Arbeitszeiten & Erfindung des Wochenendes
Eine Goldmünze für jeden Mitarbeiter der Steyr-­Daimler­-Puch AG

<f>Diese Goldmünze </f>bekam jeder Mitarbeiter – eine große Summe, wenn man bedenkt, dass zu diesem Zeitpunkt knapp 45% der Steyrer Bevölkerung dort Arbeit fanden.
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  • <f>Diese Goldmünze </f>bekam jeder Mitarbeiter – eine große Summe, wenn man bedenkt, dass zu diesem Zeitpunkt knapp 45% der Steyrer Bevölkerung dort Arbeit fanden.
  • Foto: Museum Arbeitswelt
  • hochgeladen von Lisa-Maria Auer

Flexiblere Arbeitszeiten und die „Erfindung“ des Wochenendes

STEYR. Nach der Wiederherstellung der Demokratie kommt es nach 1945 schrittweise zu Verbesserungen für Arbeitnehmer. „Samstag gehört Vati mir!“: Dieser Slogan steht symbolhaft für den Kampf der Gewerkschaften um eine Fünf-Tage-Woche zu je acht Stunden. In Österreich wird 1959 die Arbeitszeit auf 45 Stunden gesenkt, 1970 auf 43 Stunden, 1972 auf 42 Stunden und 1975 schließlich auf die 40-Stunden-Woche. Arbeitsbeginn, Arbeitsende und Pausen sind minutengenau getaktet.

Beginn & Ende selbst bestimmen

Öffentliche Verkehrsmittel werden auf Schichtbeginn und Schichtende in den großen Fabriken ausgerichtet. Die Stechuhr bestimmt den Takt. 1979 wird in der Steyr-­Daimler-­Puch AG die Gleitzeit für Arbeiter eingeführt. Erstmals ist es möglich, Beginn und Ende selbstständig zu bestimmen. Allerdings liegt nun die Verantwortung des Erreichens der Arbeitszeit bei einem selbst. Der Umstand, dass nicht mehr alle beim Ertönen der Sirene gehen, bedeutet für viele Überstunden. Man will nicht immer der erste sein, der den Arbeitsplatz verlässt.

Mit „Kurzarbeit“ gegen Krise

Die Steyr-­Daimler­-Puch AG ist das erste Unternehmen Österreichs, das 1984 die 35­Stunden­-Woche einführt. Nach starken Absatzrückgängen in den Sparten Waffen, Traktoren und Lastkraftwagen stehen in Steyr Kündigungen im Raum. Durch die auf ein Jahr befristete Maßnahme können Entlassungen von 900 auf 250 reduziert werden.
Zum 100. Jubiläum im Jahr 1964 erhielt jeder Beschäftigte der Steyr-Daimler-Puch AG eine Goldmünze. Damals waren beinahe 45% der erwerbstätigen Stadtbevölkerung dort beschäftigt.
Weitere Infos
Mehr dazu in der Ausstellung „Arbeit ist unsichtbar“ im Museum Arbeitswelt und auf museum-steyr.at, Alle Storys rund um 100 Jahre Republik Österreich auf www.meinbezirk.at/tag/100-jahre-republik

&lt;f&gt;Diese Goldmünze &lt;/f&gt;bekam jeder Mitarbeiter – eine große Summe, wenn man bedenkt, dass zu diesem Zeitpunkt knapp 45% der Steyrer Bevölkerung dort Arbeit fanden.

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