Leserbrief Frequency
Anrainer warnt, Traisen könnte am Frequency Hygiene-Risiko werden
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Dieser Leserbrief von Hans Rankl zum Thema Frequency erreichte die Redaktion.
ST. PÖLTEN/NÖ. "Ein weiteres Mal wird die niederösterreichische Landeshauptstadt St. Pölten Festivalmittelpunkt. Vom 20. bis 22. August kommen mehr als 140.000 Besucher aus ganz Europa, um bei mehr als 100 Acts dabei zu sein. Viele fahren hunderte Kilometer und sorgen bei der Großveranstaltung im Süden von St. Pölten für einen Ausnahmezustand. Mit gemischten Ansichten der Bevölkerung, vor allem der Anrainer, wird ein wunderbares Erholungsgebiet im Bereich der Traisen den Gästen aus Nah und Fern zur Verfügung gestellt. Aufgrund des extrem niedrigen Wasserstandes könnte heuer die Nutzung der Traisen durch tausende Gäste zum hygienischen Problem werden. Wo bis zum Beginn noch gepflegte Wiesen zum Laufen, Spazierengehen und Erholen einladen, bleibt nach dem Festival jedes Jahr eine Müllhalde mit bis zu 100 Tonnen Müll zurück. Die Wirtschaft freut sich über Millionenumsätze, die Natur ist weniger begeistert. Es wäre interessant zu erfahren, wie Umweltaktivisten den großen Müllhaufen sehen. Natur und Umwelt sind völlig egal, wenn es darum geht Party zu feiern. Wir waren auch einmal jung, haben Events besucht, welche damals noch eine kleinere Dimension hatten, aber ein derart oberflächlicher und gewissenloser Umgang mit der Natur ist mir nicht in Erinnerung. Wie viele Bürger freue ich mich, wenn junge Leute eine unbeschwerte Zeit verbringen. Ich bin aber auch der Meinung, dass die Besucher nach dem Feiern nicht nur das hinterlassene Müllchaos anschauen, sondern schon während der Festivalstage ihren Müll bewusst entsorgen könnten."
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