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Jahrelang soll ein 30-Jähriger seiner Frau gegenüber gewalttätig gewesen sein. Für zwei Vorfälle wurde er nun verurteilt.
ST. PÖLTEN. "Er überlegt nicht, er schlägt einfach" - das sagte eine 26-Jährige über ihren Ehemann aus. Laut der Frau soll es in der Beziehung schon viele Jahre lang, seit 2019, Gewalt gegeben haben. Fast täglich hätte er sie geschlagen und getreten. Immer wieder soll er sie auch bis zur Ohnmacht gewürgt haben. Am Landesgericht St. Pölten wurde der Mann nun wegen zwei Vorfällen im April bzw. Mai diesen Jahres verurteilt.
"Aus Spaß passiert"
Der Angeklagte bekannte sich teilweise schuldig. Es hätte immer wieder Streitereien gegeben, die auch körperlich wurden. Aber mehr als geohrfeigt hätte er sie nicht.
Laut Staatsanwaltschaft hat der 30-Jährige seiner Ehefrau im April mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Kurz nach dem Vorfall machte sie ein Foto, auf dem ihr blaues Auge und weitere Verletzungen deutlich erkennbar sind.
Laut der Frau litt sie jahrelang an der Gewalt durch den 30-Jährigen.
Der Angeklagte sagte in der Verhandlung aus, die Verletzungen im April seien "aus Spaß passiert". Hätte er sie tatsächlich mit der Faust geschlagen, wäre sie sehr viel schlimmer verletzt gewesen.
Dreijährige Tochter geschlagen
Im Mai wurde der St. Pöltner nicht nur gegenüber seiner Frau, sondern auch seiner dreijährigen Tochter gewalttätig. Wie die 26-Jährige vor Gericht berichtete, warf der Mann das Kind auf die Couch und schlug auf es ein. Die Dreijährige wurde im Krankenhaus versorgt. Auch die Frau musste wegen Verletzungen durch Schläge und Tritte ärztlich behandelt werden.
Die älteren beiden Kinder des Paares, sieben und sechs Jahre alt, liefen zu einer Nachbarin, die daraufhin die Polizei verständigte.
Die beiden älteren Kinder liefen zur Nachbarin, die dann die Polizei alarmierte.
Dass er seine Tochter verletzt hatte, leugnete der Angeklagte vor Gericht. Allerdings ohne Erfolg, denn Richter Gregor Adamovic sprach ihn vollumfassend schuldig. "Es schaut absolut katastrophal aus, wie sie ihre Frau zugerichtet haben", so Adamovic, in Bezug auf das vorgelegte Foto vom April.
Die Verhandlung fand am Landesgericht St. Pölten statt.
Einmal war der 30-Jährige bereits vorbestraft. Er wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwölf Monaten verurteilt. Seiner Frau muss er außerdem 3.850 Euro Schmerzengeld zahlen, seiner Tochter 350 Euro. Der Angeklagte nahm das Urteil an, doch da die Staatsanwaltschaft keine Erklärung abgab, ist es noch nicht rechtskräftig.
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