf Durchführung der Rallye zerschlagen.
  • Foto: Thomas Polt
  • hochgeladen von Mariella Datzreiter

Nach reiflicher Überlegung und bedingt durch den neuerlichen landesweiten Lockdown hat sich Rallye-W4-Organisator Christian Schuberth-Mrlik schweren Herzens entschlossen, die Veranstaltung für heuer auszusetzen

NIEDERÖSTERREICH (red.) Christian Schuberth-Mrlik hat lange um die heurige Rallye-W4, das motorsportliche Aushängeschild im Waldviertel, gekämpft. Viele Hürden hat er mit seiner Organisations-Crew in der Auseinandersetzung mit dem Corona-Virus überwunden. Selbst für eine Veranstaltung ohne Zuschauer hätte es ein passendes Konzept gegeben. Letztendlich wurde der kürzlich erlassene neuerliche Lockdown für den ganzen November durch die Bundesregierung aber auch für ihn zum „Schockdown“. 

„Die Teams hätten keine Nächtigungsmöglichkeiten gehabt, Verpflegung wäre nur aus dem Supermarkt oder in Eigenregie möglich gewesen. Abgesehen davon, dass eine Rallye in einer Zeit, wo fast das ganze Land stillsteht, aus ethischen Gründen mehr als kontraproduktiv gewesen wäre.“

Verschieben oder Absagen?

Kurz stand eine Verlegung in den Dezember im Raum, eine solche war für Schuberth-Mrlik letztendlich aber auch vom Tisch. „Die COVID-19-Situation ist so unsicher, dass leider nichts dafür spricht, die Veranstaltung mit allen Mitteln durchzuboxen. Es sind in nächster Zeit trotz Lockdown auch keine gravierenden Verbesserungen in Sicht. Behördenaussagen zufolge werden Veranstaltungen weiterhin hintan gestellt. Und ich gebe auch aufrichtig zu, dass mich der schreckliche Anschlag in Wien durchaus etwas beeinflusst hat. Auch wenn das mit der Rallye gar nichts zu tun hat. Aber wir haben momentan offensichtlich eine so schwierige Zeit, dass man sich dann irgendwann auch einmal fragen muss, ob eine Rallye gerade jetzt wirklich so wichtig ist.“



Einfach mal "Danke sagen"

  • „Danke an das komplette Organisations-Team, das viele schlaflose Nächte hinter sich gebracht hat, für den unermüdlichen Einsatz.“
  • „Danke an alle Medienvertreter und die vielen TV-Stationen, die uns eine Kooperation angeboten haben. Wir würden sie gerne im nächsten Jahr fortführen.“
  • „Danke an die zuständigen Behörden und involvierten Gemeinden. Uns ist es sehr wichtig, bei dieser Großraumveranstaltung geschlossen aufzutreten.“
  • „Danke an die Sponsoren, die uns auch in einem ganz besonderen Jahr ihr Vertrauen geschenkt haben und uns finanziell zur Seite gestanden sind.“
  • „Danke für den großen Zuspruch der Teams. Der Andrang war wirklich sehr, sehr
  • groß. Das Nenngeld wird rasch und unbürokratisch retourniert.“

„Bitte um Verständnis. Um dem Ruf des Rallyesports in unserem Land nicht zu schaden, ist eine Absage zum gegebenen Zeitpunkt sinnvoll. Wir freuen uns, die Teams nächstes Jahr unter hoffentlich wieder normalen Verhältnissen bei uns im Waldviertel begrüßen zu dürfen,“
 pocht Veranstalter Christian Schuberth-Mrlik auf Verständnis. 

Vorschau auf 2021

Und als Trost schon heute ein kleiner Vorgeschmack darauf:

„Was als Semperit-Rallye begann und heute Rallye W4 heißt, ist hier im hohen Norden schon seit 39 Jahren ein Fixpunkt. Im nächsten Jahr zum 40- jährigen Jubiläum sind wir sehr zuversichtlich, die Rallye W4 mit Zuschauern abhalten zu dürfen. Da freue ich mich dann auch schon auf die neue Errungenschaft der e-Mobilität im Rallyesport, die, soviel sei verraten, mittels einem Skoda Fabia am Start sein wird.“

Der neuerliche Lockdown hat jegliche Hoffnung auf Durchführung der Rallye zerschlagen.
Die Veranstalter der Rallye W4 haben bis zum letzten Zeitpunkt dafür gekämpft, dass die Rallye stattfinden kann.
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