Neurologie Steyr an Studie beteiligt
Neue Erkenntnisse zur Behandlung von MS im höheren Alter
- Primar Priv.-Doz. Michael Guger, Leiter der Abteilung für Neurologie am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr.
- Foto: OÖG
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Medizinischer Fortschritt entsteht dort, wo hohe Versorgungsqualität, wissenschaftliche Neugier und engagierte Teams zusammenkommen. Ein aktuelles Beispiel dafür liefert die Neurologie des Pyhrn-Eisenwurzen Klinikums Steyr.
STEYR. Eine österreichweite wissenschaftliche Arbeit unter maßgeblicher Beteiligung von Primar Priv.-Doz. Michael Guger, Leiter der Abteilung für Neurologie, wurde im internationalen hochbeachteten Fachjournal "Journal of Neurology" veröffentlicht.
Im Mittelpunkt der Studie steht die Behandlung von Multipler Sklerose (MS). MS ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems und zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen im jungen Erwachsenenalter. Moderne Therapien haben die Perspektiven für Betroffene in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Die nun veröffentlichte Untersuchung zeigt anhand österreichischer Registerdaten, dass Krankheitsschübe heute wirksam in verschiedenen Altersgruppen reduziert werden und viele Patienten dadurch länger aktiv, selbstständig und mit höherer Lebensqualität leben können. Zudem belegt die Studie, dass die eingesetzten MS-Medikamente auch bei Patienten über 50 Jahre wirksam und sicher sind. Damit liefert sie eine wichtige Grundlage für fundierte Therapieentscheidungen im höheren Lebensalter.
Viele Daten für valide Ergebnisse
Die Studie basiert auf Daten aus dem österreichischen MS-Therapieregister. Untersucht wurden mehr als 2.100 Patienten, darunter 1.459 Personen unter 50 Jahren und 658 Personen ab 50 Jahren. Die Ergebnisse zeigen, dass die jährliche Schubrate bei den jüngeren Betroffenen bei 0,12 und bei den älteren bei 0,09 Schüben pro Jahr lag. Damit waren akute Krankheitsschübe im jüngeren Alter häufiger, während bei älteren Personen zunehmend die langfristige Entwicklung von Einschränkungen in den Vordergrund rückt. Die Studie hebt hervor, dass bereits rund ein Drittel der behandelten Patienten älter als 50 Jahre ist. Dadurch gewinnt diese Gruppe stärker an Aufmerksamkeit und rückt noch weiter in den medizinischen Fokus.
„Die Behandlung der Multiplen Sklerose hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Viele Patienten können heute deutlich länger ein aktives und selbstbestimmtes Leben führen. Dass wir diese Entwicklung mitgestalten und unsere Arbeit in einem internationalen Fachjournal sichtbar wird, ist Anerkennung und Ansporn zugleich.“
Primar Michael Guger
Internationale Sichtbarkeit für einen starken Standort
Die Veröffentlichung im Journal of Neurology ist ein wichtiges Signal. Sie zeigt, dass wissenschaftlich relevante Erkenntnisse auch an innovativen klinischen Abteilungen mit klarer fachlicher Schwerpunktsetzung entstehen. Die Neurologie des PEK Steyr verbindet regionale Spitzenversorgung mit wissenschaftlicher Arbeit, enger Vernetzung und konsequenter Weiterentwicklung moderner Behandlungskonzepte.
Ergänzend zu einer bestmöglichen Versorgung von Patienten prägt die Abteilung auch den fachlichen Austausch. Das regelmäßig stattfindendeinterdisziplinäree MS-Gespräch wird in Kooperation mit dem Kepler Universitätsklinikum organisiert und bringt Experten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen. Dieses Jahr fand die Veranstaltung bereits zum 17. Mal statt.
„Forschung beginnt mit den Fragen aus dem klinischen Alltag. Entscheidend ist, daraus Erkenntnisse zu gewinnen, die Patienten konkret helfen. Genau diesen Anspruch verfolgen wir in Steyr. Moderne Medizin anbieten, Wissen weiterentwickeln und junge Kollegen für ein spannendes Fach begeistern.“
Prim. Guger
Attraktiver Standort für junge Mediziner
Für junge ÄrztInnen bietet der Standort in Steyr ein Umfeld, in dem klinische Erfahrung, persönliche Betreuung, Forschung und fachliche Weiterentwicklung eng miteinander verbunden sind. Gerade die Neurologie ist ein Fach mit großer Dynamik. Neue Therapien, moderne Diagnostik und wachsende wissenschaftliche Erkenntnisse verändern die Behandlung vieler Erkrankungen. Die Arbeit von Primar Guger und seinem Team zeigen, dass diese Entwicklung auch in Steyr aktiv mitgestaltet wird.
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