Tag des Denkmals
Geschichte in der Region erleben
- Foto: Mauthausen Komitee Steyr
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Am Sonntag, 28. September, findet bereits zum 30. Mal der "Tag des Denkmals" in ganz Österreich statt.
STEYR. Heuer öffnen mehr als 250 Stationen bei freiem Eintritt ihre Türen. Unter dem Motto "Denkmal bewahren, digital erfahren" steht die Digitalisierung im Denkmalschutz und in der Denkmalpflege im Mittelpunkt.
- Foto: Mauthausen Komitee Steyr
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Zu den 45 Standorten in Oberösterreich gehört der "Stollen der Erinnerung" in Steyr. Im ehemaligen Luftschutzbunker thematisiert das Museum Stollen der Erinnerung die Geschichte Steyrs zur Zeit des Nationalsozialismus. Die Ausstellung beleuchtet die Krisen der 1930er-Jahre und den Anschluss 1938 sowie den Ausbau der Steyr-Daimler-Puch AG zu einem der größten Rüstungsproduzenten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Geschichte des Konzentrationslagers Steyr-Münichholz und das Schicksal von tausenden Zwangsarbeiter, deren Alltag durch Berichte anschaulich gemacht wird. Zudem wird der Widerstand und der Umgang mit der Vergangenheit des Nationalsozialismus thematisiert, um ein umfassendes Bild der damaligen Zeit zu vermitteln.
Die Ausstellung beschäftigt sich intensiv mit dem Schicksal der Zwangsarbeiter sowie der Häftlinge aus Konzentrationslagern und bietet einen eindrucksvollen Einblick in ihre Geschichte. Aufgrund der konstanten Temperatur im Stollen, die zwischen acht und zwölf Grad Celsius liegt, wird das Tragen warmer Kleidung empfohlen. Der Besuch eignet sich für Personen ab 14 Jahren. Geöffnet ab 14 Uhr.
- Foto: Mauthausen Komitee Steyr
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Jüdischer Friedhof
141 Grabsteine zeugen von der kleinen jüdischen Gemeinde in Steyr. Der Friedhof wurde 1874 feierlich eröffnet. 1945 sollte er zerstört werden, doch das Kriegsende verhinderte dies. Denkzeichen erinnern an die 100 Opfer des Todesmarsches ungarischer Jüdinnen und Juden im Jahr 1945 sowie an 85 aus Steyr stammende Opfer des Holocausts. Unter ihnen befinden sich auch die Eltern und Geschwister des Malermeisters Friedrich Uprimny. Die letzte Beisetzung fand im Jahr 1992 statt.
Führungen finden um 14:15 Uhr und 15:15 Uhr mit Mag. Karl Ramsmaier vom Mauthausen Komitee Steyr statt. Die Dauer der Führung beträgt etwa 45 Minuten. Männliche Besucher werden gebeten, nach jüdischem Brauch eine Kopfbedeckung zu tragen.
- Ehemalige Kloster in der Berggasse
- Foto: Magistrat Steyr
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Ehemalige Klosteranlage und Justizanstalt Berggasse
Im Schatten der Steyrer Altstadt liegt das ehemalige Cölestinerinnenkloster in der Berggasse - ein stiller Zeitzeuge, dessen Gemäuer dreieinhalb Jahrhunderte überdauert haben. Was Mitte des 17. Jahrhunderts als Rückzugsort kontemplativer Ordensfrauen begann, entwickelte sich zu einem Ort mit wechselvoller Geschichte, der auf eine neue Zukunft wartet. Bauhistorische Untersuchungen und digitale Bestandsaufnahmen bilden die Grundlage für ein visionäres Nutzungskonzept. Führungen finden um 10:00 Uhr, 13:00 Uhr und 15:00 Uhr statt. Treffpunkt ist in der Berggasse 12 beim Brunnen. Anmeldung: altstadterhaltung@steyr.gv.at
- Synagoge in Steyr
- Foto: Mauthausen Komitee
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Jüdische Familiengeschichten in der Synagoge Steyr
In der ehemaligen Synagoge in Steyr – dem einzig erhaltenen Synagogengebäude aus der Zeit vor 1938 in ganz Oberösterreich – entsteht ein Lernort über jüdisches Leben in der Provinz mit dem Schwerpunkt „Jüdische Familiengeschichten". Im Jahr 1894 wurde das Gebäude von der Israelitischen Kultusgemeinde Steyr zu einer Synagoge umgewandelt. 1938 wurde die Kultusgemeinde aufgelöst und das Gebäude arisiert. Nach dem Krieg wurde die Synagoge für wenige Jahre wiedereröffnet. Es findet eine Besichtigung mit Informationen über den geplanten Lernort Synagoge statt. Beginn: 14 Uhr
kulturGUTspeicher
Das ehemalige Stift Gleink wurde als kulturGUTspeicher der Diözese Linz adaptiert. Seit 2022 beherbergt es das Außendepot des Diözesanarchivs mit Archivgut aus den Pfarren sowie das Kunst- und Mobiliendepot mit über 2.000 Kunstobjekten und Möbelstücken. Führungen um 10.30 und 13.30 Uhr. Anmeldung: anmeldung.kunst@dioezese-linz.at.
Stadtmuseum
Das Stadtmuseum Steyr im Innerberger Stadel ist ein mächtiges Doppelgiebelhaus aus der Renaissancezeit mit einer aufwändig gestalteten Sgraffitofassade, einem Fresko über dem Steinportal, einem Wasserspeier sowie einem schmiedeeisernen Doppeladler – alles Beispiele hochqualitativer Handwerkskunst. Bei der Restaurierung und dem Umbau zu einem barrierefreien Museum ist eine gelungene Symbiose aus historischer Bausubstanz und zeitgenössischer Architektur entstanden.
Anlässlich des „Tag des Denkmals“ lädt das Stadtmuseum Steyr zu einem abwechslungsreichen Aktionstag im Innerberger Stadel ein. Das historische Haus öffnet seine Türen bei freiem Eintritt und bietet ein vielfältiges Programm für alle Generationen. Neben dem Kids-Treff, zwei Führungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten und dem Schauschmieden in der historischen Schmiede, kann ganztägig die Ausstellung des Museums erkundet werden – ein Erlebnistag für die ganze Familie!
Eine öffentliche Führung mit Themenschwerpunkt zum Tag des Denkmals "Digitalisierung im Stadtmuseum: Einblicke und Perspektiven". Eine Kulturvermittlerin gibt Einblicke in Herausforderungen und Chancen des digitalen Wandels in der Museumsarbeit und Vermittlung.
Bereits um 10 Uhr startet der Tag mit dem Kids-Treff: „Wir treffen einen Schmied“ – ein Erlebnis für Kinder und ihre (Groß-)Eltern.
Ab 10:30 Uhr kann dem Kunstschmied Mario Werndl beim Schauschmieden in der historischen Schmiede über die Schulter geschaut werden – bis 12:30 Uhr und nochmals von 14 bis 15 Uhr.
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