Großprojekt in St. Pölten
Heidenheimer Straße wird umgebaut, die Bauarbeiten starten im Oktober
- Die Heidenheimer Straße wird saniert, dabei werden bereits knapp fünf Meter hohe, neue Bäume nach dem Schwammstadtprinzip gepflanzt.
- Foto: Grafik: Blooming Cities/KI
Nach intensiven Diskussionen und Sicherheitsbedenken startet die Stadt St. Pölten im Oktober 2026 die Sanierung der Heidenheimer Straße. Dabei setzt die Verwaltung auf ein neues Konzept mit mehr Grünraum, moderner Infrastruktur und erhöhter Verkehrssicherheit.
ST. PÖLTEN. Die Weichen für die Neugestaltung der Heidenheimer Straße stehen auf Start: Im Oktober beginnen die Bauarbeiten. Sie erneuern den maroden Straßenbelag und verändern das gesamte Grätzel nachhaltig. Die ornithologischen Maßnahmen sind bereits abgeschlossen. Die Anrainerinnen und Anrainer erhielten alle Informationen zum Ablauf.
Die Sanierung der Fernwärme und der Wasserleitungen sorgte bereits für mehr Versorgungssicherheit. Nun steht die Umgestaltung der Oberfläche im Fokus. Letzte Arbeiten des Projekts finalisieren die Arbeiterinnen und Arbeiter im Frühjahr 2027.
Breitere Gehwege und Tempo 30
Das Zusammenleben vor Ort wird sicherer und angenehmer. Die Fahrbahn schrumpft zugunsten breiterer Gehwege und großzügiger Grünflächen. Zudem begrenzt die Stadt die Geschwindigkeit künftig auf Tempo 30.
Die neue Planung berücksichtigt alle Anforderungen im Viertel. Sie schließt den Anrainerverkehr, Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende sowie die Busse der Linie LUP in Richtung Süden ein. Auch als An- und Ablieferungsroute für Güter auf das nahegelegene Voith-Areal taugt die Straße weiterhin. Neue Stellplätze tragen den Dimensionen heutiger Fahrzeuge Rechnung.
Baumtausch aus Sicherheitsgründen
Besonders die Zukunft des Baumbestandes sorgte seit dem Gemeinderatsbeschluss im Mai für intensive Diskussionen und Eingaben der Bevölkerung. Die Stadtverwaltung reagierte mit einer neuerlichen Überprüfung. Sie ließ auch ein vorgelegtes Privatgutachten zum Erhalt der Bäume durch Expertinnen und Experten im Magistrat eingehend prüfen. Das Ergebnis lautet: Ein dauerhafter Erhalt ist nicht möglich. Die Bäume sind bereits angeschlagen und leiden unter den Bauarbeiten.
Zudem sorgen massive Aufwurzelungen durch die Hebung des Belags für Probleme. Martin Petermann vom technischen Büro erklärt, dass durch den schlechten Zustand ein unkalkulierbares Risiko bezüglich der Standsicherheit nach den Paragrafen 1319a und 1319b des Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches sowie der ÖNORM entsteht. Ein schützendes Überbauen verletzt die Richtlinien für Barrierefreiheit und Oberflächenentwässerung.
„Wir haben in St. Pölten bereits ein tragisches Ereignis zu verzeichnen gehabt, das sich nicht wiederholen darf und das vor Augen geführt hat, wie wichtig es ist, dass wir unsere Bäume genauestens prüfen und bei schlechtem Zustand auch entsprechend ersetzen. Es geht um die Sicherheit“, betont Stadtgärtner Robert Wotapek.
Schwammstadtprinzip für mehr Grün im Grätzel
Als Ersatz setzt die Stadt auf eine nachhaltige Lösung. Anstelle der bisherigen Linden pflanzen Arbeiterinnen und Arbeiter vier bis fünf Meter hohe Linden, Ahorn, Buchen und Lederhülsenbäume neu. Diese Bäume wachsen rasch weiter und spenden ab dem ersten Jahr wertvollen Schatten.
Der Untergrund folgt dem modernen Schwammstadtprinzip mit großen Flächen. Dies garantiert eine gesunde Entwicklung der Wurzeln auch in trockenen Zeiten. Zusätzlich setzt die Stadt in der angrenzenden Viktor-Adler-Straße neue Bäume. Dies schafft schattige Wege zwischen Wohngebieten, Nahversorgern und Freizeitangeboten.
Verkehrssicherheit an neuralgischen Punkten
Die Kreuzung zwischen der Heidenheimer Straße und der Viktor-Adler-Straße wird als wichtiger Knotenpunkt übersichtlicher gestaltet.
„Nach genauer Planung vor dem Beschluss und genauen Überprüfungen in Folge der Eingaben durch Bürgerinnen und Bürger haben wir jetzt alle Fakten auf dem Tisch liegen, um die notwendigen Bauarbeiten durchzuführen und noch dieses Jahr abzuschließen – letzte Arbeiten sollen dann noch im Frühjahr finalisiert werden“, erklärt Baudirektor Wolfgang Lengauer.
St. Pölten wird klimafit
Die Sanierung fügt sich in eine stadtweite Strategie ein. Die Stadtregierung setzt Schritt für Schritt weitere Maßnahmen für ein besseres Mikroklima um. Dazu zählen ein eigenes Entsiegelungskataster, eine Begrünungsoffensive für Schulen und Kindergärten sowie die intensive Arbeit an einer neuen Baumschutzverordnung für die Landeshauptstadt.
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Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt.
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